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Ethisches Hacking: Was es ist und wie es geht

Im Kampf gegen Cyberkriminalität sind ethische Hacker die Guten, die Systemschwachstellen entdecken, bevor Kriminelle es tun. Diese „White-Hat-Hacker“ simulieren Angriffe, und ihre Fähigkeiten spielen eine entscheidende Rolle bei der Stärkung digitaler Abwehrmaßnahmen. Auch normale Benutzer können sich einen Vorsprung verschaffen – mit einer zuverlässigen Antivirus-Software, die Bedrohungen in Echtzeit erkennt und blockiert.

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What-is-Ethical-Hacking-hero
Verfasst von Nicola Massier-Dhillon
Veröffentlicht am November 28, 2025
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    Was ist ethisches Hacking und was bezweckt es?

    Nicht alle Hacker haben böse Absichten. Wenn Hacking-Techniken von wohlgesinnten Parteien eingesetzt werden, um Sicherheitslücken in Computersystemen, Netzwerken und Anwendungen aufzudecken, zu verstehen und zu beheben, ist das ethisches Hacking. Man spricht auch von White-Hat-Hacking oder Penetrationstests und meint damit Maßnahmen zur Bekämpfung der Cyberkriminalität.

    Das Hauptziel des ethischen Hackings ist es, sensible Daten zu schützen, Datenpannen zu verhindern und es Unternehmen zu ermöglichen, ihre gesamte digitale Abwehr zu stärken.

    Ethische Hacker verwenden dieselben Tools und Tricks wie Cyberkriminelle, um Schwachstellen auszunutzen. Aber es gibt einen wichtigen Unterschied: Sie tun dies im Auftrag des Systembetreibers und melden diesem ihre Ergebnisse. So können IT-Sicherheitsteams Probleme beheben, bevor sie von „echten“ (Black-Hat-)Hackern böswillig ausgenutzt werden.

    Der Zweck des ethischen Hackings ist es, proaktiv zu sein. Einen Schritt voraus zu sein ist wichtiger denn je, da sich Cyberbedrohungen weiterentwickeln – insbesondere mit dem Aufkommen von KI-gesteuerten Angriffen. Der Kampf zwischen White Hats und Black Hats mag wie eine Comic-Story klingen, aber ethisches Hacking ist entscheidend, um die Cybersicherheit von einer reaktiven Notlösung in eine präventive Strategie zu verwandeln.

    Ein White-Hat-Hacker spielt Schach gegen einen Black-Hat-Hacker.Ethische Hacker schlagen kriminelle Hacker mit deren eigenen Waffen und helfen so, die Cybersicherheit für Unternehmen und Privatpersonen zu verbessern.

    Ethisches Hacking vs. böswilliges Hacking vs. Penetrationstests

    Beim Begriff "Hacker" denkt man an Kapuzenpulli-tragende Technik-Genies, die im Keller über kniffligen Problemen brüten, Angriffe planen und literweise Kaffee trinken. Aber es ist wichtig, mit den Vorurteilen über Hacker aufzuräumen und die Guten von den Bösen zu unterscheiden.

    Kurz gesagt: Ethische Hacker und Pen-Tester spielen im selben Team. Beide sind die Widersacher der kriminellen Black-Hat-Hacker.

    Ethisches Hacking: Der Wächter

    Warum? White Hats glauben, dass Angriff die beste Verteidigung ist. Ihr Ziel ist es, Systeme zu schützen, nicht sie zu missbrauchen. Sie wollen Schwachstellen aufdecken, bevor es die Bösen tun, und diese dann melden, um die Systemsicherheit zu verbessern.

    Wie? Ethische Hacker wenden dieselben Taktiken an wie kriminelle Hacker, aber sie tun dies verantwortungsbewusst, dokumentieren Schwachstellen und beraten die Betroffenen bei der Behebung. Sie testen Systeme organisiert und methodisch und achten darauf, möglichst wenig Störungen zu verursachen. Sie respektieren die Vertraulichkeit der Daten, mit denen sie arbeiten.

    Ist das legal? White-Hat-Hacker agieren zu 100 % im Rahmen des Gesetzes und mit der ausdrücklichen, schriftlichen Zustimmung der Systemeigentümer. Ihre Arbeit wird in Verträgen und rechtlichen Dokumenten wie Vertraulichkeitsvereinbarungen formal festgehalten. Ethische Hacker sind dafür verantwortlich, die Privatsphäre zu respektieren und die Daten, auf die sie stoßen, niemals zu missbrauchen.

    Ein Beispiel aus der Praxis. Ein Fintech-Startup bietet eine mobile App, mit der Benutzer ihre Investitionen verwalten können. Es beauftragt einen ethischen Hacker, einen Cyberangriff auf die App und die Backend-Systeme zu simulieren, um zu testen, ob die Anmeldeauthentifizierung umgangen und Finanzdaten gestohlen werden können.

    Böswilliges Hacking: Der Ausbeuter

    Warum? Black Hats agieren aus Eigennutz oder mit böswilligen Absichten. Sie stehlen Daten oder Geld, bringen Systeme zum Absturz, schleusen Malware ein – oder wollen einfach nur beweisen, dass sie es schaffen.

    Wie? Ihre Tools sind oft dieselben wie die von ethischen Hackern, aber ihr Endziel ist Ausbeutung, nicht Schutz. Sie arbeiten im Geheimen, verwischen ihre Spuren und schaffen in vielen Fällen Hintertüren für zukünftige Angriffe.

    Ist das legal? Nein, das ist eine Straftat. Die Täter fragen nicht um Erlaubnis, kümmern sich nicht um die Konsequenzen, und ihr Handeln ist nicht von Transparenz und Rechenschaftspflicht geprägt.

    Ein Beispiel aus der Praxis. Ein böswilliger Hacker hat eine Schwachstelle in einer veralteten E-Commerce-Plattform entdeckt. Er verschafft sich unbefugten Zugriff auf das Backend-System und entwendet Kreditkartennummern sowie persönliche Daten von Kunden. Anschließend löscht er die Protokolle und richtet eine Hintertür für den zukünftigen Angriff ein.

    Die technischen Fertigkeiten von ethischen Hackern und jenen, die Hackerangriffe mit böswilliger Absicht durchführen, sind durchaus vergleichbar – sie unterscheiden sich in Bezug auf ihre Absichten und ihre ethische Haltung. Es verhält sich wie ein Schlüsseldienst im Vergleich zu einem Einbrecher: Der eine öffnet die Tür zu Ihrem Haus, wenn Sie die Schlüssel vergessen haben, der andere verschafft sich unbefugten Zutritt.

    Pen-Tester: Der Präzisionsschütze

    Warum? Pen-Tester (Penetrationstester) sind eine spezialisierte Untergruppe der ethischen Hacker. Ihre Aufgabe ist es, reale Angriffe kontrolliert zu simulieren, um eine bestimmte Schwachstelle zu finden.

    Wie? Pen-Tester nutzen eine breite Palette von Tools, um Sicherheitslücken zu identifizieren und auszunutzen. Ihre Tools lassen sich grob in fünf Kategorien einteilen: Netzwerk-Scans, Schwachstellen-Scans, Webanwendungstests, Passwort-Knacken und Netzwerkanalyse-Tools.

    Ist das legal? Ja, aber hier sind die Unterschiede zwischen Pentestern und ethischen Hackern:

    • Engerer Umfang: Anstatt ein System frei zu erkunden, arbeiten Pen-Tester mit einemvorgegebenen Ziel.

    • Weniger Papierkram: Normalerweise sind weniger langwierige rechtliche Verträge und Berichte erforderlich.

    • Zeitkritisch: Pen-Tester müssen schnell handeln können.

    • Spezifisches Wissen: Ein Pen-Tester muss sich nur in dem speziellen Bereich auskennen, den er testet.

    Ein Beispiel aus der Praxis. Ein Krankenhaus beauftragt einen Pen-Tester, sich in seine Online-Patientenakten zu hacken. Ein Online-Händler beauftragt einen Pen-Tester, seine Website vor einem großen Ausverkauf zu überprüfen.

    Häufige Missverständnisse über Hacking

    Sie wissen jetzt, dass nicht alle Hacker böse Absichten verfolgen und illegal handeln. Darüber hinaus gibt es noch andere Mythen.

    Mythos Nr. 1: Cybersicherheitslösungen bieten wirksamen Schutz vor Hackerangriffen
    Unternehmen stehen vor der Herausforderung, sich gegen zunehmend komplexe Bedrohungsszenarien zu wappnen. Hacker brauchen nur einen einzigen Einstiegspunkt. Wenn sie hartnäckig sind, können sie damit früher oder später Erfolg haben. Wirksame Schutzmaßnahmen, einschließlich Firewalls und seriöser Anti-Malware, sind unerlässlich – aber kein System ist ein uneinnehmbares Bollwerk.

    Mythos Nr. 2: Hacker nehmen nur anfällige Unternehmen ins Visier
    Obwohl es einfacher ist, schwache Ziele anzugreifen, ist es für Hacker meist lohnender, die großen Fische zu fangen. In der Regel versprechen diese eine lukrativere Beute – einen wertvollen Fundus an privaten Daten oder die nachhaltige Schädigung einer wichtigen Reputation.

    Mythos Nr. 3: Hacker schlagen blitzschnell zu und verschwinden genauso schnell
    Doch die Angriffe sind keineswegs immer auf kurze Zeit beschränkt. Hacker agieren oft langsam, um nicht entdeckt zu werden, damit sie über einen längeren Zeitraum Zugang zu sensiblen Informationen haben.

    Die Bedeutung von ethischem Hacking für die Cybersicherheit

    Wir leben in einer hypervernetzten Welt, in der Daten eine Währung sind und Cyberbedrohungen immer raffinierter werden. Alle lebenswichtigen Bereiche, auf die wir nicht verzichten können – sei es Banken, Gesundheitswesen oder nationale Infrastrukturen – sind auf funktionierende digitale Systeme angewiesen. Effektive Cybersicherheitsstrategien sind wichtiger denn je, und kein Unternehmen kann es sich leisten, seine digitalen Türen unverschlossen zu lassen.

    Nicht nur die Bedrohungen entwickeln sich weiter. Die neue Technologielandschaft aus Cloud-Computing, Remote-Arbeit, IoT-Geräten und KI-gesteuerten Diensten bietet komplexe neue Angriffsflächen, die herkömmliche Sicherheits-Tools nicht vollständig abdecken können. Firewalls und Antivirus-Software? Ein guter Anfang, aber nicht ausreichend.

    Hier ein Beispiel: Aus dem Global Cybersecurity Outlook 2025 des Weltwirtschaftsforums geht hervor:

    66 % der Unternehmen erwarten, dass KI im kommenden Jahr den größten Einfluss auf die Cybersicherheit haben wird, doch nur 37 % geben an, über Prozesse zu verfügen, um die Sicherheit von KI-Tools vor deren Einsatz zu überprüfen.

    Hier kommt ethisches Hacking als primäre Verteidigungslinie ins Spiel. Es hat bereits größere Sicherheitsverletzungen verhindert und Unternehmen vor Katastrophen bewahrt.

    Ethisches Hacking als Retter in der Not

    Hier sind einige bemerkenswerte Beispiele für ethisches Hacking in der Praxis. Viele Unternehmen beauftragen ethische Hacker direkt, aber sie können auch über „Bug-Bounty“-Programme rekrutiert werden, die Anreize für unabhängige Hacker schaffen.

    • Im Jahr 2024 eröffnete Apple seine Private Cloud Compute-Architektur für Forscher und bot bis zu 1 Million US-Dollar für jeden, der eine Lücke entdecken konnte. Ebenfalls bei Apple identifizierte ein ethischer Hacker im Jahr 2020 eine Zero-Day-Schwachstelle in der Web Share API von Safari.

    • Die United States Air Force lud Sicherheitsforscher ein, ihre Plattformen zu überprüfen, und zahlte insgesamt 290.000 US-Dollar aus, nachdem mehr als 460 Schwachstellen aufgedeckt wurden.

    • Ein 15-jähriger Australier deckte eine Sicherheitsfehlkonfiguration bei den Vereinten Nationen auf, die bei einer Datenpanne 100.000 Personaldatensätze hätte preisgeben können.

    Vertrauen ist die ultimative Währung

    Über die Abwehr von Cyberangriffen hinaus spielt ethisches Hacking auch eine wichtige Rolle beim Aufbau von Vertrauen. Kunden und Stakeholder wollen wissen, dass ihre Daten sicher sind. Unternehmen, die in ethisches Hacking investieren, signalisieren, dass Sicherheit eine Priorität ist und ihre Strategien proaktiv sind.

    Compliance-Audits, Sicherheitszertifizierungen und Transparenzberichte können Ergebnisse aus ethischen Hacking-Maßnahmen enthalten, was nicht nur die Aufsichtsbehörden zufriedenstellt, sondern auch den Ruf in der Öffentlichkeit stärkt.

    Dieses Vertrauen kann den Unterschied ausmachen, ob man einen treuen Kunden gewinnt oder verliert, insbesondere in Branchen wie Gesundheitswesen, Finanzen und E-Commerce.

    Arten von Hackern und ihre Rollen

    Die Beschreibung von Hackern wurde den Charakteren in Wildwestfilmen nachempfunden, deren Hutfarbe verriet, ob sie gut oder böse waren. Aber die echten Hacker-Typen sind differenzierter als ihre Hollywood-Pendants – und reichen von ethischen Profis bis hin zu gefährlichen Cyberkriminellen (mit einigen Graustufen dazwischen).

    • White-Hat-Hacker (die Guten): Qualifizierte Fachleute, die beauftragt werden, Unternehmen dabei zu helfen, Sicherheitsschwächen zu identifizieren und zu beheben, bevor böswillige Akteure sie ausnutzen können.
      Mission: Schützen, nicht angreifen.

    • Black-Hat-Hacker (die Bösen): Kriminelle Hacker, die entweder aus finanziellen Eigeninteressen handeln oder mutwillig Störungen in Netzwerken verursachen. Ihre Arbeitsweise ist nicht autorisiert, ethisch nicht vertretbar und gesetzeswidrig.
      Mission: Geld, Daten, Sabotage und Schaden.

    • Gray-Hat-Hacker (die Zwielichtigen): Sie hacken aus Spaß an der Herausforderung und beabsichtigen nicht, Schaden anzurichten, fragen aber nicht um Erlaubnis. Einige melden die gefundenen Probleme, während andere damit drohen, an die Öffentlichkeit zu gehen, falls Unternehmen ihre Warnungen ignorieren.
      Mission: Intellektuelle Herausforderung und die Belohnung.

    • Blue-Hat-Hacker (die Söldner): Sie haben eine doppelte Identität, die von Motivation und Methode abhängt. Sie sind entweder Sicherheitsberater, die für Penetrationstests angeheuert werden, oder böswillige Hacker, die aus Wut handeln oder eine persönliche Rechnung begleichen wollen.
      Mission: Penetrationstests oder Rache.

    • Green-Hat-Hacker (die Grünhörner): Fleißige Anfänger, die ihre Fähigkeiten entwickeln und schließlich ethische Hacker werden wollen. Sie beginnen oft damit, in sicheren Umgebungen zu experimentieren, Tutorials anzusehen oder Cybersicherheits-Communitys beizutreten.
      Mission: Lernen, Erfahrungen sammeln und sich ihre Sporen verdienen.

    Wie man ein ethischer Hacker wird

    Da Unternehmen sich der Cyber-Risiken zunehmend bewusster werden, steigt die Nachfrage nach qualifizierten Cybersicherheitsexperten. Die richtigen Fähigkeiten und Kurse im ethischen Hacking ebnen den Weg, um ein ethischer Hacker zu werden. Lassen Sie sich von Nikhil Rane inspirieren, einem britischen Studenten und ethischen Hacker, der im India Book of Records dafür gefeiert wird, Sicherheitslücken für Organisationen wie Google, Microsoft und die Nasa identifiziert zu haben.

    Auch Sie können ein Verteidiger der digitalen Galaxie werden, indem Sie sich mit den richtigen Tools, Fähigkeiten, Zertifizierungen und der richtigen Einstellung ausstatten.

    Welche Fähigkeiten brauchen ethische Hacker?

    Um ein versierter ethischer Hacker zu werden, müssen Sie zunächst wissen, wie Sie die Fähigkeiten des ethischen Hackings erlernen. Sie benötigen eine Mischung aus technischem und nicht-technischem Fachwissen.

    Technisch gesehen benötigen Sie ein gutes Verständnis von Netzwerken (kabelgebunden und drahtlos), Firewalls, Dateisystemen, Betriebssystemen und Angriffsmethoden. Hier ist eine praktische Checkliste für technische Fähigkeiten für den angehenden ethischen Hacker:

    • Netzwerkkenntnisse: Ein tiefgreifendes Verständnis von Netzwerkprotokollen wie TCP/IP, DNS, HTTP usw. sowie von Netzwerksicherheitskonzepten.

    • Programmierung: Kenntnisse in Sprachen wie Python, JavaScript und SQL.

    • Betriebssysteme: Kenntnisse in Linux (insbesondere Kali Linux) und Windows sind unerlässlich, da sie in Server- und Unternehmensumgebungen dominieren. Vertrautheit mit macOS, mobilen Betriebssystemen und spezieller Firmware, die in IoT- oder eingebetteten Systemen verwendet wird, kann Ihnen helfen, sich von der Masse abzuheben.

    • Kryptografie: Wissen über Verschlüsselungs- und Entschlüsselungstechniken.

    • Sicherheit von Webanwendungen: Verständnis der Funktionsweise von Webanwendungen und Erkennen gängiger Schwachstellen.

    • Penetrationstests: Kenntnisse verschiedener Testtechniken und -methoden.

    • Datenbankverwaltung: Ein Verständnis von Datenbanksystemen und SQL.

    • Reverse Engineering: Die Fähigkeit, Software zu analysieren und ihre Funktionsweise zu verstehen.

    Nicht-technisch benötigen Sie Geduld, Problemlösungskompetenz und starke Kommunikationsfähigkeiten. Vor allem aber brauchen Sie eine starke ethische Basis für diese Fähigkeiten. Der einzige Unterschied zwischen Black- und White-Hat-Hackern liegt in Integrität, Motivation und Ethik. Ethische Hacker brauchen also einen soliden moralischen Kompass und müssen die Daten und Systeme, die sie schützen, wirklich wertschätzen.

    Welche Zertifizierungen sind für ethische Hacker wichtig?

    Die Landschaft der Cybersicherheitszertifizierungen ist breit gefächert, mit mehreren angesehenen Zertifizierungsstellen, die verschiedene Qualifikationen anbieten. Gängige Kurse und Zertifikate, die Ihnen den Einstieg in die Welt des ethischen Hackings ermöglichen, sind:

    • Certified Ethical Hacker (CEH): Vom EC-Council angeboten, ist es weltweit anerkannt, und die Zertifizierungsstelle berichtet, dass 92 % der Arbeitgeber CEH-Absolventen für ethische Hacking-Rollen den Vorzug geben. Sie lernen plattformübergreifende Strategien (einschließlich KI), die von Cyberkriminellen verwendet werden, und sammeln praktische Erfahrungen.

    • Certified Penetration Testing Professional (CPENT): Ebenfalls vom EC-Council, ist dies ein umfassendes, KI-gesteuertes Penetrationstestprogramm. Es bietet eine praxisnahe Methodik fürPenetrationstest und deckt sämtliche Phasen eines Penetrationstests ab.

    • Offensive Security Certified Professional (OSCP): Diese Zertifizierung wird durch den Abschluss des „PEN-200: Penetration Testing with Kali Linux“-Kurses von Offensive Security. Diese Zertifizierung ist ebenfalls weltweit anerkannt und hoch angesehen.

    Welche Tools verwenden ethische Hacker?

    Ethische Hacker verwenden eine Reihe von Tools, um Cyberangriffe zu simulieren und Schwachstellen zu identifizieren. Ihre Wahl hängt vom Zielsystem, der Webanwendung oder dem Netzwerk ab. Hier sind drei beliebte ethische Hacking-Tools, die Sie in Ihrem Arsenal haben sollten. Aber seien Sie bereit, noch viel mehr zu lernen – allein in der CEH-Zertifizierung des EC-Council werden mehr als 3.500 Tools behandelt.

    Nmap

    Network Mapper (Nmap) ist eines der bekanntesten Open-Source-Cybersicherheits-Tools zum Scannen und Kartieren von Netzwerken. Es hilft ethischen Hackern und IT-Profis herauszufinden, welche Geräte online sind, welche Dienste sie ausführen und ob es offene Ports gibt, die ausgenutzt werden könnten.

    Top-Funktionen:

    • Finden aktiver Geräte in einem Netzwerk

    • Scannen nach offenen Ports und Diensten

    • Erkennen von Betriebssystemen und Softwareversionen

    • Ausführen von Sicherheitsskripten, um bekannte Schwachstellen aufzudecken

    • Durchführen von schnellen oder unauffälligen Scans, je nach Ziel

    Wireshark

    Wireshark ist ein kostenloses Open-Source-Tool zum Erfassen und Untersuchen von Netzwerkverkehr in Echtzeit. Wie eine Lupe für ein Netzwerk zeigt es genau, welche Daten Paket für Paket durch das System fließen, was es ideal für einen tiefen Einblick in Netzwerkverkehr und Protokolle macht.

    Top-Funktionen:

    • Erfassen von Live-Verkehr aus kabelgebundenen oder drahtlosen Netzwerken

    • Detaillierte Untersuchung von Paketen auf jeder Protokollebene

    • Filtern des Verkehrs nach IP-Adresse, Protokoll, Port oder Schlüsselwort

    • Entschlüsseln von Protokollen, falls Schlüssel bereitgestellt werden.

    • Export- und Speicherfunktionen für weitere Überprüfungen oder Berichte.

    Burp Suite

    Burp Suite ist ein leistungsstarkes Toolset zum Testen der Sicherheit von Websites und Web-Apps, einschließlich Anmeldeformularen und APIs. Es ermöglicht ethischen Hackern, den Web-Verkehr abzufangen, zu analysieren und zu modifizieren, um Schwachstellen zu finden und zu beheben, bevor Angreifer sie ausnutzen können.

    Top-Funktionen:

    • Simulation realer Angriffe in einer kontrollierten Umgebung

    • Erfassen und Modifizieren von HTTP/S-Verkehr zwischen einem Browser und Webservern

    • Testen von Anmeldeformularen, APIs und Eingabefeldern auf Schwachstellen

    • Automatisieren wiederkehrender Sicherheitstests während Audits

    Was ist ein gutes Gehalt für einen ethischen Hacker?

    Was ein ethischer Hacker verdient, hängt von mehreren Faktoren ab, darunter: Erfahrung, Ausbildung, Branche, Auftraggeber, Standort und relevante Zertifizierungen.

    In den USA verdient ein ethischer Hacker durchschnittlich etwa 65.000 US-Dollar pro Jahr. Einstiegspositionen beginnen bei etwa 40.000 US-Dollar pro Jahr, und erfahrenere Mitarbeiter können über 160.000 US-Dollar pro Jahr verdienen. Laut dem Bureau of Labor Statistics verdienen Informationssicherheitsanalysten durchschnittlich 124.910 US-Dollar im Jahr.

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    Ethisches Hacking kann Schwachstellen identifizieren und bietet einen starken offensiven Ansatz für die Cybersicherheit. Wenn es um den Schutz geht, sind auch robuste Verteidigungsmaßnahmen unerlässlich. Avast Free Antivirus bietet Echtzeit-Bedrohungserkennung und automatische Updates, um Ihre Geräte zu schützen, während Sie auf Ihre Traumkarriere hinarbeiten.

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    Nicola Massier-Dhillon
    28-11-2025