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Avast Academy Privatsphäre IP-Adresse Statische vs. dynamische IP-Adressen

Statische vs. dynamische IP-Adressen

Das Internet und Ihr Netzwerk sind über IP-Adressen (Internet Protocol) miteinander verbunden. Es gibt zwei Typen von IP-Adressen: statische und dynamische. In diesem Artikel werden die wichtigsten Merkmale statischer und dynamischer IP-Adressen erklärt, damit Sie besser entscheiden können, welche für Sie geeignet ist.

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Was ist eine IP-Adresse?

Eine IP-Adresse ist eine eindeutige Zahlenfolge, die jedem Gerät in einem TCP-/IP-Netzwerk zugewiesen wurde. So wie Ihre reale Wohnanschrift die Leute darüber informiert, wohin sie die Glückwunschkarte an Sie schicken sollen, so dienen IP-Adressen der Identifizierung von Computern und anderen Geräten und ermöglichen ihnen die Kommunikation untereinander.

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Dieser Artikel enthält:

    Intern werden IP-Adressen als Ziffern gespeichert. Während Computer gern Zahlen verwenden, bevorzugen Menschen Namen. Das Internet verwendet das Domain Name System (DNS) als Internetadressbuch, sodass Sie anstelle von Zahlen Wörter (z. B. www.avast.com) nutzen können, um zu surfen und die Geräte in Ihrem Netzwerk zu erkennen. Dazu können alle Geräte zählen, die eine Online-Verbindung herstellen: Computer, Smart-TVs, intelligente Lautsprecher, vielleicht sogar Ihr Kühlschrank. Heutzutage könnte fast alles, was in Ihrem Haushalt elektronisch ist, eine IP-Adresse besitzen.

    Wenn Sie eine URL in Ihren Webbrowser eingeben, ermittelt dieser anhand des DNS die IP-Adresse für diese Domäne. Geben Sie beispielsweise www.avast.com ein, dann gibt das DNS eine von mehreren IP-Adressen zurück, einschließlich 77.234.41.52.

    Es gibt zwei allgemein gebräuchliche Versionen von IP-Adressen: IPv4 und IPv6.

    IPv4 enthält vier durch Punkte getrennte Hexadezimalzahlen (z. B. 192.168.0.1), während IPv6 sechs durch Doppelpunkte getrennte Hexadezimalzahlen besitzt (z. B. 2001:0db8:85a3:0000:0000:8a2e:0370:7334). Es gibt fast 4,3 Milliarden IPv4-Adressen und wir haben inzwischen fast alle in Gebrauch. Die Zahl der IPv6-Adressen hingegen ist sehr viel größer. Vor dem Hitzetod des Universums werden uns die IPv6-Adressen nicht ausgehen.

    Was ist eine statische IP-Adresse?

    Eine statische IP-Adresse ist einfach eine Adresse, die sich nicht ändert. Nachdem Ihrem Gerät eine statische IP-Adresse zugewiesen wurde, bleibt diese Zahl normalerweise solange gleich, bis das Gerät außer Betrieb genommen wird oder sich Ihre Netzwerkarchitektur ändert. Statische IP-Adressen werden im Allgemeinen von Servern oder anderen wichtigen Anlagen verwendet.

    Statische IP-Adressen werden von Internetdienstanbietern (ISP) zugewiesen. Ihr ISP kann Ihnen je nach Art Ihrer Servicevereinbarung eine statische IP-Adresse zuweisen. Weiter unten gehen wir noch auf Ihre Optionen ein; für den Moment nehmen wir jedoch an, dass eine statische IP-Adresse die Kosten Ihres ISP-Vertrags erhöht.

    Eine statische IP-Adresse kann IPv4 oder IPv6 sein. In diesem Fall ist die wichtige Eigenschaft statisch. Eines Tages könnte jedes unserer vernetzten Geräte eine eindeutige statische IPv6-Adresse besitzen. Noch aber ist das Zukunftsmusik. Derzeit verwenden wir in der Regel statische IPv4-Adressen für permanente Adressen.

    Was ist eine dynamische IP-Adresse?

    Wie der Name schon sagt, können sich dynamische IP-Adressen mitunter kurzfristig ändern. Dynamische Adressen werden nach Bedarf von DHCP-Servern (Dynamic Host Configuration Protocol) zugewiesen.

    Wir verwenden dynamische Adressen, da IPv4 nicht genügend statische IP-Adressen bietet. So hat beispielsweise ein Hotel wahrscheinlich eine statische IP-Adresse, aber jedes einzelne Gerät in seinen Zimmern eine dynamische IP-Adresse.

    Im Internet kann Ihrem Zuhause oder Büro vom DHCP-Server Ihres Internetdienstanbieters eine dynamische IP-Adresse zugewiesen werden. Innerhalb Ihres Heim- oder Firmennetzwerks wird die dynamische IP-Adresse Ihrer Geräte – egal ob PCs, Smartphones, Streaming Media-Geräte oder Tablets – wahrscheinlich von Ihrem Netzwerkrouter zugewiesen. Dynamische IP-Adressen sind quasi der Standard, den die typischen Geräte der Privatanwender verwenden.

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    Statisch vs. dynamisch: Welche IP-Adresse eignet sich besser für mich?

    Es gibt keine perfekte Lösung für alle Benutzer und alle Gelegenheiten. Mitunter ist es für einen Computer oder ein Gerät besser, eine statische IP-Adresse zu verwenden. Andere Male funktioniert eine dynamische IP-Adresse am besten.

    Die Entscheidung, ob dynamische oder statische IP-Adressen für Sie besser geeignet sind, hängt auch von der Art der Verbindung ab. Eine statische IP-Adresse ist eher für ein Unternehmen relevant, während eine dynamische IP-Adresse für ein Heimnetzwerk geeignet ist.

    Vorteile einer statischen IP-Adresse

    Die Verwendung einer statischen IP-Adresse bietet zahlreiche Vorteile. Dazu gehören:

    • Bessere DNS-Unterstützung: Statische IP-Adressen lassen mit DNS-Servern viel einfacher einrichten und verwalten.

    • Server-Hosting: Wenn Sie einen Webserver, einen E-Mail-Server oder eine andere Art von Server hosten, können Kunden Sie über eine statische IP-Adresse leichter via DNS finden. In der Praxis bedeutet das, dass Kunden schneller auf Ihre Websites und Dienste zugreifen können, wenn sie eine statische IP-Adresse verwenden.

    • Praktischer Remote-Zugang: Eine statische IP-Adresse erleichtert die Remote-Arbeit mit einem virtuellen privaten Netzwerk (VPN) oder anderen Programmen für den Fernzugriff.

    • Zuverlässigere Kommunikation: Statische IP-Adressen erleichtern die Verwendung von VoIP (Voice over Internet Protocol) für Telefonkonferenzen oder andere Sprach- und Videokommunikationen.

    • Zuverlässigere Geolokalisierungsdienste: Mit einer statischen IP-Adresse können Dienste die IP-Adresse mit ihrem physischen Standort abgleichen. Wenn Sie beispielsweise einen lokalen Wetterdienst mit einer statischen IP-Adresse verwenden, erhalten Sie eher den Wetterbericht, der für Sie relevant ist, als den für eine nahegelegene Stadt.

    Nachteile einer statischen IP-Adresse

    Eine statische IP-Adresse ist nicht für alle Situationen ideal.

    • Statische IPs lassen sich leichter hacken: Bei einer statischen IP-Adresse erfahren Hacker, wo exakt sich Ihr Server im Internet befindet. Das erleichtert ihnen den Angriff. Avast Internet Security kann Ihnen dabei helfen, dies zu verhindern.

    • Höhere Kosten: Statische IP-Adressen sind in der Regel teurer, insbesondere im Rahmen von Verträgen der Internetdienstanbieter für Privatkunden. Verträge für Firmen enthalten häufig statische IP-Adressen, zumindest als Option, sie sind jedoch teurer als Privatkundentarife. Fragen Sie also unbedingt nach, ob zusätzliche Kosten dafür anfallen.

    • Sicherheitsbedenken in der realen Welt: Jeder kann mit den geeigneten Netzwerk-Tools herausfinden, wo Sie und Ihre Computer sich befinden. VPNs wie Avast SecureLine VPN können da Abhilfe schaffen, indem sie Ihren physischen Standort verbergen.

    Vorteile einer dynamischen IP

    Dynamische IP-Adressen sind einfacher zu verwalten und kostengünstiger bereitzustellen als statische IP-Adressen.

    • Einfache, automatische Konfiguration: Bei einer dynamischen IP-Adresse weist der DHCP-Server dem Gerät automatisch die nächste verfügbare IP-Adresse zu. Sie müssen sich um nichts kümmern.

    • Geringere Gebühren: In der Regel sparen Sie mit einer dynamischen IP-Adresse Geld.

    • Unbegrenzte Anzahl an IP-Adressen: Bei dynamischen Adressen können Sie IP-Adressen wiederverwenden. Innerhalb eines Netzwerks werden Ihre Geräte bei Bedarf automatisch mit einer neuen dynamischen IP-Adresse konfiguriert. Wenn Sie beispielsweise einen neuen Computer kaufen, müssen Sie die IP-Adresse des alten Computers nicht manuell löschen oder dem neuen eine zuweisen. Das Netzwerk oder der Router kümmert sich darum. Dies verhindert Konflikte, wenn zwei Computer versuchen, dieselbe IP-Adresse zu verwenden.

    • Potenziell höhere Sicherheit: Mit einer dynamischen IP-Adresse ist es für einen potenziellen Angreifer schwieriger, auf Ihre Netzwerkgeräte zuzugreifen. Sie können Ihre Sicherheit außerdem erhöhen, indem Sie die Netzwerkadresse mit einem VPN verschleiern.

    • Höhere physische Sicherheit: Für einen Schnüffler ist es viel schwieriger, genau herauszufinden, wo Sie sich befinden. Ein VPN kann dabei ebenfalls hilfreich sein.

    Nachteile einer dynamischen IP-Adresse

    Dynamische IP-Adressen sind aber nicht für alle Situationen ideal. So eignen sie sich nicht gut für Online-Dienste wie das Internet oder E-Mails.

    • Funktioniert vermutlich nicht gut bei gehosteten Diensten: Wenn Sie vorhaben, eine Website, einen E-Mail-Server usw. zu hosten, dann kann die Verwendung einer dynamischen IP-Adresse problematisch sein. DNS funktioniert nicht so gut mit dynamischen IP-Adressen, da sich diese ja laufend ändern. Es gibt dynamische DNS-Dienste, die dieses Problem beheben. Sie erhöhen jedoch die Kosten und die Komplexität. Dies kann ein schwerwiegender Nachteil sein.

    • Kann den Remote-Zugang einschränken: Abhängig von Ihrer Software für den Remote-Zugang kann es zu Verbindungsproblemen kommen, wenn Sie eine dynamische IP-Adresse verwenden. Hier schlägt die Stunde für VPN-Anwendungen wie Avast SecureLine VPN.

    • Potenziell häufigere Ausfallzeiten: Obwohl dies nicht oft vorkommt, ist es möglich, dass Ihr Internetdienstanbieter Ihnen keine dynamische IP-Adresse zuweisen kann. Dies kann zu Unterbrechungen der Internetverbindung führen. Für einen einzelnen Privatanwender ist dies ein vorübergehendes Ärgernis. Ein viel größeres Problem ist es, wenn die Website Ihrer Firma offline geschaltet wird.

    • Weniger präzise Geolokalisierung: Eine dynamische IP-Adresse kann dazu führen, dass Ihre Geolokalisierungsdienste fehlschlagen, da Sie eine dynamische Adresse beibehalten können, die Ihren realen Standort nicht mehr widerspiegelt.

    Fazit

    In der Regel eignen sich statische IP-Adressen am besten für Unternehmen, die ihre eigenen Websites und Internetdienste hosten. Statische IP-Adressen funktionieren auch gut, wenn sich Remote-Mitarbeiter über ein VPN bei ihrem Büro-PC anmelden.

    Für die meisten Privatanwender sind dynamische IP-Adressen die richtige Wahl. Sie sind preiswerter und stellen in der Regel ein etwas geringeres Sicherheitsrisiko dar.

    Welchen Typ von IP-Adresse haben Sie?

    Nachdem Sie nun die Unterschiede zwischen statischer und dynamischer IP kennen, werden Sie möglicherweise zu der Erkenntnis gelangen, dass es bislang nie eine Rolle spielte, welchen der beiden Typen Sie verwenden. Der einfachste Weg, Ihre IP-Adresse und dessen Typ herauszufinden, besteht in der Verwendung eines kostenlosen Online-Tools wie HMA IP Checker.

    Ist es schwierig, die eigene IP-Adresse zu ändern?

    Wenn Sie Ihren Internetzugang über einen ISP oder ein Kabelunternehmen beziehen, wird Ihnen in den meisten Fällen eine dynamische IP-Adresse zugewiesen.

    Innerhalb Ihres Netzwerks werden den Geräten standardmäßig dynamische IP-Adressen zugewiesen. Es ist normalerweise kein großes Problem, zu einer statischen IP-Adresse zu wechseln. Öffnen Sie dafür die Benutzeroberfläche Ihres Routers, suchen Sie das Gerät, dem Sie eine statische IP-Adresse zuweisen wollen und weisen Sie ihm dann eine zu (üblicherweise durch manuelle Eingabe einer Nummer). Die genauen Schritte unterscheiden sich von Router zu Router. In einem Netzwerk mit einem Administrator muss dieser das für Sie übernehmen.

    So schützen Sie Ihre IP-Adresse – statisch oder dynamisch

    Unabhängig davon, ob Ihre Internet-IP-Adresse statisch oder dynamisch ist, können Ihr Internetdienstanbieter – und technisch versierte Kriminelle – ungefähr ermitteln, wo Sie sich befinden und welchen Aktivitäten Sie im Internet nachgehen. Möglicherweise wollen Sie Ihre IP-Adresse – egal welchen Typs – vor Schnüfflern verbergen. Ein VPN, etwa Avast SecureLine VPN kann zum Schutz Ihrer Sicherheit und Privatsphäre beitragen.

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