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Öffentliche vs. private IP-Adressen: Worin besteht der Unterschied?

Öffentliche und private IP-Adressen sind zwei wesentliche Bestandteile der Identität eines Geräts, über die sich die meisten Menschen wenig Gedanken machen. Aber weil immer mehr Mitarbeiter im Homeoffice sitzen und die Cyberkriminalität steigt, sollten Sie unbedingt wissen, wie die IP-Adresse Ihres Geräts im Internet Ihre Identität verraten kann.

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Verfasst von Ellie Farrier
Veröffentlicht am April 22, 2021

Bevor wir erläutern, was eine IP-Adresse öffentlich oder privat macht, geht es um die Frage: Was ist eine IP-Adresse im Allgemeinen? Jedem mit dem Internet verbundenen Gerät wird eine eindeutige nummerische Kennung zugewiesen – eine IP-Adresse. IP-Adressen dienen zur Kommunikation zwischen Geräten und Webseiten, damit die von Ihnen gesuchten Informationen auch bei Ihnen ankommen. 

In diesem Artikel werden die speziellen Merkmale öffentlicher und privater IP-Adressen detailliert besprochen. Sie erfahren, wie die Zuweisung funktioniert, was die Bereiche bedeuten, welche wesentlichen Unterschiede bestehen und wie Sie ein VPN einrichten, um Ihre IP-Adresse und damit Ihre Identität zu schützen.

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Dieser Artikel enthält :

    Was ist eine öffentliche IP-Adresse?

    Auf eine öffentliche IP-Adresse kann direkt über das Internet zugegriffen werden, und sie wird Ihrem Netzwerkrouter von Ihrem Internetdienstanbieter zugewiesen. Daneben weist Ihr persönliches Gerät eine private IP-Adresse auf, die verborgen bleibt, wenn Sie über die öffentliche IP-Adresse Ihres Routers eine Internetverbindung herstellen.

    Die Internetverbindung über eine öffentliche IP-Adresse lässt sich mit einem Postfach vergleichen, das Sie für herkömmliche Post nutzen, anstatt Ihre private Adresse anzugeben. Das bringt etwas mehr Sicherheit, ist aber deutlich sichtbarer.

    Wie unterscheidet sich eine öffentliche IP-Adresse von einer externen IP-Adresse?

    Die Begriffe öffentliche IP-Adresse und externe IP-Adresse sind grundsätzlich synonym. Ganz gleich, welchen Ausdruck Sie bevorzugen, bleibt das Ergebnis dasselbe: eine öffentliche (oder externe) IP-Adresse hilft Ihnen, von innerhalb Ihres Netzwerks eine Verbindung zum Internet außerhalb Ihres Netzwerks herzustellen.

    Lassen sich öffentliche IP-Adressen zurückverfolgen?

    Ja. Öffentliche IP-Adressen können zu Ihrem Internetdienstanbieter zurückverfolgt werden, was Ihren ungefähren geografischen Standort verraten kann. Wenn Werbetreibende, Behörden oder Hacker wissen, von wo aus Sie eine Verbindung herstellen, können sie Ihre Online-Aktivitäten leichter verfolgen. 

    Webseiten nutzen außerdem IP-Tracking zur Analyse von Online-Verhaltensmustern, um leichter zu bestimmen, ob dieselbe Person eine Webseite wiederholt besucht. Anhand dieser Muster können Webseiten anschließend Ihre Vorlieben vorhersagen.

    Für anonymeres Surfen im Internet können Sie Ihre IP-Adresse verbergen, indem Sie sich über ein sicheres Protokoll verbinden: mit einem Proxy-Server, einem VPN oder dem Tor-Browser. Sie können Ihr Glück auch mit privaten Browsern versuchen, aber die meisten davon sind nicht in der Lage, Ihre IP-Adresse hinreichend zu verbergen.

    Heutzutage ist die Verbindung über ein VPN die schnellste Möglichkeit, um zu gewährleisten, dass Ihre IP-Adresse online sicher verborgen bleibt. Das Avast SecureLine VPN verschlüsselt Ihre Verbindung automatisch – für privates Surfen im Internet, sicheres Online-Banking und kein Ausspionieren Ihrer Vorlieben.

    Was ist eine private IP-Adresse?

    Eine private IP-Adresse wird von Ihrem Netzwerkrouter an ein Gerät zugewiesen. Jedes Gerät in einem Netzwerk erhält eine eindeutige private IP-Adresse (die auch als private Netzwerkadresse bezeichnet wird). Auf diese Weise können Geräte im selben internen Netzwerk miteinander kommunizieren.

    Mithilfe privater IP-Adressen können Geräte, die mit demselben Netzwerk verbunden sind, untereinander kommunizieren, ohne dass sie dafür gleich eine Internetverbindung benötigen. Weil es für einen externen Host oder Benutzer schwieriger wird, eine Verbindung herzustellen, fördern private IP-Adressen die Sicherheit in einem bestimmten Netzwerk, z. B. zu Hause oder im Büro. Deshalb können Sie Dokumente zu Hause über Ihren drahtlosen Drucker ausgeben, während Ihr Nachbar keine Dateien versehentlich an Ihren Drucker senden kann.

    Mithilfe lokaler IP-Adressen leitet Ihr Router außerdem den Internetverkehr intern weiter. So sendet der Router die Suchergebnisse gezielt an Ihren Computer und nicht an ein anderes Gerät, das mit Ihrem Netzwerk verbunden ist (z. B. Ihr Smartphone oder das Ihrer Partnerin).

    Private vs. lokale vs. interne IP-Adressen

    Genau wie öffentliche IP-Adresse und externe IP-Adresse synonym verwendet werden, sind auch private IP-Adresse und interne IP-Adresse austauschbare Begriffe. Eine private IP-Adresse wird oft auch lokale IP-Adresse genannt – Sie können sich aussuchen, welche Bezeichnung Sie verwenden möchten.

    Lassen sich private IP-Adressen zurückverfolgen?

    Ja, private IP-Adressen können zurückverfolgt werden, aber nur durch andere Geräte in Ihrem lokalen Netzwerk. Jedes mit dem lokalen Netzwerk verbundene Gerät hat eine private IP-Adresse, die nur auf anderen Geräten in diesem Netzwerk angezeigt werden kann. Aber im Gegensatz zur öffentlichen IP-Adresse, über die Ihr Router das Gerät mit dem Internet verbindet, ist Ihre private IP-Adresse online nicht sichtbar.

    Wesentliche Unterschiede zwischen öffentlichen und privaten IP-Adressen

    Der Hauptunterschied zwischen öffentlichen und privaten IP-Adressen besteht in ihrer Reichweite und darin, womit sie verbunden sind. Anhand einer öffentlichen IP-Adresse werden Sie im weiten Internet identifiziert, damit die von Ihnen gesuchten Informationen an Sie geleitet werden können. Eine private IP-Adresse wird innerhalb eines privaten Netzwerks für eine sichere Verbindung mit anderen Geräten in demselben Netzwerk verwendet.

    Ein Schaubild, das die Unterschiede zwischen öffentlichen und privaten IP-Adressen verdeutlicht und zeigt, wie Sie Ihre lokale oder externe IP-Adresse finden.

    Die Bereiche öffentlicher und privater IP-Adressen

    Ihre private IP-Adresse liegt innerhalb bestimmter Bereiche, die von der Internet Assigned Numbers Authority (IANA) für private IP-Adressen reserviert wurden, und sie darf nicht im Internet erscheinen. Rund um den Globus gibt es Millionen privater Netzwerke mit Geräten, denen private IP-Adressen innerhalb der folgenden Bereiche zugewiesen wurden:

    • Klasse A: 10.0.0.0 – 10.255.255.255

    • Klasse B: 172.16.0.0 – 172.31.255.255 

    • Klasse C: 192.168.0.0 – 192.168.255.255 

    Diese Bereiche scheinen nicht sehr umfangreich, aber das müssen sie auch nicht sein. Weil diese IP-Adressen der privaten Nutzung vorbehalten sind, können sie in verschiedenen privaten Netzwerken weltweit wiederverwendet werden – ohne Konsequenzen oder Verwechslungsgefahr. 

    Seien Sie nicht erstaunt, wenn ein oder zwei Ihrer Geräte eine sogenannte „IP-Adresse 192“ aufweisen oder eine private IP-Adresse mit 192.168 beginnt. Dies ist die häufigste private Standard-IP-Adresse, die Netzwerkroutern in aller Welt zugewiesen wird.

    Wenig überraschend umfasst der Bereich der öffentlichen IP-Adressen sämtliche Zahlenfolgen, die nicht für den privaten IP-Bereich reserviert sind. Weil eine öffentliche IP-Adresse als eindeutige Kennung für jedes mit dem Internet verbundene Gerät dient, muss sie natürlich einzigartig sein.

    Übersicht über die Unterschiede zwischen privaten und öffentlichen IP-Adressen



    Öffentliche IP-Adresse

    Private IP-Adresse

    Externe (globale) Reichweite

    Interne (lokale) Reichweite

    Dient zur Kommunikation außerhalb des privaten Netzwerks, über das Internet

    Dient zur Kommunikation innerhalb des privaten Netzwerks, mit anderen Geräten in Ihrem Zuhause oder Büro

    Ein einzigartiger nummerischer Code, der nie von anderen Geräten wiederverwendet wird

    Ein nicht einzigartiger nummerischer Code, der von anderen Geräten in anderen privaten Netzwerken wiederverwendet werden kann

    Wird von Google gefunden: „Wie lautet meine IP-Adresse?“

    Wird über die internen Einstellungen Ihres Geräts gefunden

    Wird von Ihrem Internetdienstanbieter zugewiesen und gesteuert

    Wird innerhalb eines privaten Netzwerks einem bestimmten Gerät zugewiesen

    Nicht kostenlos

    Kostenlos

    Jede Zahlenfolge, die nicht im reservierten Bereich für private IP-Adressen liegt

    Beispiel: 8.8.8.8.

    10.0.0.0 – 10.255.255.255,
    172.16.0.0 – 172.31.255.255, 
    192.168.0.0 – 192.168.255.255

    Beispiel: 10.11.12.13

    Woran sehe ich, welche Art von IP-Adresse ich verwende?

    Wenn Sie eine Verbindung zum Internet herstellen, wird Ihre private IP-Adresse durch die vom Internetdienstanbieter zugewiesene öffentliche IP-Adresse ersetzt. Dies schützt Ihre private IP-Adresse und andere Geräte in Ihrem Netzwerk, ermöglicht aber auch die Online-Verbindung. Beide Arten von IP-Adressen spielen für die Verbindung eines Geräts mit der Außenwelt eine wichtige Rolle – aber wo finden Sie sie?

    Am einfachsten finden Sie Ihre öffentliche IP-Adresse über Google: „Wie lautet meine IP-Adresse?“ Je nach Internetdienstanbieter werden möglicherweise eine IPv4- und eine IPv6-Adresse aufgeführt, weil statt IPv4- immer mehr IPv6-Adressen verwendet werden. Ihre private IP-Adresse finden Sie unter Windows oder macOS mit wenigen Mausklicks.

    Im Zusammenhang mit privaten und öffentlichen IP-Adressen müssen Sie auch beachten, dass sich diese ändern können. Wenn Ihr Internetdienstanbieter Ihnen beispielsweise eine dynamische IP-Adresse statt einer statischen IP-Adresse zuweist, können langfristig gesehen mehr Netzwerkausfälle oder Verbindungsprobleme auftreten.

    Und wenn Sie für die Internetverbindung ein VPN nutzen müssen, ändert sich Ihre öffentliche IP-Adresse bei jeder Verbindung – denn jede neue Verbindung wird verschlüsselt, um Ihre IP-Adresse zu verbergen und neugierige Blicke abzuhalten.

    So verbergen VPNs Ihre IP-Adresse, indem sie den gesamten Internetverkehr verschlüsseln und die Daten durch einen sicheren Tunnel leiten.

    Mit dem Avast SecureLine VPN bleibt Ihre IP-Adresse sicher unter Verschluss

    Der Grund, aus dem Ihre öffentliche IP-Adresse Ihnen gute Dienste leistet, ist derselbe Grund, aus dem sie Ihnen einen Bärendienst erweisen kann: Sie ist im Internet komplett sichtbar. Am besten schützen Sie Ihre tatsächliche IP-Adresse mit einem VPN, das Ihren gesamten Online-Datenverkehr über einen separaten Server leitet, der sich fernab Ihres eigentlichen Standorts befindet.

    Verbinden Sie sich über ein VPN auf einem PC oder ein VPN auf einem Mac, um Ihre IP-Adresse zu verbergen, Ihre Verbindung zu verschlüsseln oder sogar geografische Beschränkungen zu umgehen, um auf Ihre Lieblingsinhalte online zuzugreifen. Ganz gleich, wofür Sie das Avast SecureLine VPN verwenden – Ihre echte IP-Adresse bleibt immer im Dunkeln. Gleichzeitig profitieren Sie von einer rundum sicheren und ultraschnellen Verbindung.

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    Ellie Farrier
    22-04-2021