Laut Umfragen zu Residential Proxys geben 29% der Privatanwender in den USA an, dass sie irgendwann einmal eine App installiert haben, die Prämien, Geld oder kostenlose Funktionen als Gegenleistung für die Freigabe ungenutzter Bandbreite anbot. Aber nur 33% aller Befragten glauben, dass eine App, die "Ihre ungenutzte Bandbreite teilt", Datenschutz- oder Sicherheitsrisiken mit sich bringen könnte.
Bedrohungsforscher von Gen, dem Unternehmen hinter Avast, haben von Gen-Produkten zwischen Januar und Mitte September 2026 auf Windows-Computern blockierte Angriffe analysiert. Ihre Systeme zählten 20,8 Millionen verschiedene blockierte Angriffe in Verbindung mit Datenverkehr, der mit Residential Proxys verknüpft war. Ihre technische Analyse stellt dabei lediglich einen Zusammenhang mit einer Residential-Proxy-Infrastruktur fest; sie belegt jedoch nicht für sich genommen, dass ein Proxy-Anbieter von der zugrunde liegenden Aktivität wusste, sie autorisierte oder daran beteiligt war.
Residential-Proxy-Dienste haben legitime kommerzielle Verwendungszwecke. Falls schädlicher Datenverkehr über eines dieser Netzwerke geleitet wird, bedeutet dies nicht, dass der Anbieter ihn autorisiert hat oder davon wusste. Wie andere große Online-Plattformen und -Dienste können auch Residential-Proxy-Netzwerke von Dritten missbraucht werden, die versuchen, Schutzmaßnahmen zu umgehen.
Dennoch installieren sehr viele Privatanwender Software, die möglicherweise riskanter ist, als ihnen bewusst ist.
Wie die Bandbreitenfreigabe wirklich funktioniert
Wenn Sie zustimmen, "Ihre Bandbreite zu teilen", registrieren Sie Ihr Gerät wahrscheinlich in einem Residential-Proxy-Netzwerk. Dabei handelt es sich um Dienste, die Zugriff auf Heim-Internetverbindungen wie Ihre kaufen und diese an Dritte weitervermieten.
Wenn Sie sich anmelden, können Kunden eines Residential-Proxy-Netzwerks Webdatenverkehr über Ihre Heimverbindung leiten. Die von diese Kunden besuchten Websites sehen Ihre private IP-Adresse anstelle der ursprünglichen Adresse des Kunden. Dies kann diesen Kunden dabei helfen, auf standortspezifische Inhalte zuzugreifen oder öffentliche Webdaten zu erfassen. Es kann es den Websites auch erschweren, automatisierten Datenverkehr von gewöhnlichem Verbraucherdatenverkehr zu unterscheiden.
Residential-Proxy-Netzwerke fungieren als Vermittler. Sie erhalten Zugriff auf die Internetverbindungen teilnehmender Benutzer, manchmal über klar offengelegte Opt-in-Programme und manchmal über Software, bei der die Offenlegung weniger deutlich sein kann, und stellen diesen Zugriff anschließend Kunden zur Verfügung. So funktioniert das Modell bei seriösen Anbietern im Einzelnen:
1. Sie willigen ein
Sie installieren eine App, die Geld, Prämien oder kostenlose Funktionen als Gegenleistung für Ihre "ungenutzte Bandbreite” anbietet. Manchmal ist die App transparent. Manchmal sind Details in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen versteckt.
2. Ihre IP-Adresse wird vermietet
Das Residential-Proxy-Netzwerk fügt Ihre Verbindung einem Pool mit Millionen privater IP-Adressen hinzu und verkauft den Zugriff an zahlende Kunden. Sie erfahren nicht, wer diese Kunden sind.
3. Fremde surfen mit Ihrer Identität im Internet
Ihr Datenverkehr verlässt das Netzwerk über Ihre Verbindung. Jede Website, die die Kunden besuchen, sieht Ihre öffentliche IP-Adresse und ordnet den Datenverkehr möglicherweise Ihrem Internetanbieter und Ihrem ungefähren Standort zu.
Wie Sie möglicherweise einem privaten Proxy-Netzwerk beigetreten sind
Offen als solche gekennzeichnete Bandbreiten-Sharing-Apps – wie Honeygain – sind eine Möglichkeit, wie Ihre Internetverbindung in ein Residential-Proxy-Netzwerk eingebunden werden könnte. Apps schlagen Ihnen möglicherweise vor, "Internet-Bandbreite zu verkaufen", "Internet gegen Geld zu teilen" oder einfach "Ihren Datenverkehr zu teilen", und bewerben dies als Modell für passives Einkommen.
Bright Data, das sich selbst als den weltweit größten Anbieter von Residential-Proxys bezeichnet, verfolgt einen partnerbasierten Ansatz. App-Entwickler von Drittanbietern können das Software Development Kit (SDK) von Bright Data integrieren und Benutzern die Wahl bieten, entweder Werbung anzusehen oder ihre Internetverbindung zu teilen, um im Gegenzug ein werbefreies Erlebnis zu erhalten. Laut Bright Data zahlt das Unternehmen Entwicklern eine monatliche Gebühr für jeden Benutzer, der sich für die Teilnahme entscheidet, und teilnehmende Geräte werden nur genutzt, wenn sie inaktiv, online und aufgeladen sind.
Eine weitere Möglichkeit sind kostenlose VPNs wie Hola; manche davon verkaufen Ihre Verbindung an "Peers” weiter, anstatt Ihnen ein Abonnement für die Nutzung eines virtuellen privaten Netzwerks in Rechnung zu stellen. Laut einer FBI-Warnung kann Residential-Proxy-Software auch als Malware auf Ihr Gerät gelangen, wenn Sie raubkopierte oder nicht verifizierte Spiele, Filme oder Apps herunterladen.
Leider gaben in unserer Umfrage zu Residential-Proxys 32% der Privatanwender in den USA an, dass sie nicht wüssten, was es bedeutet, wenn eine App anbietet, "Ihre ungenutzte Bandbreite zu teilen”.
Warum Unternehmen Ihre private IP-Adresse ausleihen möchten
Unternehmen– und zwielichtigere Akteure– wollen das Internet über Ihre private IP-Adresse durchsuchen, weil ihr Datenverkehr dadurch weniger verdächtig aussieht. Websites blockieren häufig den Datenverkehr aus Rechenzentren, Bots, von bekannten VPN-Anbietern oder aus Quellen verdächtiger Aktivitäten, gehen aber bei der Sperrung privater Verbindungen deutlich vorsichtiger vor, da dies das Risiko birgt, einen echten Kunden auszuschließen.
Viele Unternehmen, die Ihre Bandbreite über Residential-Proxy-Netzwerke mieten, haben dafür absolut legitime Gründe. Dazu kann beispielsweise ein Unternehmen gehören, das überprüft, ob die Anzeigen eines Kunden tatsächlich in den Ländern erscheinen, für die dieser bezahlt hat, oder das Preisvergleiche durchführt, indem es öffentlich aufgelistete Preise online erfasst.
Zu einer wesentlichen treibenden Kraft des Marktes für Residential-Proxys haben sich inzwischen KI-Unternehmen entwickelt, wie aus einem Gen-Artikel über den KI-Datenwettlauf und private WLAN-Verbindungen hervorgeht. KI-Bots durchsuchen ständig das Web: Shopping-Assistenten benötigen aktuelle Preise, Recherche-Agenten müssen bei ihrer Arbeit Seiten öffnen, und KI-Modelle benötigen aktuelle Daten, um nützlich zu bleiben. All dies bedeutet ständige Besuche auf Websites, die lieber nicht von Maschinen besucht werden möchten. Mehrere große Anbieter von Residential-Proxys bewerben sogar Produkte, die speziell für das KI-Training und KI-Agenten entwickelt wurden.
Wenn Sie sich bei einer App zur Bandbreitenfreigabe angemeldet haben, könnte Ihr Heim-Internet an diesem KI-Datenwettlauf teilnehmen, ohne dass Sie es überhaupt bemerken.
Wie Residential-Proxy-Netzwerke missbraucht werden können
Nicht jeder, der ein Residential-Proxy-Netzwerk nutzt, verfolgt damit einen legitimen Zweck. Eine PSA des FBI aus dem Jahr 2026 besagt, dass Residential-Proxy-Netzwerke Standardwerkzeug für Kriminelle darstellen, um die Quelle schädlicher Aktivitäten zu verschleiern. Diese Beobachtung betrifft den kriminellen Missbrauch der Technologie und bedeutet nicht, dass jedes Netzwerk, jeder Anbieter oder jeder Kunde sich eines Fehlverhaltens schuldig macht.
Residential-Proxy-Dienste können von Kunden missbraucht werden, deren Aktivitäten beim Onboarding oder bei der laufenden Überwachung möglicherweise nicht erkennbar sind. Anbieter können Maßnahmen zur Kundenprüfung und Missbrauchsprävention einsetzen, doch böswillige Akteure können versuchen, diese Kontrollen zu umgehen und Residential-Proxy-Netzwerke für schädliche Aktivitäten zu nutzen:
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Credential Stuffing: Testen gestohlener Passwörter bei Tausenden von Konten, dabei wechseln sie zwischen privaten IP-Adressen, um nicht gesperrt zu werden.
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Mengenkauf: Aufkaufen von Konzerttickets oder limitierter Waren, bevor echte Kunden eine Chance haben, die unter Umgehung von Anti-Bot-Schutzmaßnahmen, die automatisierte Käufe blockieren sollen.
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Erstellen gefälschter Konten: Registrierung für eine große Anzahl von Konten, indem jede Registrierung so erscheint, als stamme sie von einer anderen privaten Internetverbindung, was dazu beitragen kann, die Anmeldebeschränkungen einer Plattform zu umgehen.
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Werbebetrug: Generierung von Klicks und Aufrufen, die scheinbar von echten Nutzern stammen, dadurch Täuschung von Organisationen, die für die Werbeleistung bezahlen.
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Betrug, Malware und andere Formen der Cyberkriminalität: Personen auf Phishing-Seiten leiten, schädliche Werbung ausliefern, Trojaner verbreiten und gefälschte Online-Shops betreiben– und das alles von einer IP-Adresse aus, die zunächst keinen Verdacht erregt.
Was unsere Bedrohungsforscher herausgefunden haben
Unsere Bedrohungsforscher wollten das Ausmaß des Missbrauchs von Residential-Proxy-Netzwerken besser verstehen. Dazu analysierten sie Daten zu Cyberbedrohungen, die Avast und andere Gen-Produkte auf Windows-Computern blockiert hatten, und ermittelten, welche Angriffe über die in unserer Studie untersuchten Residential-Proxy-Netzwerke erfolgt waren.
Zwischen Januar und Mitte September 2026 verzeichneten die Systeme unserer Bedrohungsforscher 20,8 Millionen unterschiedliche blockierte Angriffe auf Windows-Computer unter Beteiligung von Residential-Proxys.
Dieses Volumen zeigt, dass schädliche Aktivitäten unter Beteiligung mit Residential-Proxy-Netzwerken nicht nur gelegentlich auftreten. Es zeigt jedoch nicht, dass Anbieter von Residential Proxys die Angriffe initiiert oder genehmigt haben oder davon wussten.
Was böswillige Akteure über Ihre "geteilte Bandbreite" anrichten könnten
Bei den von unseren Produkten blockierten Angriffen unter Beteiligung von Residential-Proxy-Datenverkehr handelte es sich häufig um Phishing, wobei schädliche Werbung und Trojaner einen Großteil des Rests ausmachten.
Um Phishing, das in Form von betrügerischen Nachrichten auftreten kann, die auf gefälschte Anmeldeseiten oder Zahlungsportale verweisen, mit deren Hilfe möglicherweise jemand vertrauliche Informationen abzugreifen versucht, handelte es sich bei 5,15 Millionen blockierten Angriffen. Schädliche Werbung (Malvertising), bei der eine Anzeige entweder Malware enthält oder Sie auf eine Betrugsseite weiterleitet, folgte mit 1,26 Millionen.
Als Nächstes folgten Trojaner mit 667,000 blockierten Angriffen; dies sind Programme, die nützlich aussehen, aber einem Cyberkriminellen unbemerkt eine Tür zum Gerät des Opfers öffnen. Nach den sonstigen Bedrohungen (mit 408,000 blockierten Angriffen) war die nächstgrößte Bedrohungskategorie Betrug in Online-Shops; hierbei handelte es sich um gefälschte Websites, die als seriöse Online-Shops getarnt sind. Produkte von Gen blockierten zwischen Januar und Mitte September 2026 388,000 solcher Angriffe. Dateiinfektoren, Dropper und allgemeine Betrugsmaschen machten den Rest aus.
Der Großteil des mit Residential-Proxys verbundenen Datenverkehrs in diesem Datensatz war mit einer kleinen Anzahl von Netzwerken verknüpft. Auf Bright Data entfielen etwa 83%, gefolgt von Honeygain, NetNut, Tuxler und Hola. Diese Zahlen stellen weder eine Rangfolge des mit den einzelnen Anbietern verbundenen Risikos dar noch belegen sie, dass ein Anbieter die zugrunde liegende Aktivität autorisiert hat, davon wusste oder davon profitiert hat. Größere Netzwerke können in den Daten häufiger vertreten sein, einfach weil sie mehr Datenverkehr übertragen. Die Ergebnisse zeigen, dass böswillige Akteure Datenverkehr über etablierte Residential-Proxy-Netzwerke leiten können, obwohl die Anbieter versuchen, Missbrauch zu verhindern.
Wo wir die meisten Angriffe blockiert haben
Die meisten Geräte, auf denen Proxy-Software läuft, befinden sich außerhalb der westlichen Welt: Indien, Vietnam, die Ukraine und Brasilien führen die Liste an, während die USA nur auf Platz 10 liegen. Aber die USA belegten bei den blockierten Angriffen den vierten Platz und Frankreich den fünften. Ein wahrscheinlicher Grund dafür ist, dass automatisierter Datenverkehr, der auf US-Dienste abzielt, weitaus weniger verdächtig wirkt, wenn er von einer privaten IP-Adresse in den USA stammt als von einem Server im Ausland.
Die Länder, in denen Produkte von Gen die meisten Angriffe unter Beteiligung von schädlichem Residential-Proxy-Traffic blockiert haben, waren Indien (1,76 Millionen blockierte Angriffe), Brasilien (1,50 Millionen) und Vietnam (1,32 Millionen).
Warum die Freigabe Ihrer Bandbreite ein Risiko für Sie darstellt
Wenn Sie eine Bandbreitenfreigabe-App verwenden, verlässt dieser Datenverkehr Ihr Netzwerk über Ihre private IP-Adresse und scheint daher für den Rest des Internets von Ihrer Internetverbindung zu kommen. Sollte sich dieser Datenverkehr als zwielichtig erweisen, ist Ihre Adresse diejenige, die aktenkundig ist. Das birgt Risiken für Benutzer:
Ihre IP-Adresse könnte für Missbrauch verantwortlich gemacht werden: Missbrauchsmeldungen gehen an Ihren Internetanbieter, und Plattformen können Ihre Adresse komplett sperren. Die eigentliche Person hinter dem Missbrauch ist nirgends zu sehen.
Ihr Datenverkehr sieht verdächtig aus: Banken, Einzelhändler und Streaming-Dienste gleichen IP-Adressen mit Sperrlisten ab. Wenn Ihre IP-Adresse markiert wird, können zusätzliche Verifizierungscodes auftauchen, und Anmeldungen können ohne erkennbaren Grund fehlschlagen. Möglicherweise werden Ihnen ständig CAPTCHAs oder Hinweise wie "Sie verwenden ein VPN" angezeigt, wenn Sie im Internet unterwegs sind– selbst wenn Sie gar keines nutzen.
Ihre Internetverbindung wird belastet: Andere Benutzer surfen über Ihre Leitung. Dies verbraucht Bandbreite und, bei einem Tarif mit Volumenbegrenzung, Ihr Datenvolumen. Sofern die Bandbreitenfreigabe-App nicht nur dann aktiv wird, wenn Ihr Computer im Leerlauf ist, kann dies Ihre Internetgeschwindigkeit verlangsamen.
Ihr eigener Dienst könnte gefährdet sein: Einige Internet Service Provider verbieten die Bandbreitenfreigabe. In den Fios-Bedingungen von Verizon heißt es beispielsweise, dass Kunden ihren Dienst weder weiterverkaufen oder vermieten noch Dritten die Nutzung gestatten dürfen.
Der Missbrauch von Residential-Proxys gibt sich normalerweise nicht offen zu erkennen, da die Software so konzipiert ist, dass sie unauffällig im Hintergrund läuft. Wenn Sie also unerklärliche Missbrauchsmeldungen oder ständige CAPTCHAs sehen und Ihre Verbindung langsamer als erwartet läuft, lohnt es sich möglicherweise, zu überprüfen, ob Sie Ihre Bandbreite teilen. Jedes dieser Anzeichen für sich allein kann andere Ursachen haben, aber mehrere gleichzeitig sollten genauer untersucht werden.
So schützen Sie Ihre Internetverbindung zu Hause
Der Schutz Ihrer Heimverbindung beginnt damit, darauf zu achten, welche Apps Sie installieren und welchen Bedingungen Sie bei der Installation zustimmen.
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Denken Sie daran, dass im Leben nichts umsonst ist: Wenn eine App nichts kostet und keine Werbung anzeigt, könnte sie über Ihre Verbindung finanziert werden.
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Überdenken Sie die Bandbreitenfreigabe gegen Bezahlung: Ein paar Euro im Monat sind es möglicherweise nicht wert, dass Ihre Adresse mit dem Datenverkehr einer anderen Person in Verbindung gebracht wird.
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Vermeiden Sie Raubkopien: Gecrackte Apps und nicht autorisierte Downloads können Malware oder unerwünschte Software enthalten, die Ihr Gerät ohne Ihr Wissen in einem Proxy-Netzwerk registriert.
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Lesen Sie die rechtlichen Hinweise: Bandbreitenfreigabe, Peer-to-Peer-Netzwerke, Traffic-Routing und Netzwerkbeteiligung sind Begriffe, die von Bedeutung sind. Bitten Sie ein LLM wie ChatGPT oder Claude, Ihnen beim Entschlüsseln verworrener AGB zu helfen. Denken Sie allerdings daran, das Resultat noch einmal mit den tatsächlichen Allgemeinen Geschäftsbedingungen abzugleichen.
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Überprüfen Sie, was sich bereits auf Ihren Geräten befindet: Überprüfen Sie unbekannte Apps und Hintergrunddienste, insbesondere Dienstprogramme, die Sie nicht verwenden. Prüfen Sie deren Beschreibungen auf "passives Einkommen", "Traffic-Monetarisierung", "Bandbreitenfreigabe" oder "Netzwerkfreigabe", die in nicht damit zusammenhängende Software gebündelt sein können. Deinstallieren Sie diejenigen, die Sie nicht kennen oder nicht mehr benötigen.
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Vergessen Sie Ihren Smart-TV nicht: Auch Smart-TVs, Streaming-Boxen und andere mit dem Internet verbundene Geräte können Proxy-Software ausführen. Halten Sie sich an offizielle App-Stores und vermeiden Sie das Sideloading von Apps. Das FBI weist insbesondere auf Side-Loaded Apps auf Android-TV-Boxen hin, da diese für die Bandbreitenfreigabe verwendet werden können.
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Sprechen Sie mit den anderen Mitgliedern Ihres Haushalts: Jeder, der eine App auf dem Familiencomputer installieren kann, könnte Ihre Verbindung versehentlich in einem privaten Proxy-Netzwerk registriert haben.
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Halten Sie Ihre Sicherheitssoftware aktiv: Cybersicherheits-Software wie Avast One hilft dabei, Malware, Betrug und andere Cyberbedrohungen zu blockieren, unabhängig davon, ob Ihr Gerät selbst Teil eines Residential-Proxy-Netzwerks ist oder ob es von bösartigem Datenverkehr angegriffen wird, der über ein solches Netzwerk geleitet wird.
Wir bei Avast sind davon überzeugt, dass Menschen alles, was die digitale Welt zu bieten hat, furchtlos erkunden können sollten. Dazu müssen wir alle als Erstes verstehen, was in der Technologie, die wir täglich nutzen, hinter den Kulissen vor sich geht– und wir brauchen die Tools, um uns zu schützen, wenn etwas nicht das ist, was es zu sein scheint. Ein wenig Aufmerksamkeit dafür, wozu Sie Ihre Zustimmung geben, kann viel dazu beitragen, Ihnen die Kontrolle über Ihre Verbindung, Ihre Geräte und Ihr digitales Leben weiterhin zu sichern.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Was ist Bandbreitenfreigabe?
Bandbreitenfreigabe bedeutet, dass andere Personen oder Unternehmen Datenverkehr über Ihre Verbindung leiten können; er scheint also von Ihrer IP-Adresse auszugehen, in der Regel als Teil eines Residential-Proxy-Netzwerks. Die häufigste Form sind Apps, die Geld, Prämien oder kostenlose Funktionen als Gegenleistung für Ihre "ungenutzte Bandbreite" anbieten.
Sind Bright Data, Hola und Honeygain sicher?
Bright Data, Hola und Honeygain sind etablierte Unternehmen, deren Produkte und verbraucherorientierte Modelle sich voneinander unterscheiden. Bright Data kann Verbraucher über Software Development Kits erreichen, die in Apps von Drittanbietern integriert sind, Hola und Honeygain bieten hingegen direkte Möglichkeiten zur Freigabe einer Verbindung.
Bei der Bandbreitenfreigabe wird in der Regel Datenverkehr Außenstehender über eine private IP-Adresse geleitet. Dies kann Daten und Bandbreite verbrauchen, die Reputation der IP-Adresse beeinträchtigen oder gegen die Bedingungen eines Internet Service Providers verstoßen. In unserer Studie haben wir Bedrohungen im Zusammenhang mit Residential-Proxy-Datenverkehr gemessen; wir haben weder die Sicherheit einzelner Apps bewertet noch festgestellt, ob ein Anbieter von bestimmten Aktivitäten wusste oder diese autorisiert hatte. Privatanwender sollten die Offenlegungen, Kontrollen und Bedingungen der einzelnen Dienste prüfen, bevor sie entscheiden, ob sie daran teilnehmen.
Ist die Bandbreitenfreigabe sicher?
Sie ist im Großen und Ganzen legal, und die beteiligten Unternehmen sind es häufig ebenfalls. Es gibt jedoch auch Risiken. Ihre IP-Adresse kann mit Aktivitäten in Verbindung gebracht werden, mit denen Sie nichts zu tun hatten, und die daraus entstehenden Missbrauchsmeldungen, Sperrlisten und Kontoprobleme führen alle zu Ihnen zurück. Internet Service Provider verbieten die Bandbreitenfreigaben häufig in ihren Nutzungsbedingungen.
Kann man mit Internet-Bandbreitenfreigabe tatsächlich Geld verdienen?
Ja, aber nicht viel. Laut Honeygain, einer App zur Freigabe von Bandbreite, können Geräte in Regionen mit höherer Nachfrage Benutzern 3 bis 10 US-Dollar pro Monat einbringen.
Methodik
Gen Threat Labs (Gen ist das Unternehmen hinter Avast) hat Telemetrie entwickelt, um Windows-Software zu identifizieren, die mit 18 kommerziellen Residential-Proxy-Anbietern verknüpft ist. Die Installationszahlen stammen von aktiven Windows-Computern, die zwischen dem 1. und 15. September 2026 beobachtet wurden; die Angriffszahlen decken den Zeitraum von Januar bis Mitte September 2026 ab und erfassen einzelne blockierte Angriffe, die dedupliziert wurden, damit dasselbe Ereignis nicht doppelt gezählt wird.
Diese Zahlen zeigen, was wir in unserer eigenen Windows-Benutzerbasis beobachten; sie stellen daher weder eine Zählung aller Residential-Proxy-Endgeräte weltweit noch einen Maßstab für den Marktanteil eines Anbieters dar. Die Telemetrie erkennt eigenständige Windows-Anwendungen und übersieht daher Proxy-Code, der in andere Apps und Geräte wie Smartphones, Smart-TVs und Router eingebettet ist. Ein einzelner blockierter Angriff kann mehr als eine Bedrohungsbezeichnung tragen, sodass sich die Kategorien überschneiden und nicht addiert werden können. Darüber hinaus sagt das Angriffsvolumen nichts darüber aus, wie gefährlich ein Anbieter ist, da ein Netzwerk mit mehr Geräten in unseren Daten einfach häufiger erscheint.
Offenlegung: Gen verwendet in einigen Datenschutz- und Bewertungsdiensten die Proxy- und Browser-Infrastruktur von Bright Data. Bright Data war an dieser Untersuchung in keiner Weise beteiligt, und die Ergebnisse basieren auf der Telemetrie und den Sicherheitserkennungen des Gen-Virenlabors.