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Was ist die Geschichte und Zukunft von Netzwerksicherheitslösungen?

Heutzutage hat die Verbesserung der Netzwerksicherheit für jedes Unternehmen und jede Organisation oberste Priorität. Die Netzwerksicherheit wurde um 1950 herum zu einem viel diskutierten Thema, als man erkannte, dass Daten einen immanenten Wert besitzen. Auslöser war eine Reihe von Ereignissen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als das Zeitalter von Informationstechnologien bzw. das digitale Zeitalter anbrach.

In den späten 1960ern und den frühen 1970ern wurden digitale Speicher Realität. Großrechner, die ein ganzes Zimmer ausfüllten, dienten als Speicher für die neuen digitalen Informationen, und der Zugriff auf diese Speicher erfolgte über eine direkte Kabelverbindung mit dem Großrechner selbst oder über eines der vielen Terminals innerhalb des Gebäudes. Die ersten Anwender der digitalen Speichertechnologie hatten noch keine Probleme mit dem Schutz vertraulicher Informationen, da man sich physisch im Gebäude befinden musste, um an sie zu gelangen.

Weniger als ein Jahrzehnt später kam es zu einem Umdenken, als die Menge der gespeicherten Daten immer mehr anwuchs: Daten waren wertvoll und enthielten eine Vielzahl von personenbezogenen Informationen wie Kreditkartendaten, Bankkontonummern, Gewinn- und Verlustrechnungen, persönliche Daten, demografische Informationen über große Bevölkerungsgruppen. Mit dieser Erkenntnis wurden Daten zur Ware.

Das war erst der Anfang der Netzwerksicherheit, denn die Datenrevolution schritt weiter voran und führte zu Veränderungen in den Sicherheitsstrategien. In fünf Jahren wird die weltweit generierte Datenmenge 175 Zettabytes erreichen — es ist schwer, sich vorzustellen, wie viel ein Zettabyte eigentlich ist, aber dabei handelt es sich um ein Vielfaches der Speicherkapazität Byte, das Sie sich als 175 mit 21 Nullen vorstellen können. In diesem enormen digitalen Datenvolumen sind Datenbanken, Videos, Fotos, alle Arten von Anwendungen und mehr enthalten.

Diese rasante Verbreitung von digitalen Daten brachte ein nie dagewesenes Risiko mit sich: die sensibelsten Informationen konnten in die falschen Hände geraten.

Mit der Einführung des Online-Zugangs und des Internets wurde dieses Risiko noch weiter erhöht. Unternehmen hatten nicht nur große Mengen von persönlichen Daten zu Mitarbeitern und Kunden, sie begannen auch, diese weiterzugeben, zu vermarkten, zu verkaufen und umzuformen, wodurch sich die Risiken und Sicherheitsproblematiken noch mehr vergrößerten.

Daten waren zu einer wertvollen Ware geworden, was die Entstehung der Cyberkriminalität und gleichzeitig den modernen Ansatz zum Schutz der Cybersicherheit zur Folge hatte. Alles, was von Wert ist, kann gekauft, verkauft und vor allem gestohlen werden. Unternehmen mussten sich dem Problem stellen, dass ihre vertraulichen Informationen Schutz vor Cyberkriminellen benötigten.

Aus aktuellen Studien geht hervor, dass bis zum Jahr 2023 über 33 Billionen Datensätze von Cyberkriminellen gestohlen werden — eine Zunahme von 175 % seit 2018.

Wie sieht die Zukunft der Netzwerksicherheit aus?

Der moderne Ansatz zur Abwehr von Cyberangriffen und Bedrohungen besteht darin, über möglichst viele Sicherheitsebenen zu verfügen, damit Hacker nicht an die wichtigsten und sensibelsten Informationen gelangen können. Das Konzept ähnelt der Bauweise von mittelalterlichen Festungen: Ganz außen befand sich das Ackerland und mehrere hintereinander liegende Mauern dienten der Abschreckung des Feindes, wobei die allerwichtigsten Besitztümer und der Adel gut geschützt hinter der innersten dieser Mauern waren.

Diese mehrschichtige Sicherheitsstrategie, auch als Defence in Depthbekannt, ist wesentlich für Unternehmen und Organisationen. Auch wenn kein IT-Netzwerk komplett vor Cyberattacken geschützt werden kann, können Sie es Cyberkriminellen schwerer machen, in Ihr Netzwerk einzudringen, indem Sie, anstatt sich nur auf eine Schutzschicht zu verlassen, gleich mehrere Sicherheitsebenen einbauen. Wichtig ist, alle möglichen Zugangswege für einen Angreifer zu identifizieren und zu schützen.

Zum Beispiel nutzen Großunternehmen oft eine umfassende Kombination aus Firewalls, Appliances zum Prüfen von Inhalten, Antivirenprogrammen auf Endgeräten, Proxy-Servern und weiteren Abwehrsystemen, um ihre Unternehmen- und Kundendaten zu schützen. Jedes Sicherheitsprodukt stellt eine Schutzschicht dar, die überwunden werden muss, woraufhin der Angreifer meist auf die nächste Schutzschicht trifft. Hat er es an der Firewall vorbei geschafft, erwartet ihn eventuell die nächste Schutzschicht, die die Ausführung von bösartigem Code verhindert. Daraufhin könnte ihn ein anderes Verfahren zum Prüfen von Inhalten erwarten.

Die IT-Spezialisten eines Unternehmens müssen nicht nur die Stärke der Abwehr der Festung gegenüber Cyberkriminalität bedenken, sondern auch die Bedrohungen des IT-Netzwerks aus dem Inneren.

Vor COVID-19 nahmen Mitarbeiter ihre Laptops oft mit nach Hause und arbeiteten aus dem Home Office — heute sagen Experten voraus, dass das Home Office auch in Zukunft normal sein wird. All das erhöht das Risiko von internen Bedrohungen.

Mitarbeiter verbinden sich mit mehreren Unternehmen und persönlichen Geräten von neuen Standorten, außerhalb des Unternehmensnetzwerks. Dies kann eine Malware-Infektion im Unternehmen nach sich ziehen. Daher ist eine Defense-in-Depth-Strategie, die einen Schutz auf DNS-Ebene enthält in Form einer Firewall oder eines sicheren Web-Gateways essentiell, um zu verhindern, dass an den dezentrierten Arbeitsplätzen von heute bösartiger Code heruntergeladen oder ausgeführt wird.

Was ist in einem modernen Technologiestapel enthalten?

In dem modernen Technologiestapel hat die Netzwerksicherheit die höchste Priorität. Unternehmen, die äußerst sensible Daten verarbeiten, müssen auch gewisse Compliance-Standards einhalten. Diese geben vor, dass ein Mindestmaß an Schutz erforderlich ist. Diese Standards sind zu fast 100% vom Technologiestapel abhängig, der konzipiert wurde, um Kriminelle am Durchbrechen der Netzwerksicherheit zu hindern.

Die Netzwerksicherheit lässt sich mithilfe einer Analyse der Angriffsfläche eines Unternehmens verbessern, also die Gesamtheit der Zugänge, über die ein Angreifer ins Netzwerk gelangen könnte, wobei die folgenschwersten Risiken priorisiert werden und entsprechende Lösungen unter Verwendung einer Kombination von Tools und Prozessen gesucht wird, um schließlich den richtigen Technologiestapel und Schutz vor Cyberkriminellen zu entwickeln.

Daher ist die Risikoanalyse ein wichtiger erster Schritt beim Definieren einer geeigneten Strategie. Nach der Analyse ist es wichtig, effektive sowie praktische Sicherheitslösungen auszuwählen. Best Practices geben hier vor, eine Mindestanzahl an Tools und Prozessen zu wählen, mit denen sämtliche Probleme mit hoher Priorität gelöst werden können. Ihr Netzwerksicherheit-Stapel sollte Tools zur Erkennung und Abwehr von Bedrohungen enthalten, die nicht nur für ausreichend Schutz sorgen, sondern mit denen der viel beschäftigte Administrator den Technologiestapel und andere Aktivitäten verwalten kann.

Zu diesen Tools zählen:

  • Intrusion Detection Systems (IDS), die Scans durchführen und eine Warnung ausgeben, wenn ein unberechtigter Zugriff oder Bedrohungen erkannt werden.
  • Intrusion Prevention Systems (IPS), die auf bösartigen Datenverkehr scannen, der es über die Firewall geschafft hat.
  • Produkte für den Endgeräteschutz wie Antivirenprogramme oder E-Mail-Schutz-Softwareprogramme , die Schutz an vorderster Front bieten für Geräte, die sich mit dem Netzwerk verbinden sowie für jegliche eingehende und ausgehende Kommunikation.
  • Security Information and Event Management-Tools (SIEM), mit denen IT-Administratoren spezielle, mit bestimmten Aktionen verknüpfte Warnungen konfigurieren können, wodurch die Transparenz des Technologiestapels erhöht wird.
  • Network Access Control-Tools, mit denen ein IT-Administrator Richtlinien, Benutzer und automatisierte Reaktionen auf häufige Eindringversuche besser überwachen und koordinieren kann.
  • Cloud-Sicherheit-Tools, mit denen Geräte, Daten und Netzwerke zentral und per Fernzugriff verwaltet werden können.
  • Tools für die Steuerung des physischen und digitalen Zugangs, die nur autorisierten Personen oder Geräten den Zugriff auf Firmeneigentum, Netzwerke oder Informationen ermöglichen.

Eine Defense-in-Depth-Strategie, die aus mehrschichtigen, effektiven und praktischen Sicherheitslösungen besteht, kann den Unterschied machen, wenn es um den Schutz Ihrer Netzwerke geht.

Sind Sie überzeugt, dass Ihr Unternehmen auf die Cyberbedrohungen und -angriffe von morgen vorbereitet ist?