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Avast Academy Sicherheit Andere Bedrohungen So vermeiden Sie Sugar-Daddy-Betrug

So vermeiden Sie Sugar-Daddy-Betrug

Sugar-Daddy-Betrüger ködern ihre Opfer über Apps wie Instagram, PayPal oder Cash App, indem sie ihnen scheinbar schnelles Geld für wenig Gegenleistung anbieten. In meiner persönlichen Geschichte erzähle ich Ihnen von meiner Begegnung mit einem falschen Sugar Daddy, der mich hereinlegen wollte. Installieren Sie dann ein umfassendes Tool für Sicherheit und Privatsphäre wie Avast One, um sich vor Online-Betrug zu schützen.

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Verfasst von Laura Josepha Zimmermann
Veröffentlicht am Januar 20, 2023

Was ist ein Sugar Daddy?

Als Sugar Daddy wird in der Regel ein älterer Mann bezeichnet, der einer jüngeren Person (seinem Sugar Baby) Geld, Geschenke oder andere finanzielle Zuwendungen anbietet. Dafür soll diese Person ihm Gesellschaft leisten oder eine bestimmte Art von Beziehung mit ihm führen. Diese Beziehung ist vollkommen freiwillig, und sowohl der Sugar Daddy als auch das Sugar Baby haben das Gefühl, dass sie davon profitieren.

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Dieser Artikel enthält:

    Was ist ein Sugar-Daddy-Betrug?

    Bei einem Sugar-Daddy-Betrug gibt sich ein Krimineller als reicher Wohltäter aus, der ein Sugar Baby zum Verwöhnen sucht. Damit der Betrug funktioniert, nimmt der Sugar Daddy ein Opfer ins Visier, das Geld braucht oder sich einen luxuriösen Lebensstil wünscht. Häufig beginnt Sugar-Daddy-Betrug in den sozialen Medien.

    Normalerweise sendet der Sugar-Daddy-Betrüger über Instagram, Facebook oder andere soziale Medien eine Direktnachricht an das Opfer. Im Beispiel unten war Instagram der Ausgangspunkt. Nach dem ersten Gespräch verlagern falsche Sugar Daddys die Kommunikation gerne auf eine privatere Plattform wie WhatsApp, iMessage oder SMS.

    Manchmal flirtet der vermeintliche Sugar Daddy erst mit seinem künftigen Sugar Baby, aber er kann auch direkt Geld anbieten. Fällt das Opfer auf den Trick herein, wird es dem Betrüger letztendlich selbst Geld bezahlen. Der Betrug funktioniert auf unterschiedliche Weise, doch nicht alle Sugar-Daddy-Betrüger treten überzeugend auf, wie Sie später in meinem Beispiel sehen werden.

    Sugar-Daddy-Betrüger auf Instagram

    Ich bin eine junge Frau in den 20ern und eine aktive Instagram-Nutzerin. Als ich neulich durch meinen Instagram-Feed scrollte, stieß ich auf eine neue Direktnachricht. Auf dem Profilfoto war ein älterer Mann zu sehen.

    Die Direktnachricht lautete: „Hallo du Hübsche, ich bin Walter. Ich möchte dich gerne als Sugar Baby haben.“ Und obwohl der Betrugsversuch mehr als offensichtlich war, wurde ich neugierig. Also antwortete ich.

    Sugar-Daddy-Betrug auf Instagram

    Er versprach mir 1.500 Euro pro Woche. Als ich fragte, was er dafür wollte, meinte er nur, dass er jemanden zum Reden sucht, weil seine Frau gestorben ist. Daraufhin fragte ich ihn, wie ich sicher sein könnte, dass er mich nicht hereinlegt.

    Er sendete mir Bilder von Mädchen, die Schilder hochhielten: „Walter hat mir 1.500 Euro gezahlt“ oder „Walter ist ein echter Sugar Daddy“. Diese Nachrichten löschte er aber kurz nach dem Versenden wieder – dieser Teil der Geschichte bleibt mir bis heute rätselhaft.

    Schließlich willigte ich ein: „Okay, ich bin dabei!“ Sofort fragte er mich nach meinem PayPal-Link zum Empfangen von Geld, und ich sendete ihn – aus reiner Neugier, wie es weitergehen würde.

    Was dann geschah, war – kurz und bündig – vorhersehbar. Walter sendete mir ein Bild der ausstehenden Zahlung und bat mich, ihm als Bestätigung zuerst einen kleinen Betrag zu senden. Und diese „Bestätigungsgebühr“ sollte ich auch noch über Google Play zahlen. Aber Pech für Walter, denn das Bild überzeugte mich endgültig von dem Betrug. Ich blockierte ihn.

    Wie funktioniert Sugar-Daddy-Betrug?

    Sugar-Daddy-Betrug umfasst im Wesentlichen zwei Schritte: Erstens kontaktiert der falsche Sugar Daddy das potenzielle Opfer auf einer Social-Media-Plattform wie Instagram oder Snapchat. Zweitens verspricht der Betrüger, dem Opfer Geld zu senden, sobald es im Gegenzug selbst etwas sendet, um sein Vertrauen zu beweisen oder die Transaktion zu ermöglichen.

    Wie oben beschrieben, ködern angebliche Sugar Daddys ihre potenziellen Sugar Babys mit Direktnachrichten, die zu gut klingen (und sind), um wahr zu sein. Zunächst wird das Vertrauen erschlichen, bevor zu einer Zahlung aufgefordert wird. Dann werden in der Regel gefälschte Beweise wie Transaktionsaufzeichnungen oder Fotos anderer glücklicher Sugar Babys geschickt.

    Kommt es bis zu dem Punkt, an dem eine Zahlung geleistet werden soll, verschwinden die Betrüger, sobald ihnen das Geld überwiesen wurde. Mit dieser Zahlung sollen Sie angeblich Ihr Vertrauen beweisen, die Transaktionsgebühren abdecken oder Ihr Konto bestätigen, je nach Betrugsmasche.

    Bei Sugar-Daddy-Betrug mit Geschenkgutscheinen wird häufig eine Zahlung mittels Prepaid-Gutscheinen für Apps wie Google Play oder Amazon verlangt, weil sich diese Gutscheine nicht so leicht rückerstatten oder nachverfolgen lassen. Manche Betrüger überweisen ihren Opfern Geld, das von gestohlenen Kreditkarten stammt. Wenn das Opfer dem falschen Sugar Daddy daraufhin seine Zahlung sendet, hat der Kreditkartenanbieter den Betrag längst storniert. Oder der Betrüger richtet eine Kreditkarte im Namen des Opfers ein und lässt hohe Schulden auflaufen.

    Sugar-Daddy-Betrug ist auf dem Vormarsch – viele junge Frauen werden von Cyberkriminellen weltweit mit ähnlichen Tricks kontaktiert. Manche dieser Frauen sind finanziell in einer prekären Lage und könnten das Geld gut brauchen. Oder sie wünschen sich einfach nur einen gewissen Lebensstandard, den sie sich selbst nicht leisten können. Die angeblichen „Sugar Daddys“ nutzen diese Lage aus, um sich zu bereichern – und hinterlassen dabei empfindlichen Schaden.

    Sugar-Daddy-Betrug auf Instagram

    Auf Instagram tummeln sich eine ganze Menge falscher Sugar Daddys. Meistens läuft der Betrug so ab, wie ich im obigen Beispiel beschrieben habe. Normalerweise sendet der Betrüger Ihnen eine Direktnachricht und wechselt dann auf eine andere Plattform wie WhatsApp. Letzen Endes bittet er Sie, dass Sie ihm zuerst etwas senden, bevor er Ihnen das Geld überweisen kann.

    Ein weiteres Beispiel für Sugar-Daddy-Betrug auf Instagram

    Instagram-Betrüger nutzen gerne beliebte Zahlungs-Apps wie Cash App oder PayPal. Unten erfahren Sie, wie Sugar Babys mit diesen Apps hereingelegt werden.

    Cash App-Betrug

    Cash App-Betrug beginnt auf einer Social-Media-Plattform wie Instagram oder Snapchat. Sobald der falsche Sugar Daddy sein Opfer geködert hat, kann er mithilfe von Cash App dessen Daten oder Geld stehlen.

    Hier ein paar gängige Sugar-Daddy-Betrugsmaschen mit Cash App:

    • Geld rein, Geld raus
      Der Betrüger überweist Ihnen Geld, das er ergaunert hat. Daraufhin senden Sie dem Betrüger den verlangten Geschenkgutschein oder eine andere Zahlung. Wenn Cash App merkt, dass sich auf Ihrem Konto gestohlenes Geld befindet, wird es zurückgebucht.

    • Scheinbare Bestätigung
      Der Betrüger fordert Sie auf, durch einen Geldtransfer zu bestätigen, dass Ihr Konto und Sie selbst echt sind. Anschließend blockiert er Sie und brennt mit Ihrem Geld durch.

    • Abwicklungsgebühr
      Der falsche Sugar Daddy behauptet, Sie müssen eine Gebühr entrichten, um den versprochenen, viel höheren Betrag zu empfangen. Cash App funktioniert als mobile Zahlungs-App jedoch wie Venmo, d. h., Überweisungen zwischen Personen werden sofort und ohne Bestätigung durchgeführt.

    • Phishing
      Phishing-Versuche eines falschen Sugar Daddys bedeuten, dass Sie nach persönlichen Daten wie $Cashtag, E-Mail, Telefonnummer und Adresse gefragt werden, um die Transaktion abzuwickeln. Geben Sie Ihren $Cashtag nur für legitime Transaktionen an, um sich vor Identitätsdiebstahl zu schützen.

    • Gefälschte Zahlung
      Sie erhalten eine gefälschte Zahlungsbenachrichtigung, die angeblich von Cash App stammt. Der Link zum Aufrufen der Nachricht ist jedoch mit Malware infiziert.

    Wenn Sie wissen, welche Arten von Sugar-Daddy-Betrug auf Sie lauern, fallen Sie nicht so leicht darauf herein. Darüber hinaus können Sie sich mit einem umfassenden Sicherheitstool wie Avast One schützen. Avast schirmt Sie vor Viren und anderer Malware sowie vor Phishing-Angriffen und weiteren Betrugsmaschen ab. Außerdem bietet die Software eine Reihe integrierter Privatsphärefunktionen wie ein VPN, damit Ihre personenbezogenen Daten sicher bleiben. Schützen Sie sich mit Avast One vor falschen Sugar Daddys und anderen Betrügern.

    PayPal-Betrug

    Bei PayPal-Betrug senden falsche Sugar Daddys ihren Opfern meist einen Screenshot einer „ausstehenden“ Transaktion. Das Geld könnte also jederzeit auf ihrem Konto eingehen. Natürlich möchte der Betrüger aber zuerst etwas von ihnen haben. Wie ich oben in meiner Geschichte mit einem Sugar Daddy auf Instagram erwähnt habe, verlangen diese Betrüger häufig einen Geschenkgutschein. Allerdings können falsche Sugar Daddys auch um eine Zahlung mit Kryptowährung bitten.

    Hüten Sie sich auch vor Geldanfragen über PayPal. Der Sugar-Daddy-Betrüger fordert einen kleinen Beitrag (als Garantie) von Ihnen an und hofft, dass Sie auf Akzeptieren klicken. Bloß nicht!

    Sugar-Daddy-Betrug über PayPal beginnt in der Regel auf Instagram oder in anderen sozialen Medien.

    Snapchat-Betrug

    Auf Snapchat nehmen Sugar Daddys ein Sugar Baby genauso ins Visier wie auf Instagram. Mithilfe von Snapchat suchen sie sich ein Opfer und beginnen eine Unterhaltung, die sich hoffentlich auszahlt. Wenn es dann Zeit wird für die Zahlung, greifen sie gerne auf Cash App- oder PayPal-Tricks zurück, wie oben erläutert. Oder sie eröffnen eine Kreditkarte im Namen des Sugar Babys und belasten diese maximal. Alternativ fordern sie Bankdaten oder andere persönliche Informationen an.

    Wie vermeiden Sie, Opfer von Betrug zu werden?

    Am besten schützen Sie sich vor falschen Sugar Daddys und ihrem Social-Media-Betrug, indem Sie erst gar nicht mit ihnen kommunizieren. Als Faustregel gilt: Wenn etwas zu schön klingt, um wahr zu sein, ist es das normalerweise auch. Hier ein paar weitere Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um Betrug zu entgehen.

    • Antworten Sie nicht auf Nachrichten von Personen, die Sie nicht kennen. Sehen Sie sich im Zweifelsfall das Profil an – scheint es verdächtig?

    • Ignorieren Sie alle Nachrichten, die Ihnen Geld ohne Gegenleistung versprechen. Wenn etwas zu gut scheint, um wahr zu sein, ist es das wahrscheinlich auch.

    • Geben Sie Fremden keine personenbezogenen Daten. Das würden Sie im persönlichen Kontakt auch nicht tun, warum also online?

    • Informieren Sie sich. Suchen Sie in Foren oder relevanten Online-Gruppen nach weiteren Informationen über die Arten von Betrug, mit denen Sie eventuell konfrontiert wurden. Zum Beispiel gibt es diese hilfreichen Leitfäden.

    Wie erkennen Sie, ob ein Sugar Daddy legitim ist?

    Möchten Sie wissen, woran Sie einen falschen Sugar Daddy erkennen? Hier ein paar klare Anzeichen:

    • Sie wollen nur per Direktnachricht kommunizieren. Viele Sugar-Daddy-Betrüger und andere Liebesbetrüger vermeiden Video-Chats oder persönliche Treffen, damit ihre wahre Identität verborgen bleibt.

    • Ihre Social-Media-Profile sind gefälscht. Konten mit wenigen Followern, Stockbildern oder keinerlei Beiträgen sind vermutlich nicht echt. Viele falsche Sugar Daddys legen diese Art von Profilen an.

    • Sie werden aufgefordert, Geld zu überweisen. Ein echter Sugar Daddy braucht Ihr Geld nicht (davon hat er selbst genug) und bittet sein Sugar Baby nicht um Geld in jeglicher Form.

    Wenn all das nicht zutrifft und Sie tatsächlich Geld erhalten, geben Sie es nicht sofort aus, um sicherzugehen, dass es nicht aus betrügerischen Machenschaften stammt. Die beste Vorkehrung gegen Betrug ist jedoch das Ignorieren aller Nachrichten, die zu schön sind, um wahr zu sein.

    Sollten Sie auf Sugar-Daddy-Betrug stoßen, melden Sie ihn direkt an das betreffende Netzwerk, d. h. an Instagram, Snapchat, TikTok oder einen anderen Kanal. So tragen Sie dazu bei, dass das Internet für alle ein Stück sicherer wird.

    Melden Sie Sugar-Daddy-Betrug der betreffenden Plattform oder App.

    Schützen Sie sich mit Avast

    Betrüger lauern überall – selbst auf Ihrer bevorzugten Social-Media-Plattform. Beherzigen Sie die goldenen Regeln, die oben erklärt wurden, um Sugar-Daddy-Betrug zu vermeiden: Antworten Sie nicht auf Nachrichten von Personen, die Sie nicht kennen, ignorieren Sie Nachrichten, die Ihnen Geld ohne Gegenleistung versprechen, und geben Sie Ihre personenbezogenen Daten nicht an Fremde weiter.

    Wenn Sie im Internet so sicher wie möglich bleiben möchten, laden Sie sich Avast One für umfassenden Schutz herunter. Dieses Tool sorgt für echte Online-Privatsphäre und eine sichere Kommunikation. Sugar-Daddy-Betrug ist jedoch nicht die einzige Bedrohung, denn Hacker und Betrüger erfinden ständig neue Tricks. Avast One hilft Ihnen beim Schutz Ihres Geräts und Ihrer persönlichen Daten.

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    Laura Josepha Zimmermann
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