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Was ist ein Scam (Betrug)? Der grundlegende Leitfaden, um von einem Betrug verschont zu bleiben

Online-Betrug wird heutzutage immer raffinierter, im Zusammenhang mit der aufkommenden künstlichen Intelligenz. Hier erfahren Sie, was unter Online-Betrug zu verstehen ist, darüber hinaus stellen wir die gängigsten Typen solcher Scams vor und zeigen, woran Sie einen potenziellen Betrug erkennen. Verstärken Sie anschließend Ihre Schutzmaßnahmen gegen Betrüger, Malware und andere Online-Bedrohungen mit einer umfassenden Sicherheits-Suite wie Avast One.

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Verfasst von Ivan Belcic
Aktualisiert am Mai 06, 2024

Was ist Online-Betrug?

Unter Online-Betrug versteht man Täuschungen, die über das Internet begangen werden, mit dem Ziel, die Betroffenen dazu zu verleiten, persönliche Daten, Finanzdaten oder andere sensible Informationen preiszugeben oder ihnen auch direkt Geld zu stehlen.

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Dieser Artikel enthält :

    Online-Betrug kann vielerlei Formen annehmen, von Phishing-Nachrichten und gefälschten Online-Marktplätzen bis hin zu penibel ausgearbeiteten betrügerischen Dating-Profilen und Investment-Angeboten, die zu gut sind, um wahr zu sein. Online-Betrugsmaschen haben in der Regel eine Eigenschaft gemeinsam: der Einsatz von Social Engineering-Taktiken, um ihre Opfer zu täuschen, zu manipulieren und auszunutzen.

    Laut einem FTC-Report von 2023 berichtete ein Viertel aller Personen seit 2021, die angaben, um einen Geldbetrag betrogen worden zu sein, dass der Betrug in den sozialen Medien seinen Anfang genommen hatte. Die Scammer können jedoch fast jede digitale Plattform – darunter E-Mail, SMS und Websites – für ihre verwerflichen Absichten missbrauchen.

    Laut einem FTC-Report von 2023 berichtete ein Viertel aller Personen seit 2021, die angaben, um einen Geldbetrag betrogen worden zu sein, dass der Betrug in den sozialen Medien seinen Anfang genommen hatte.

    In diesem Artikel geben wir nur eine Definition von Online-Betrug und beschreiben darüber hinaus die häufigsten Arten von Betrugsmaschen und was das für Ihre Online-Sicherheit bedeutet. Über die neuesten Betrugsmaschen informiert zu sein, ist ein wesentlicher Faktor, wenn es darum geht, sich selbst, Ihr Geld und Ihre persönlichen Daten online zu schützen.

    14 Arten von Online-Betrug

    Unsere digitale Welt entwickelt sich ständig weiter – der Online-Betrug aber auch. Hier haben wir eine Liste mit 14 häufigen Online-Betrugsmaschen zusammengestellt, vor denen Sie aktuell auf der Hut sein müssen.

    1. Phishing-Betrug

    Im Jahr 2022 gehörte Phishing laut FBI zu den am häufigsten gemeldeten Formen von Cyberkriminalität. In einem Phishing-Angriff geben sich Cyberkriminelle als vertrauenswürdige Organisation aus, etwa Ihre Bank, Ihr Arbeitgeber oder sogar der technische Support, um nach vertraulichen Informationen wie etwa Ihrem Passwort oder Ihrer Kreditkartennummer zu „fischen“. Diese Informationen nutzen sie dann, um Geld zu stehlen, Identitätsdiebstahl zu begehen, Betriebsspionage zu betreiben oder für andere illegale Machenschaften.

    Phishing-Angriffe erfolgen meist per E-Mail. Aber seien Sie auch auf der Hut vor diversen SMS-Scams, beispielsweise USPS-Scams: Auch diese sind Phishing-Tricks. Auch in Spam-Anrufen können Phishing-Tricks zum Einsatz kommen. Manche Phishing-Angriffe sind allgemein gehalten, sollen ein breites Spektrum von Empfängern ansprechen und werden an Tausende potenzieller Opfer versendet, andere hingegen richten sich präzise gegen bestimmte Personen (was als Spear-Phishing bezeichnet wird).

    Beachten Sie: Spam und Phishing sind nicht dasselbe. Einfacher Spam ist normalerweise einfach ärgerlich; beim Phishing dagegen wird beabsichtigt, Ihnen Schaden zuzufügen oder Ihre Daten oder Finanzinformationen abzugreifen.

     Einige Phishing-Betrügereien treten in Form von E-Mails auf, deren Absender sich als vertrauenswürdiges Unternehmen tarnen.Beispiel einer Phishing-E-Mail von einem Betrüger, der sich als Netflix ausgibt.

    2. Catfishing & Dating-Betrug

    Beim Catfishing und Dating-Betrug (oft als Liebesbetrug bezeichnet) wird eine romantische Beziehung vorgegaukelt, meist über Dating-Websites oder -Apps oder über soziale Medien eingeleitet. Die Betrüger locken ihre Opfer an – beispielsweise mit einem gefälschten Online-Profil mit Fotos oder einer überzeugenden Hintergrundgeschichte. Sobald der Betrüger das Vertrauen des Opfers gewonnen hat, erfindet er eine Krisensituation – medizinischer Notfall, ein Reiseproblem oder eine unbezahlte Rechnung – und bittet um Geld.

    Einige Online-Dating-Betrügereien können monate- oder jahrelang weiterlaufen, wobei mehrfach Geld den Besitzer wechselt, bevor dem Opfer klar wird, dass es getäuscht wurde.

    Sugar-Daddy-Betrug ist eine weitere Form des Liebesbetrugs: Hier gibt sich der Betrüger als reicher Wohltäter aus, der ein „Sugar Baby“ sucht, dem er finanzielle Unterstützung als Gegenleistung für eine romantische Beziehung oder Begleitung anbietet. Aber genau wie beimLiebesbetrug anderer Art will der Täter das Opfer dazu bringen, stattdessen ihm Geld zu schicken. Ein Sugar-Daddy-Betrüger könnte Sie bitten, ihm eine kleine Gebühr zu senden, um die Überweisung größerer Beträge zu ermöglichen. Aber sobald Sie zahlen, macht er sich mit Ihrem Geld aus dem Staub.

    3. Crowdfunding-Betrug

    Über Crowdfunding-Plattformen wie Kickstarter, GoFundMe und Indiegogo können Menschen über das Internet von jedem Spenden einholen, der ihr Anliegen für lohnenswert hält. Crowdfunding wird genutzt, um finanzielle Mittel für unterschiedliche Zwecke zu sammeln: Es kann darum gehen, kreative Projekte, geschäftliche Vorhaben oder innovative Ideen zu verwirklichen, reicht aber auch bis hin zu Notfällen, in denen die Kosten für eine ärztliche Behandlung oder einen Rechtsbeistand gedeckt werden müssen.

    Betrüger können Crowdsourcing-Plattformen missbrauchen, indem sie gefälschte Kampagnen entwickeln, die bei potenziellen Spendern auf ein starkes Echo stoßen. Sobald die Betrüger eine ansehnliche Summe an Spenden gesammelt haben, brechen sie jegliche Kommunikation abrupt ab und verschwinden. Ihre Unterstützer bleiben auf unerfüllten Versprechungen sitzen und haben keine Möglichkeit, ihre Beiträge zurückzufordern.

    Ein jüngeres Beispiel eines Crowdfunding-Betrugs ist Juicy Fields, eine Crowdfunding-Plattform für Cannabis, bei der den Investoren (den sogenannten „e-growers“) monatliche Renditen von 6–14 % für ihre Investition in von Spitzenproduzenten angebaute Cannabispflanzen versprochen wurden. Im Juli 2022 kam es zum plötzlichen Kollaps der Firma, wobei in darauffolgenden Ermittlungen durch europäische Strafverfolgungsbehörden und Europol der Verdacht eines Schneeballsystems ans Licht kam, mit dem über 180.000 Opfer um mehr als 600 Millionen Euro betrogen wurden.

    4. Mietbetrug

    Bei einem Mietbetrug werden Immobilien scheinbar zu einem attraktiven Preis, in der Regel unterhalb des marktüblichen Preises, zur Miete angeboten. Sobald ein potenzielles Opfer Interesse zeigt, erzeugt der Betrüger eine Atmosphäre der Dringlichkeit, etwa indem er behauptet, dass die Immobilie stark nachgefragt wird und eine sofortige Kaution zu zahlen ist, um den Zuschlag zu erhalten.

    Mietbetrüger fordern oft eine Kaution, bevor das Opfer die Möglichkeit hat, die Immobilie zu besichtigen und sie bevorzugen meist die Zahlung über eine Peer-to-Peer-Überweisungs-App wie Venmo oder Cash App, was eine spätere Rückverfolgung oder Stornierung der Transaktion erschwert. Sobald der Betrüger das Geld hat, bricht er den Kontakt ab und verschwindet.

    Timesharing-Betrug

    Eine besonders üble Masche beim Immobilienbetrug ist der Timesharing-Betrug. Dabei führen die Betrüger Interessenten hinters Licht, die Timeshares besitzen oder kaufen möchten. Wie ein Fall aus der letzten Zeit, bei dem es um den Timesharing-Betrug eines mexikanischen Drogenkartells ging, zeigte, geht es bei diesen Betrugsmaschen um betrügerische Versprechungen, Immobilien zu überzogenen Preisen zu verkaufen, die Eigentümerschaft problemlos zu übertragen, Dienstleistungen zu erbringen, die niemals bereitgestellt werden, und andere Tricks. Und die finanziellen Folgen können verheerend sein: Es ist möglich, dass Bank- und Sparkonten komplett leer geräumt werden.

    5. Betrug mit Vorausgebühren

    Betrug mit Vorausgebühren ist im Internet berüchtigt. Ein perfektes Beispiel war eine der weltweit ersten E-Mail-Betrugsmaschen: der „Nigerian Prince“. Diese Betrugsmaschen sind eine moderne Form des traditionellen Spanish Prisoner-Tricks, wobei die Betrüger behaupten, im Kontakt mit einem wohlhabenden Aristokraten zu stehen, der gegenwärtig im Gefängnis sitzt und Geld benötigt, um seine Freilassung zu erwirken. Den Opfern wurden hohe Belohnungen nach der Freilassung des „Gefangenen“ versprochen – die natürlich niemals eintrafen.

    Heutige Betrugsmaschen mit Vorausgebühren folgen einem ähnlichen Schema: Die Betrüger fordern eine kleine Vorausgebühr zur leichteren Überweisung eines wesentlich höheren Betrags zu einem späteren Zeitpunkt. Diese Betrugsmaschen sind zuweilen als Lotterie- oder Sweepstake-Gewinne oder als Darlehensangebot „ohne Kreditwürdigkeitsprüfung“ getarnt. Aber egal, wie es im Einzelnen dargestellt wird, das Ergebnis ist immer dasselbe: Sie sehen Ihr Geld nie wieder.

     Ein Beispiel für die klassische Betrugs-E-Mail vom nigerianischen Prinzen.Beispiel für einen Betrug mit Vorausgebühr.

    6. Betrug mit Heimarbeitsangeboten

    Heimarbeit hat unübersehbare Vorteile: kein Pendeln, keine Ablenkungen wie im Büro und vor allem: kein Dresscode. Betrüger wissen das nur zu gut. Beim Betrug mit Heimarbeitsangeboten erhalten Sie ein „Stellenangebot“, das auf den ersten Blick erstaunlich klingt. Sie versprechen schnelle Einnahmen und flexible Arbeitszeiten in Positionen, für die keine spezielle Schulung oder Ausbildung erforderlich ist.

    Sobald Sie am Haken hängen, geht der Betrüger zur nächsten Phase über: Bevor Sie die Stelle antreten können, müssen Sie ein Startup-Kit, eine proprietäre Software oder einen Schulungskurs erwerben oder sogar einen Dienst abonnieren. In anderen Fällen werden Sie nur eingestellt, um Geld zu waschen, faule Schecks einzulösen oder mit gestohlenen Kreditkarten gekaufte Sendungen weiterzuleiten.

    7. Gefälschte Antivirus-Software

    Wenn Ihnen einmal die Popup-Meldung zu einer dringend erforderlichen Rettung Ihres Computers vor Viren angezeigt wurde, dann haben Sie bereits Bekanntschaft mit dieser Art Betrug gemacht. Diese gefälschten Antivirus-Anzeigen, die auch als Scareware bezeichnet werden, sollen Sie in Panik versetzen und zu einer Zahlung für etwas bewegen, mit dem Sie Ihre Malware-Probleme zu beheben glauben.

    Einige Entwickler gefälschter Antivirus-Apps schaffen es, ihre Betrugssoftware in legitimen Download-Portalen anzubieten. Wenn Sie die Scam-Software installieren, scheint sie Viren-Scans durchzuführen; sie bietet jedoch keinerlei Antivirus-Funktionen. Stattdessen handelt es sich um getarnte Adware, eigens entwickelt, um Sie mit Pop-up-Werbung zu bombardieren.

    Ein Beispiel für Scareware, die versucht, Sie zum Download einer gefälschten Antivirus-Software zu bewegen.Scareware-Popup, das Sie glauben machen soll, Ihr Computer wäre mit Malware infiziert.

    Eine seriöse Antivirus-Software wie Avast One schützt Sie vor Adware und anderer Malware, die häufig mit diesen Fake-Apps einhergeht. Falls es zu spät ist und Sie eine gefälschte App bereits installiert haben, die Sie jetzt mit Werbung bombardiert, kann Ihnen ein spezielles Tool zum Entfernen von Adware helfen, sie wieder loszuwerden.

    8. Multi-Level-Marketing-Betrug

    Multi-Level-Marketing-Betrug (ML) oder Netzwerk-Marketing-Betrug ist eine Art Schneeballsystem, das Möchtegern-Unternehmer mit dem Versprechen lockt, ihr eigener Boss zu sein oder ein eigenes Unternehmen zu gründen – hauptsächlich indem sie Waren von einem beteiligten Vertreter kaufen und weiterverkaufen und, noch wichtiger, indem sie weitere Vertreter anwerben. Falls der Großteil der Einnahmen der Teilnehmer aus Verkäufen an die Endverbraucher stammt, kann ein MLM als legitim angesehen werden.

    Der Betrug wird erkennbar, wenn der Schwerpunkt sich vom Verkauf von Produkten auf das Anwerben weiterer Mitglieder verlagert. Beim MLM-Betrug werden Neulinge dazu animiert, große Warenmengen einzukaufen, wobei sie oft mehr ausgeben als sie jemals durch ihre Verkäufe wieder ausgleichen könnten. Die Firma streicht den Profit aus den Verkäufen ein, während die einzelnen Verkäufer auf großen Warenbeständen sitzen bleiben, ohne Gewinne zu verzeichnen.

    MLMs haben sich weiterentwickelt, wobei soziale Medien wie Facebook und Instagram zu einem entscheidenden Hilfsmittel für die Anwerbung geworden sind, da viele Nutzer sich durch Freunde oder Familienmitglieder, denen sie vertrauen, in MLMs hineinziehen lassen. Es gibt auch eine Reihe spektakulärer MLM-Betrugsmaschen mit Kryptowährung, darunter OneCoin, ein Scam, der über 4 Milliarden Dollar von mindestens 3,5 Millionen Opfern einbrachte.

    9. Online-Shopping-Betrug:

    Beim Online-Shopping-Betrug geben sich die Betrüger als legitime Online-Händler aus, entweder mit einer gefälschten Website oder einer gefälschten Werbeanzeige auf einer legitimen Website. Sie werben oft für Luxusprodukte zu verlockend günstigen Preisen: ein erster Hinweis, dass Sie es mit Betrug zu tun haben. Ein weiterer Hinweis, dass es sich um Betrug handelt, besteht darin, dass die Bezahlung of über ungewöhnliche Kanäle wie Geschenkgutscheine, elektronische Überweisungen oder Kryptowährung erfolgen soll.

    Wenn Sie in einem falschen Online-Shop einkaufen, erhalten Sie einen gefälschten oder minderwertigen Artikel oder auch gar nichts.

    Wann und wo auch immer Geld für Waren und Dienstleistungen bezahlt wird: Dieses Umfeld ist anfällig für Betrügereien, und das gilt ganz besonders für Online-Transaktionen. Selbst vertrauenswürdige Plattformen wie PayPal und Amazon sind nicht immun gegen Betrug. Tatsächlich hat Amazon im Jahr 2022 1.2 Milliarden Dollar für Anstrengungen ausgegeben, gefälschten Produkten auf seiner Plattform ein Ende zu machen.

    Beispiel einer betrügerischen E-Mail zum Online-Shopping, die angeblich von Amazon stammt.Beispiel einer gefälschten E-Mail von Amazon, die auf eine Phishing-Website führen könnte.

    10. Festtagsbetrug

    Zu den Feiertagen kommt es oft zu einer sprunghaften Zunahme an Betrügereien, da Trickbetrüger das Festtagsgeschäft und den Anstieg der Online-Transaktionen ausnutzen. Betrugsmaschen, bei denen Zahlungen nicht erfolgen, stellen dabei eine Bedrohung für kleinere Einzelhändler dar, die Waren und Dienstleistungen liefern, ohne dafür bezahlt zu werden.

    Das Gegenstück dazu sind Betrugsmaschen, bei denen Waren oder Dienstleistungen durch einem Kunden bestellt werden, aber niemals bei ihm ankommen. Eine weitere Form von Festtagsbetrug ist eine gefälschte gemeinnützige Organisation – hier wird die Feiertagssaison ausgenutzt, um Spenden für vorgetäuschte gute Zwecke zu erschleichen.

    11. Inkasso-Betrug

    Ein Inkasso-Betrug macht sich die Scham und den Stress zunutze, die damit verbunden sind, jemandem Geld zu schulden. Die Betrüger geben sich als Inkassobeauftragte aus und versuchen, Sie mit Drohungen und dem Verweis auf Dringlichkeit dazu zu bringen, einen Geldbetrag zu zahlen, den Sie in Wirklichkeit gar nicht schulden.In manchen Fällen sind diese Schulden frei erfunden; es kann sich jedoch auch um gestrichene, erlassene oder im Rahmen eines Bankrotts abgelöste Schulden handeln. Bei diesen Betrugsmaschen kommen oft raffinierte Taktiken zum Einsatz, etwa die Verwendung gestohlener persönlicher Daten, um die Täuschung noch glaubhafter erscheinen zu lassen.

    12. Reisebetrug

    Beim Urlaubsbetrug werden die Betroffenen dazu verleitet, für Pauschalurlaub, Flüge oder Erlebnisse zu bezahlen, die irreführend dargestellt oder völlig unzureichend bereitgestellt werden oder überhaupt nicht existieren.

    Ein bekanntes und berüchtigtes Beispiel für einen Reisebetrug ist das Fyre Festival: Dies wurde als Luxus-Musikfestival auf einer privaten Insel in den Bahamas beworben, mit Auftritten berühmter Musiker, Gourmet-Verpflegung und luxuriösen Unterkünften. Was die Teilnehmer stattdessen vorfanden, war eine unzureichende Infrastruktur, es mangelte an angemessener Verpflegung und Unterbringung und die beworbene Unterhaltung fehlte völlig: Die Veranstaltung erwies sich als kompletter Fehlschlag und Betrug.

    13. Der Enkeltrick

    Beim Enkeltrick geben sich Schwindler als Enkel oder andere jüngere Familienmitglieder aus, die in Schwierigkeiten geraten sind. Sie wenden sich an eine ältere Person und bitten um eine dringende finanzielle Unterstützung. Dabei behaupten sie oft, sich in einer Notlage zu befinden, deren Charakter sie gern vor der Familie verheimlichen möchten, etwa sich in Haft zu befinden oder einen Verkehrsunfall gehabt zu haben.

    Die emotionale Manipulation und die vermeintliche Verschwiegenheit der Situation erzeugen Druck auf die Großeltern und bringen sie dazu, übereilt zu handeln, was in eingen Fällen erhebliche finanzielle Verluste nach sich zieht, bevor der Betrug aufgedeckt wird. Enkeltricks werden zunehmend raffinierter, da manche Täter inzwischen mithilfe von KI die Stimme der Person klonen, die sie zu sein vorgeben.

    14. Die Illusion vom schnellen Geld

    Betrugsmaschen, die mit schnellem Geld locken, versuchen den Betroffenen vorzugaukeln, in kurzer Zeit und bei minimalem Risiko hohe Gewinne aus Investitionen ziehen zu können. Die Zielpersonen sind oft leicht anfällige Angehörige von Minderheiten: Scheinbar schnell und leicht zu erlangender Reichtum kann eine besondere Anziehungskraft auf Menschen in aussichtslosen Lebenslagen ausüben.

    Klassische Kennzeichen dieser Tricks sind Anwerbetaktiken, bei denen potenzielle neue Mitglieder unter Druck gesetzt werden, verbunden mit vagen oder umständlichen und komplizierten Erläuterungen der eigentliche Investment-Strategie. In einer neueren Variante solcher Pläne für schnelles Geld werben selbst ernannte Business-Gurus für die Nutzung von KI-Tools wie ChatGPT als todsichere Methode zum Aufbau millionenschwerer Unternehmen. Die Realität entspricht allerdings selten dem Hype.

    Woran erkennen Sie Betrugsabsichten?

    Die goldene Regel für die Erkennung von Betrug lautet: Wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es das vermutlich auch nicht. Betrüger wollen Sie oft mit großen Versprechungen in die Falle locken. Hören Sie auf Ihren Instinkt und trauen Sie den Versprechungen nicht.

    Wenn Sie das nächste Mal auf ein eigentlich unglaubliches Angebot stoßen, stellen Sie sich folgende Fragen:

    • Ist das Geschäft/Angebot/der Vorschlag realistisch?
      Trauen Sie Ihrem Bauchgefühl. Sieht eine Wohnung allzu schön aus, um zu einem so niedrigen Preis vermietet zu werden? Ist dieser Pauschalurlaub vielleicht ein kleines bisschen zu günstig? Wird Ihnen ein leichter Job versprochen, bei dem sich mit minimalem Aufwand ein stattliches Einkommen erzielen lässt? Hat jemand eine hohe Belohnung in Aussicht gestellt, wenn Sie schnell einen Betrag überweisen?

    • Ist diese Finanztransaktion wirklich sicher?
      Achten Sie darauf, ob jemand auf ungewöhnlichen Zahlungsmethoden wie die Geschenkkarten und Bitcoin besteht. Bei vielen solcher Plattformen können Zahlungen nicht storniert oder geschützt werden – genau das, was die Betrüger brauchen. Bei legitimen Angeboten sollten standardmäßige und regulierte Zahlungsmethoden akzeptiert werden.

    • Welche Angaben werden von mir verlangt?
      Phishing-Betrug zielt auf das Erfassen persönlicher Daten ab, was später zu Ihrem Nachteil ausgenutzt werden kann. Kein seriöses Unternehmen wird Sie auffordern, Ihre Anmeldeinformationen, Bankkonten, Kreditkartennummern oder detaillierten persönlichen Daten anzugeben.

    • Werde ich unter Zeitdruck gesetzt?
      Betrüger erzeugen künstlich ein Gefühl der Dringlichkeit, um Sie zu einer übereilten Entscheidung zu verleiten. Einige machen sich Ihre Angst vor dem Verpassen von Gelegenheiten zunutze, um einen verlockenden Köder zu schlucken, während andere Sie mit hohen Strafen für das Versäumen einer Frist bedrohen. In beiden Fällen sind Druck und der Verweis auf Dringlichkeit starke Warnsignale, die auf einen Betrug hinweisen.

    • Ist die Geschichte dieses Menschen auch nach Überprüfung glaubwürdig?
      Sollten Sie den Verdacht haben, dass jemand Sie betrügen will, dann recherchieren Sie seinen Background. Suchen Sie in sozialen Medien nach Anhaltspunkten und überprüfen Sie alle Behauptungen. Falls sich ein vermeintliches Mitglied Ihrer Familie seltsam verhalten sollte und Sie um Geld bittet, dann stellen Sie Fragen, die nur diese Person beantworten kann, um sicherzustellen, dass es sich nicht um einen Betrüger handelt – oder rufen Sie die fragliche Person einfach an.

    • Möchten sie das Gespräch außerhalb der Plattform führen?
      Auf den meisten legitimen Einkaufs-, Buchungs- und Dating-Websites sind Sie geschützt, solange Sie Ihre Kommunikation über den Messaging-Dienst der Website führen und protokollieren lassen. Personen, die eine private Kommunikation per E-Mail oder SMS anfordern, haben möglicherweise etwas zu verbergen.

    Gängige Tricks der Internetbetrüger

    Es gibt eine Reihe häufig verwendeter Tricks, mit denen Betrüger versuchen, ihre Opfer zu täuschen. Machen Sie sich mit diesen vertraut, um besser gerüstet zu sein und die Gefahr zu mindern, auf sie hereinzufallen:

    • Dringlichkeit:Legitime Firmen oder Organisationen stellen wenn überhaupt, dann äußerst selten dringliche Forderungen. Ein aufdringlicher, fordernder Ton ist dabei eine gängige Taktik.

    • Klischeehafte, weit verbreitete Formulierungen: Betrugsmaschen sind selten sonderlich originell und nutzen oft dieselben Formulierungen. Achten Sie auf klischeehafte Formulierungen wie „Herzlichen Glückwunsch! Sie haben gewonnen!“

    • Zu schön, um wahr zu sein: Vergessen Sie niemals die Regel: Was unglaublich klingt, ist wahrscheinlich Betrug.

    • Unaufgeforderte Kontaktaufnahme: Wenn jemand per E-Mail, über soziale Medien oder telefonisch mit Ihnen Kontakt aufnimmt, ohne dass Sie zuvor mit dieser Person zu tun hatten, dann ist Vorsicht angesagt.

    • Abfrage persönlicher Daten: Betrüger fordern oft unter Vorspiegelung falscher Tatsachen persönliche Daten von Ihnen an.

    • Gefälschte Websites: Achten Sie auf seltsame URLs und andere Anzeichen unsicherer Websites, wenn Sie online shoppen.

    • Empfehlungen durch Prominente: Einige Betrüger berufen sich auf die Unterstützung oder Empfehlung Prominenter oder anderen bekannten Personen. Aber lassen Sie sich durch den äußeren Glamour nicht täuschen.

    Was im Fall eines Online-Betrugs zu tun ist

    Möglicherweise können Sie Ihr Geld nicht zurückbekommen oder alle Folgen eines Betrugs vermeiden. Hier beschreiben wir jedoch einige Schritte, die Sie proaktiv unternehmen können, wenn Sie einem Betrug zum Opfer gefallen sind:

    • Brechen Sie die Verbindung zum Betrüger ab: Sie werden ihn nicht davon überzeugen, Ihnen Ihr Geld zurückzugeben, also versuchen Sie es erst gar nicht. Durch die Fortsetzung der Beziehung bleibt die Tür für weitere Betrügereien in der Zukunft offen. Blockieren Sie seine E-Mail-Adresse oder sein Profil in den sozialen Medien und ignorieren Sie alle seine weiteren Versuche, Sie zu erreichen.

    • Wenden Sie sich an Ihre Finanzinstitute:Nehmen Sie Kontakt mit Ihrer Bank bzw. Ihrem Kreditkartenanbieter auf und finden Sie heraus, ob sie Ihnen helfen können, das verlorene Geld zurückzubekommen. Zumindest wissen sie dann, dass Sie betrogen wurden, und Sie haben die Gelegenheit, Sicherheitsoptionen für die Zukunft zu besprechen.

    • Lassen Sie Ihre Konten sperren: Falls Sie betrogen wurden, lassen Sie sofort Ihre Konten sperren, um zu verhindern, dass der Betrüger in Ihrem Namen neue Kreditlinien eröffnet.

    • Ändern Sie Ihre Passwörter: Falls Sie dem Betrüger sensible persönliche Daten mitgeteilt haben, gehen Sie proaktiv vor und ändern Sie Ihre Online-Login-Daten. Dies ist besonders wichtig bei Logins für Finanzaktionen wie Banking-Apps oder PayPal. Sie können zusätzliche Verluste vermeiden, indem Sie Betrüger nicht mehr an Ihre Konten oder Daten herankommen lassen.

    • Melden Sie den Betrug:Betrug ist eine kriminelle Handlung. Wenden Sie sich an die zuständigen Behörden in Ihrer Nähe und informieren Sie sie über den Betrug. Mit Ihrer Meldung leisten Sie möglicherweise einen wichtigen Beitrag, um zu verhindern, dass noch mehr Personen demselben Betrug zum Opfer fallen.

    • Teilen Sie Ihre Erfahrungen: Ihnen ist es vielleicht peinlich, auf einen Betrug hereingefallen zu sein. Aber indem Sie darüber sprechen, können Sie Ihre Gefühle vielleicht besser bewältigen, insbesondere nach einem Liebesbetrug. Sie tragen dadurch außerdem möglicherweise dazu bei, Ihre Freunde und Familie besser zu informieren und in die Lage zu versetzen, sich vor künftigen Scams zu schützen.

    • Holen Sie sich professionelle Unterstützung: Es schmerzt, betrogen zu werden, Sie müssen die Last allerdings nicht allein tragen. Suchen Sie professionellen Rat, wenn dieses Erlebnis starke negative Gefühle ausgelöst hat.

    So schützen Sie sich vor Betrug

    Hier folgen einige wichtige Tipps zur Cybersicherheit, mit denen Sie sich vor Betrug schützen können:

    • Klicken Sie nicht auf unbekannte Links: Überprüfen Sie Links in E-Mails sowie die E-Mail-Adressen selbst, um nicht auf Phishing-Betrug hereinzufallen.

    • Ändern Sie Ihre Passwörter regelmäßig: Verwenden Sie starke, eindeutige Passwörter, um den unberechtigten Zugriff auf Ihre Online-Konten zuverlässiger zu blockieren.

    • Nutzen Sie eine mehrstufige Authentifizierung:Aktivieren Sie Sicherheitseinstellungen wie die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) als zusätzliche Schutzmaßnahme beim Login über das bloße Passwort hinaus.

    • Nicht zu viel preisgeben:Geben Sie keine persönlichen Daten oder Kontodaten an Fremde oder in den sozialen Medien weiter. Wenn Betrüger diese Informationen online sehen, können sie sie zu Ihrem Nachteil verwenden.

    • Aktualisieren Sie Ihre Datenschutz-Einstellungen: Begrenzen Sie mithilfe der Privatsphäre-Einstellungen in den sozialen Medien, was Fremde in Ihren Profilen sehen und abrufen können. So sollte beispielsweise niemand außer Ihrer engeren Familie und Ihren Freunden Ihren Geburtstag kennen.

    • Bleiben Sie auf dem Laufenden über aktuelle Betrugsmaschen: Halten Sie auf dem Laufenden über die neuesten Betrugstrends und entsprechenden neuen Technologien, damit Sie wissen, wie Sie sich verhalten müssen, falls Sie einmal betroffen sind.

    • Installieren Sie eine Software für die Online-Sicherheit: Die besten Antivirus-Apps können helfen, bösartige, betrügerische Websites zu blockieren. Sie können Ihnen sogar dabei helfen, Downloads und Anhänge, die Malware enthalten, davon abzuhalten, Ihren Computer zu infizieren.

    Erhöhen Sie Ihre Internetsicherheit durch einen Rundumschutz

    Bei der Vermeidung von Betrugsversuchen ist Wachsamkeit oberstes Gebot. Aber gleichgültig, wie sehr Sie Ihre Sinne auch geschärft haben. Es wartet immer jemand darauf, dass Sie leichtsinnig werden. Hier kommt ein umfassendes Tool für Cybersicherheit ins Spiel.

    Avast One hilft Ihnen, sich vor Malware zu schützen, mit deren Hilfe Betrüger Ihre Geräte infizieren. Die Anwendung überwacht Ihr Gerät ununterbrochen auf Sicherheitslücken und blockiert bösartige Downloads, die die Betrüger bei Ihnen einschleusen wollen. Stärken Sie den Schutz Ihres Geräts mit einer bewährten Lösung für Online-Sicherheit, der Millionen Benutzer weltweit vertrauen.

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    Ivan Belcic
    12-02-2020