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Cyberkrieg: Formen, Beispiele und wie Sie sich schützen können

Einige Cyberangriffe sind so schwerwiegend, dass sie als Kriegshandlung angesehen werden können. Diese ausgeklügelten und gezielten Angriffe können enorme finanzielle und gesellschaftliche Schäden verursachen und sogar kritische Infrastrukturen physisch schädigen. Erfahren Sie, was Cyberkrieg bedeutet, wie er funktioniert und welche Auswirkungen die einzelnen Formen dieser digitalen Art der Kriegsführung auf Sie haben können. Und holen Sie sich eine leistungsstarke Online-Sicherheitsanwendung wie Avast One, um Ihre Geräte und Daten zu schützen.

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Verfasst von Oliver Buxton
Veröffentlicht am Juli 14, 2023

Was ist Cyberkrieg?

Bei Cyberkrieg handelt es sich um einen einzelnen oder eine Reihe von Cyberangriffen gegen ein Land oder einen Staat mit dem Ziel, einen strategischen oder militärischen Vorteil zu erlangen. In der Regel geht es darum, Netzwerke zu infiltrieren oder zu beschädigen, die Infrastruktur zu sabotieren und den Betrieb von Organisationen und Einrichtungen zu stören, die für die Interessen der Zielnation äußerst wichtig sind.

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Dieser Artikel enthält :

    Wie bei der konventionellen Kriegsführung besteht das Hauptziel der Cyberkriegsführung darin, das Land zu schwächen, indem der soziale Zusammenhalt, die politische Stabilität und die militärisch-industriellen Kapazitäten untergraben werden. Obwohl die Grenzen zwischen Cyberkrieg, Cyberkriminalität und Cyberterrorismus fließend sein können, ist Cyberkrieg nicht in erster Linie durch finanziellen Gewinn motiviert und wird von staatlich organisierten Akteuren verübt.

    Bei den manchmal auch als digitale Kriegsführung bezeichneten Operationen kommt es oft zu Angriffen auf:

    • Zivile Infrastrukturen wie Stromnetze oder Verkehrsmanagementsysteme

    • Finanzinstitute wie Banken und Kreditgenossenschaften

    • Militärische Einrichtungen, Auftragnehmer und andere Einrichtungen der nationalen Sicherheit

    • Einzelne Bürger des Ziellandes

    Welche Auswirkungen hat der Cyberkrieg?


    Cyberkrieg kann sich auf vielfältige und komplexe Weise auf den Einzelnen auswirken, z. B. in Form von Identitätsdiebstahl, finanziellem Verluste und sogar physischen Schäden durch das Unterbrechen lebenswichtiger Infrastrukturen und Dienste. Ganz allgemein können konzertierte Cyberangriffe Chaos verursachen und das Vertrauen der Öffentlichkeit untergraben, was sogar zivile Unruhen und politische Instabilität auslösen kann.

    Hier sind fünf Hauptauswirkungen von Cyberkrieg:

    1. Stromausfälle
      Eine Unterbrechung des nationalen Stromnetzes kann die Wirtschaft schädigen und die öffentliche Meinung beeinflussen.

    2. Kompromittierte Cybersicherheit
      Hackerangriffe können Softwaresysteme beschädigen oder sensible Regierungsnetzwerke kompromittieren.

    3. Datenlecks
      Groß angelegte Datenpannen können eine Reihe von personenbezogenen Daten betreffen, z. B. Krankenakten oder Bankkonteninformationen.

    4. Militär- oder Industriesabotage
      Direkte Angriffe auf die nationale Sicherheits- oder Wirtschaftsinfrastruktur eines Landes beeinträchtigen die militärischen oder industriellen Kapazitäten.

    5. Unterbrechung der Kommunikation
      Kommunikationsmittel wie Telefon, Handy, E-Mail oder andere können abgeschaltet, abgefangen oder anderweitig manipuliert werden.

    Beispiele für Angriffsmethoden im Cyberkrieg

    Keine Cyberkriegsmaßnahme ist wie die andere, und die Liste der möglichen Angriffsvektoren ist endlos. Spezifische Cyberkriegsoperationen fallen jedoch meist unter eine der folgenden Angriffsmethoden:

    • Malware-Angriffe
      Malware wie Viren und Würmer, lassen sich als Cyberwaffe einsetzen, um kritische Infrastrukturnetze oder industrielle Kontrollsysteme anzugreifen. Damit lassen sich Kommunikationsausfälle oder großflächige Abschaltungen des Stromnetzes oder der öffentlichen Versorgungsbetriebe verursachen.

    • Ransomware
      Im Kontext des Cyberkriegs fällt die Ransomware-Untergruppe der Malware in eine eigene Kategorie. Indem Ransomware kritische Netzwerke oder Daten als Geiseln nimmt, verursacht sie Störungen im Zielland und kann auch künftige Cyberkriegsoperationen finanzieren.

    • Distributed-Denial-of-Service (DoS)-Angriffe
      Der Einsatz von Botnets, die Websites mit gefälschten Anfragen bombardieren, wird als DoS-Angriff bezeichnet und zielt darauf ab, Systeme zu überlasten und kritische Vorgänge oder Dienste offline zu nehmen.

    • Spionage
      Wenn das Sammeln von Informationen das Hauptziel ist, können Spear-Phishing, Brute-Force-Angriffe, Passwort-Cracking und andere digitale Spionagetechniken eingesetzt werden, um sich in vermeintlich sichere Netzwerke zu hacken, mithilfe von Spyware Kommunikation abzuhören, Datenlecks zu verursachen oder Regierungsbehörden und hochrangige Personen zu erpressen.

    • Subversion
      Der Einsatz von digitaler Propaganda, Fake News und anderen Formen der Desinformation, die in die Medienlandschaft des Ziellandes eingeschleust werden, kann als Bestandteil der Cyber-Kriegsführung betrachtet werden – vor allem, wenn dies in Verbindung mit anderen Bemühungen geschieht, die das Vertrauen der Öffentlichkeit in Behörden und Institutionen untergraben und sozialen Unfrieden stiften sollen.

    • Insider-Aktivitäten
      Einige der folgenschwersten Cyberangriffe können von innen kommen. Hacktivisten, Whistleblower und andere inländische Informanten können sensible Informationen anonym im Dark Web verbreiten und damit unwissentlich oder absichtlich externe Angriffe auf die nationale Sicherheit eines Landes unterstützen.

    Cyberkriegsoperationen

    Bei der digitalen Kriegsführung handelt es sich um offensive oder defensive Cyberaktivitäten zum Schutz nationaler Interessen oder zur Schädigung eines anderen Nationalstaates. Sie werden in der Regel von militärischen Sondereinheiten oder regierungsnahen Hackergruppen durchgeführt.

    Hier sind einige bekannte Beispiele für Cyberkriegsangriffe:

    • Stuxnet (2010) war das erste Instrument für Cyberkrieg, mit dem physische Schäden an der Infrastruktur verursacht werden sollten. Bei Stuxnet handelte es sich um eine Malware-Cyberwaffe, die iranische Nuklearzentrifugen angriff und das Atomprogramm des Landes erheblich beeinträchtigte.

    • Cyberspionage der USA (2013) gegen Länder wie Brasilien und Deutschland kam durch Dokumente ans Licht, die von Edward Snowden geleakt worden waren.

    • Beim Sony-Pictures-Hack (2014) gelangten vertrauliche Dokumente von Sony Pictures Entertainment an eine staatlich organisierte Hackergruppe aus Nordkorea. Der Angriff war eine Reaktion auf die Veröffentlichung des Hollywood-Films "The Interview", in dem Nordkorea in einem schlechten Licht dargestellt wird.

    • Wannacry (2017) war ein Ransomware-Angriff, der ursprünglich von Nordkorea ausging. Wannacry nutzte eine Windows-Schwachstelle aus, um den Datenzugang auf Hunderttausenden von PCs in 150 Ländern zu sperren.

    • Stromausfälle im indischen Mumbai (2020) sollen Teil eines chinesischen Cyberangriffs gewesen sein, der als "Warnung" gegen Indien erfolgte.

    • Die russische Invasion der Ukraine (2022 bis heute) hat zu einer beispiellosen Eskalation der digitalen Kriegsführung geführt. Neben dem anhaltenden physischen Konflikt, ist auch der Einsatz von Wiper-Malware gegen ukrainische Organisationen weit verbreitet.

    Eine Karte, die die bedeutsamsten Angriffe der letzten Jahre im Bereich der Cyberkriegsführung zeigt.In den letzten Jahren wurden mehrere aufsehenerregende Cyberkriegsoperationen durchgeführt.

    Wie können sich Länder gegen Cyber-Kriegsführung verteidigen?

    Zum Schutz vor Cyberkrieg investieren Regierungen und hochrangige Organisationen in ausgefeilte Cybersicherheits-Tools, -Prozesse und -Richtlinien sowie in hochspezialisierte Experten, die für die Sicherung von Anlagen und Netzwerken verantwortlich sind.

    Zu den Abwehrmechanismen gehören Antivirus-Software, Endgeräteschutz, VPNs und weitere Datenverschlüsselungstechnologien. Ein weiteres Instrument sind nachrichtendienstliche Analysen durch Cybersicherheitsunternehmen und Geheimdienste, um potenzielle Angriffsvektoren und neue Bedrohungstrends zu ermitteln.

    Regierungen setzen auch proaktive Praktiken wie Penetrationstests und ethisches Hacking ein, um den Gegnern stets einen Schritt voraus zu sein. Beim ethischen Hacking simulieren autorisierte Hacker einen realen Angriff, um Schwachstellen aufzuzeigen, die dann behoben werden können. Penetrationstests sind ähnlich, aber sie werden mit einem spezifischeren Auftrag und Umfang durchgeführt.

    In den USA arbeiten das Verteidigungsministerium und HackerOne bei der regelmäßigen Übung „Hack the Pentagon“ zusammen, um freiberufliche und Amateur-Hacker im Rahmen einer nationalen Sicherheitsinitiative zu mobilisieren, an der die Bevölkerung mitwirken kann. Diese Art Software zur Ermittlung und Behebung von Fehlern auf den öffentlichen Websites des Ministeriums wurde auch vom britischen Verteidigungsministerium und von der Government Technology Agency in Singapur übernommen.

    So können Sie Ihre Geräte vor Cyberkriegsangriffen schützen

    Einzelpersonen sind im Allgemeinen nicht das primäre Ziel einer Cyber-Kriegsführung, was das nicht bedeutet, dass sie nicht davon betroffen sein können. Neben der möglichen Unterbrechung von Dienstenleistungen und Versorgungseinrichtungen, auf die Sie angewiesen sind, könnten Ihre persönlichen Informationen durch ein Datenleck gefährdet werden oder Ihre Geräte könnten den Kollateralschäden von groß angelegten, wahllos ausgeführten Malware-Angriffen zum Opfer fallen.

    Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre Daten und Geräte schützen:

    Laden Sie eine Cybersicherheitssoftware herunter


    Auf die Sicherheitsmaßnahmen Ihrer Regierung haben Sie wenig Einfluss, aber Sie können Ihre eigenen Geräte so gut wie möglich schützen. Es gibt eine Reihe von Sicherheitstools, die Ihnen helfen, online sicher zu bleiben, darunter Antivirus-Software, Firewalls, VPNs und Tools zur Überwachung auf Datenlecks.

    Benutzeroberfläche der Avast One-Cybersicherheitssoftware.

    Falls das nach sehr viel Technik klingt: Keine Panik. Mit All-in-One-Sicherheitslösungen wie Avast One können Sie alle Ihre Geräte vor einer Vielzahl von Cyberbedrohungen schützen – einschließlich vor bisher unbekannter Malware.

    Überprüfen Sie die Sicherheitseinstellungen für Ihre Konten


    Erhöhen Sie die Sicherheit Ihrer Konten für soziale Medien, E-Mails, Bankgeschäfte, Spiele und andere Konten, indem Sie öffentlich sichtbare Informationen einschränken und die Zwei-Faktor-Authentifizierung zur Anmeldung aktivieren. Prüfen Sie dann alle verfügbaren Einstellungen und Funktionen – jede zusätzliche Schutzebene, die Sie hinzufügen können, trägt zum Schutz Ihrer Privatsphäre und Ihrer Daten bei.

    Aktualisieren Sie regelmäßig Ihre Software


    Die Bedrohungen entwickeln sich ständig weiter. So wie Hacker ständig nach neuen Zero-Day-Schwachstellen suchen, um sie auszunutzen, wetteifern Sicherheitsingenieure darum, sie zuerst zu finden und zu beheben. Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihre Software, Anwendungen und Betriebssysteme regelmäßig aktualisieren, um von den neuesten Patches zu profitieren. Lassen Sie nach Möglichkeit automatische Updates zu, damit Sie immer auf dem neuesten Stand sind.

    Sichern Sie Ihre Daten


    Ihre persönlichen und sensiblen Daten können nicht nur gestohlen oder weitergegeben, sondern auch durch Hacker- oder Malware-Angriffe beschädigt oder gelöscht werden. Wenn Sie jedoch Ihre Festplatte klonen oder andere Methoden zur Datensicherung verwenden, können Sie darauf vertrauen, dass Sie selbst im schlimmsten Fall verlorene Dateien, Fotos und Daten wiederherstellen können.

    Erfahren Sie mehr über Cyberbedrohungen


    Wie erkennt man einen Phishing-Angriff? Welches sind die Anzeichen dafür, dass Ihr Laptop von einem Virus befallen wurde? Ist öffentliches WLAN sicher? Wenn Sie nicht bereits ein Experte für Online-Sicherheit sind, werden Sie wahrscheinlich davon profitieren, mehr über Cybersicherheit und potenzielle Bedrohungen zu erfahren. Damit Sie und Ihre Familie vor Schaden im Internet geschützt bleiben, müssen Sie ein grundlegendes Verständnis für die Regeln der Cybersicherheit haben.

    Schützen Sie sich und Ihre Familie mit Avast

    Die beste Verteidigungslinie gegen hochentwickelte Cyberbedrohungen ist eine umfassende Sicherheits-App mit einer Reihe von Funktionen, die Sie und Ihre Familie schützen.

    Avast One basiert auf einer preisgekrönten Anti-Malware-Software und enthält eine vollständige Suite mit Sicherheits- und Privatsphäre-Tools, die Ihr Heimnetzwerk schützen und Malware, Phishing-E-Mails, bösartige Websites und Hackerangriffe abwehren. Installieren Sie den Schutz für Ihre Geräte noch heute – kostenlos.

    Holen Sie sich Avast One für iPhone, um Hacker und Malware besser zu blockieren

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    Sicherheit
    Oliver Buxton
    14-07-2023