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Avast Academy Sicherheit Viren Der grundlegende Leitfaden zum Thema Computerviren

Der grundlegende Leitfaden zum Thema Computerviren

Persönliche Informationen entwenden, die Rechenleistung beeinträchtigen und viele weitere Schäden anrichten: All das können Computerviren. Ihre beste Verteidigung gegen Computerviren ist die Prävention. Lesen Sie also weiter, um zu erfahren, wie Sie sich vor dieser heimtückischen Form von Online-Angriffen schützen können.

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Was ist ein Computervirus?

Es sind zahlreiche Informationen (und Fehlinformationen) über den Begriff „Virus“ online im Umlauf. Lassen Sie ihn uns also eindeutig klären und den Computervirus ein für alle Mal definieren: Ein Computervirus ist ein sich selbst replizierendes, Schadprogramm bzw. einige Zeilen Programmcode, das oder der sich ohne Ihr Wissen oder Ihre Erlaubnis Zugang zu Ihrem Gerät verschafft.

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Dieser Artikel enthält:

    Einige Viren sind nur lästig, die meisten aber sind destruktiv und wurden entwickelt, um Ihr Gerät zu infizieren und die Kontrolle darüber zu erlangen. Ein Virus kann sich über Computer und Netzwerke verbreiten, indem er Kopien von sich selbst erstellt, genau wie ein biologischer Virus von einer Person auf eine andere übertragen wird.

    Und was ist mit Viren im Gegensatz zu Malware? Obwohl viele Menschen den Begriff „Virus“ verwenden, um sich auf jede Art von gefährlichem Programm zu beziehen, ist ein Virus nur eine Kategorie von Malware (bösartige Software), die alle Spielarten von Programmcode enthält, die mit der Absicht entwickelt wurden, Schaden anzurichten. Neben Viren gibt es noch andere Formen von Malware.

    Wie funktionieren Computerviren?

    „Computervirus“ ist ein Überbegriff, der viele verschiedene Typen von Viren, Übertragungsmechanismen und Folgeschäden umfasst. Wenn wir genau definieren, wie Computerviren funktionieren, können wir sie in zwei verschiedene Kategorien einteilen: jene, die zu infizieren und sich zu replizieren beginnen, sobald sie auf Ihrem Rechner landen, und jene, die sich dann völlig ruhig verhalten und darauf warten, dass Sie sie aktivieren (d. h. darauf warten, dass Sie unabsichtlich seinen Code ausführen). 

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    Viren kennen vier Phasen (inspiriert durch die wissenschaftliche Klassifizierung des Lebenszyklus eines echten Virus in der Biologie).

    • Ruhephase: In diesem Fall bleibt der Virus auf Ihrem System verborgen und geht sozusagen in Lauerstellung.

    • Ausbreitungsphase: Nun ist für den Virus der Zeitpunkt gekommen, virulent zu werden – er repliziert sich und speichert Kopien seiner selbst in Dateien, Programmen oder anderen Bereichen Ihrer Festplatte. Die Klone können leicht verändert werden, um einer Erkennung zu entgehen, und sie replizieren sich auch selbst, wodurch mehr Klone erstellt werden, die sich weiterhin immer wieder vervielfältigen.

    • Auslösephase: Im Allgemeinen ist eine bestimmte Aktion erforderlich, um den Virus auszulösen oder zu aktivieren. Dies kann eine Benutzeraktion sein, z. B. das Klicken auf ein Symbol oder das Öffnen einer App. Einige andere Viren sind so programmiert, dass sie nach einer bestimmten Frist zum Leben erweckt werden, beispielsweise, nachdem Ihr Computer zehn Mal neu gestartet wurde (um auf diese Weise ihren Ursprung zu verschleiern).

    • Ausführungsphase: Jetzt geht der eigentliche „Spaß“ erst richtig los. Der Virus gibt seine „Ladung“ frei, den Schadcode also, der Ihren Rechner schädigt.

    Wie verbreiten sich Computerviren?

    Computerviren können sich durch verschiedene Infektionsmechanismen über das Internet verbreiten. Möglicherweise Sie sich einen Virus einhandeln durch:

    Icon_01E-Mails: Als bevorzugte Methode von Cyberkriminellen können E-Mails schädliche Anhänge (in Form ausführbarer Dateien wie .EXE aber auch .ZIP), präparierte Links und sogar einen Infektionscode direkt im Nachrichtentext einer Mail im HTML-Format enthalten.

    Icon_02Downloads: Hacker können Viren in Apps, Dokumenten, die über Filesharing-Dienste versandt werden, in Plug-Ins und an zahllosen anderen Speicherorten verstecken, an denen Dateien zum Download verfügbar sind.

    Icon_03Messaging-Dienste: Viren können über SMS-Nachrichten oder Messaging-Dienste wie Facebook Messenger, WhatsApp und Instagram verbreitet werden. Dort treten sie wie bei E-Mails auch in Form von schädlichen Links, Anhängen oder ausführbaren Dateien auf.

    Icon_04Veraltete Software: Wenn Sie Ihre Apps oder Ihr Betriebssystem nicht aktualisiert haben, dann haben Sie mit ziemlicher Sicherheit Schwachstellen, die Cyberkriminelle ausnutzen können, um Viren einzuschleusen.

    Icon_05Malvertising: Viren können in Online-Werbung wie Bannerwerbung versteckt sein. Malvertising ist so heimtückisch, weil Täter ihren Schadcode sogar auf legalen, vertrauenswürdigen Websites wie der New York Times und der BBC verstecken können, die beide bereits infiziert wurden.

    Glücklicherweise gibt es einige einfache Möglichkeiten, sich gegen all diese Angriffsmethoden zu schützen, auf die wir etwas später eingehen werden.

    Was Computerviren anrichten

    Nach dem Eintritt in die Ausführungsphase und der Freigabe seiner gefährlichen Fracht beginnt ein Computervirus mit dem Angriff und es treten die ersten negativen Auswirkungen auf Ihrem Rechner auf. Da Viren den Code und die Ressourcen Ihres Systems zur Replikation missbrauchen, können auch in dieser Phase Probleme auftreten. Achten Sie auf folgende Anzeichen:

    • Schwaaache Performance

    • Fehlende oder beschädigte Dateien

    • Immer wieder auftauchende Popups

    • Endloses Rotieren der Festplatte

    • Programme oder bzw. Betriebssystem hängen sich auf und/oder stürzen ab

    • Vorfälle, die sich scheinbar aus dem Nichts ergeben, wie Apps, die sich von selbst öffnen, oder neue Dateien, die willkürlich auftauchen

    Avast_UI

    Viren verursachen nicht nur diese negativen Leistungsprobleme, sondern können auch vertrauliche, personenbezogene Daten wie Benutzernamen, Passwörter und Kreditkartendaten entwenden. Einige Viren können alle Ihre Kontakte als Spam versenden und versuchen, diese dazu zu bringen, sich ebenfalls mit dem Virus zu infizieren. Dies ist eine weitere Verbreitungsmöglichkeit.

    Sind potenziell alle Geräte von Viren bedroht?

    Um diese Frage zu beantworten, müssen wir zur Unterscheidung zwischen Viren und Malware zurückkehren: Denken Sie daran, dass ein Virus nur eine einzelne Form von Malware ist. Es gibt viele andere Computerinfektionen, die Ihr Gerät beschädigen, Ihre Daten stehlen und auf andere Weise Unheil anrichten können.

    Alle Geräte, einschließlich Macs, iOS- und Android-Geräte, können von Malware befallen werden. Tatsächlich kann sich jedes Gerät, das auf das Internet zugreifen kann, Malware einhandeln, sogar intelligente Geräte wie Kaffeemaschinen

    Von Ransomware über Spyware bis hin zu Trojanern gibt es eine ganze Palette wirklich übler Malware, auf die Sie bei all Ihren Gadgets achten müssen.

    Typen von Computerviren

    Selbst wenn wir uns explizit auf Viren beziehen (im Gegensatz zu anderen Formen von Malware, die sich nicht selbst replizieren), so gibt es auch hier unterschiedliche Arten von Computerviren.

    Hier einige Beispiele für Computerviren, die heutzutage im Internet verbreitet sind:

    • Direkte Aktionsviren: Als verbreitetste Form, die zumal auch am einfachsten zu erstellen sind, gelangen Direkte Aktionsviren auf Ihren Computer, verursachen dort Chaos (normalerweise, indem sich an viele .COM- oder .EXE-Dateien anhängen) und löschen sich dann selbst. Der berühmte Vienna Virus suchte nach .COM-Dateien, um sie zu infizieren bzw. zu zerstören, und obwohl er 1987 der erste Virus war, der von einem Antivirenprogramm bezwungen wurde, war das Update für all jene, die unter einem kommunistischen Regime lebten, nicht verfügbar. Im Jahr 1988 bezwang auch Avast-Gründer Pavel Baudis den Virus und brachte die Lösung für diejenigen, die nicht auf das erste Update zugreifen konnten.

    • Boot-Sektor-Virus: Wie der Name schon sagt, nisten sich Boot-Sektor-Viren in den Boot-Sektor ein (der beim Start für das Laden des Betriebssystems zuständig ist), um dann den Arbeitsspeicher sofort zu infizieren. Diese Typen von Viren wurden traditionell über Hardware wie Disketten, USB-Laufwerke und CDs verbreitet. Da diese veraltet sind, ist auch diese Art von Virus nicht mehr aktuell, obwohl der Stoner-Virus von 2014 ein Überbleibsel aus jener Zeit war – es zeigte Nachrichten zur Unterstützung der Legalisierung von Marihuana auf dem Bildschirm an.

    • Residenter Virus: Eine andere Art von speicherinfizierendem Virus – der residente Virus – wird in Ihrem RAM (kurzfristiger Speicher) eingerichtet. Da er sich im Arbeitsspeicher festsetzt, bleibt er auch dann erhalten, wenn Sie den ursprünglichen Virus entfernen. Ein bemerkenswertes Beispiel war der Magistr-Virus, der durch das Spammen Ihrer gesamten E-Mail-Kontaktliste alle Ihre Freunde erreicht. Er löscht auch eine große Anzahl an Dateien, zerstört den Speicher auf der Hauptplatine des Rechners und verfasst sogar anstößige Nachrichten.

    • Multipartiter Virus: Multipartite Viren steigern ihre zerstörerische Wirkung, indem sie sowohl Dateien als auch den Startbereich des Rechners infizieren. Ihnen ist schwer beizukommen, da sie Teile von sich selbst entweder in Dateien oder im Startbereich verstecken können. Der Invader-Virus war ein solches Beispiel, der Ihre Festplatte überschrieb, sobald Sie mit STRG + ALT + ENTF versuchten, ihn loszuwerden.

    • Polymorpher Virus: Ein weiterer hartnäckiger Typ sind polymorphe Viren, sie tarnen sich, indem sie ihre Gestalt ändern. Während sie sich replizieren, unterscheiden sich ihre Klone geringfügig voneinander, was ihnen auch hilft, eine Entdeckung zu verhindern. Ein Beispiel ist der VirLock-Virus, der seine Gestalt ändert und zugleich ein wenig Ransomware enthält. Er sperrt Ihre Dateien und verlangt anschließend, dass Sie für deren Freigabe bezahlen.

    • Makrovirus: Makroviren werden erstellt, um sich in Word-Dokumentdateien wie .DOC oder .DOCX zu verstecken. Nachdem Sie die Datei heruntergeladen haben, werden Sie aufgefordert, Makros zu aktivieren. Sobald Sie dies tun, wird der Virus aktiviert. Infizierte Makros wurden auch in Ransomware verwendet, wie beispielsweise der Locky-Stamm, der auf Gesundheitseinrichtungen abzielte, deren Dateien verschlüsselte und Lösegelder verlangte, um sie dann wieder zu entschlüsseln.

    Wie man die jüngsten Bedrohungen durch Computerviren vermeidet

    Wie bei jeder Art von Malware ist Prävention die beste Medizin. Sie können die neuesten Bedrohungen durch Computerviren vermeiden, indem Sie sich umsichtige Surfgewohnheiten aneignen. Hier sind einige Tricks, die Sie beachten sollten:

    • Entwickeln Sie eine gesunde Skepsis: Achten Sie auf Sonderangebote, Links oder Anhänge, die Sie in E-Mails und anderen Nachrichten nicht erwartet haben.

    • Bleiben Sie auf der sicheren Seite des Gesetzes: Versuchen Sie nicht, Raubkopien von Musik oder Filmen von Filesharing-Plattformen herunterzuladen. Sie wissen nie, was Sie sich möglicherweise damit einhandeln, wenn Sie eine Datei aus diesen nicht überprüften Quellen herunterladen.

    • Lassen Sie auch bei etablierten Online-Shops Umsicht walten: Während der Google Play Store und der Apple App Store ihre Apps auf Sicherheit überprüfen, so rutscht doch gelegentlich eine Malware durch die Maschen und infiziert einige Personen, bevor sie erkannt und aus dem Shop entfernt wird. Überprüfen Sie die App vor dem Herunterladen.

    • Vermeiden Sie Werbung und Popups: Durch Werbung können Viren oder anderer schädlicher Code in Werbung eingefügt werden. Vermeiden Sie daher, auf jede Art von Online-Werbung zu klicken. Wenn Sie an einem angezeigten Produkt interessiert sind, besuchen Sie direkt die Website des Unternehmens.

    • Installieren Sie Updates: Die einzigen Popups, die Sie nicht ignorieren sollten, sind Benachrichtigungen über Updates Ihres Betriebssystems oder anderer Programme. Diese Updates enthalten häufig Sicherheitspatches, die Sicherheitslücken schließen. Daher ist es wichtig, sie sofort einzuspielen.

    • Fügen Sie eine zusätzliche Schutzschicht hinzu: Ganz gleich, wie versiert Sie online sind, Viren können immer mal durchrutschen. Verbessern Sie Ihre Verteidigungsmechanismen mit einem robusten Antivirenprogramm wie Avast Free Antivirus, das als Sicherheitsnetz fungiert und Viren abfängt, bevor sie sich Ihrem System nähern können.

    Wenn Sie den Verdacht haben, dass sich bereits ein Virus oder eine andere Malware auf Ihrem System befindet, können Sie auch einen Scan durchführen und diese mit Avast entfernen. Weitere Informationen zum Entfernen von Schadcode, der Ihre Geräte infiziert, finden Sie in unseren Anleitungen:

    Anzeichen dafür, dass Ihr Gerät möglicherweise infiziert ist

    Haben Sie gleich von mehreren Freunden erfahren, dass Ihr E-Mail-Konto ihnen eine verdächtige Nachricht gesendet hat? Dies ist ein klassisches Anzeichen für eine Computer virusinfektion. Eine der Möglichkeiten, wie sich Viren weiter verbreiten, besteht darin, Ihre vollständige Kontaktliste – entweder per E-Mail, Text oder einem anderen Messaging-Dienst – als Spam zu versenden, um andere zum Herunterladen zu verleiten.

    Wie oben erwähnt, gibt es einige weitere Symptome eines Computervirus, auf die Sie achten müssen, z. B. viele Popup-Fenster, Abstürze oder das Einfrieren von Geräten und Apps, unerwartet träge Performance und insbesondere unerklärliche Änderungen an Ihren Geräte- und/oder Kontoeinstellungen.

    Holen Sie sich den ultimativen Schutz vor Computerviren

    Wenn Sie eines der oben genannten Anzeichen oder Leistungsprobleme bemerken, ist es an der Zeit, Ihre Abwehrkräfte zu bündeln und Maßnahmen zur Entfernung des Virus zu ergreifen. Avast verfügt über ein kostenloses Tool zum Entfernen von Viren, mit dem Sie alle Malware auf Ihrem System finden und entfernen können. Darüber hinaus blockiert Avast täglich mehr als 66 Millionen Bedrohungen und schützt Sie so vor zukünftigen Infektionen. Holen Sie sich zusätzlichen Schutz vor gefälschten Links, Downloads und Websites, damit Sie nie überrascht werden.

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