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Ist Windows Defender gut genug?

Windows 10 enthält eine kostenlose Antivirenanwendung, die zwar verspricht, Ihren Computer vor Malware zu schützen, doch reicht das aus? In einigen Fällen vielleicht, doch Antivirenprogramme von Drittanbietern bieten Ihnen einen umfassenderen Schutz. Lesen Sie weiter, um zu erfahren, warum Sie Ihren Schutz unbedingt mithilfe einer eigens dafür entwickelten Antivirensoftware erweitern sollten.

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Was ist Windows Defender?

Windows Defender ist ein in Windows 10 integriertes Anti-Malware-Programm. Es wird kostenlos aktualisiert, es erfordert kein Jahresabonnement und es wird von Microsoft unterstützt. Während einige Programme bekannt dafür waren, dass Sie den PC verlangsamen, kommt es bei Windows Defender zu keinen Leistungseinbußen.

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Dieser Artikel enthält:

    Microsoft hat nie behauptet, dass Windows Defender alles ist, was Sie zum Schutz Ihres PCs brauchen. Das Unternehmen hat diese Anwendung stets als Backup-Lösung zu umfassenden Sicherheitslösungen wie Avast Free Antivirus angeboten. Avast arbeitet als einer der führenden Partner im Rahmen der Microsoft Virus Initiative (MVI) eng mit Microsoft zusammen. Im Zuge dieser Zusammenarbeit testen beide Unternehmen ihre Anti-Malware-Tools gegenseitig.

    Wenn Sie eine Antivirensoftware auf Ihrem PC installieren, wechselt Windows Defender in den Standby-Modus, während Ihr primäres Tool die Arbeit erledigt. Wird keine Antivirensoftware erkannt, wird Windows Defender aktiviert und übernimmt die Rolle der primären Sicherheitsanwendung. Es steht außer Frage, dass Windows-Benutzer schon immer eine Anwendung zum Schutz vor Computerviren, Spyware und anderer Malware benötigt haben.

    Es ist nicht so, dass Windows ganz besonders anfällig für Viren wäre oder dass Windows ein unsicheres Betriebssystem wäre. Microsoft hat in der Absicherung des Systems hervorragende Arbeit geleistet, die Angriffsfläche – d. h. die Gesamtzahl der Angriffsvektoren bzw. -möglichkeiten – deutlich verringert und auf gefährliche Sicherheitslücken stets schnell reagiert. Windows ist das Primärziel von Malware-Entwicklern, da dieses Betriebssystem auf über 90 % aller Desktop-PCs zum Einsatz kommt.

    Es verhält sich genauso wie in einem guten alten Sprichwort, das dem Bankräuber Willie Sutton zugeschrieben wird, der gesagt haben soll, dass er deshalb Banken ausraubt, weil das der Ort ist, an dem Geld aufbewahrt wird. Wenn Sie darauf aus sind Bankanmeldedaten zu stehlen, greifen Sie logischerweise vor allem Windows-Benutzer an.

    Ist Windows-Defender nur für Windows 10 verfügbar?

    Unter dem Namen Windows Defender ist die Antivirenanwendung nur auf PCs mit Windows 8, Windows 8.1 und Windows 10 verfügbar.

    Allerdings gibt es diese Software schon seit vielen Jahren. Für Windows XP wurde sie unter dem Namen Microsoft Security Essentials veröffentlicht. Unter diesem Namen dürfte sie Ihnen auch aus Windows Vista und Windows 7 bekannt sein. Die Anwendung war zwar nicht in diesen Betriebssystemen integriert, doch sie war als kostenloser Download verfügbar.

    Wozu dient Windows Defender?

    Die neuste – und in Windows 10 integrierte – Version von Windows Defender wird als umfassende Antivirus-Lösung angepriesen. Sie verspricht einen Echtzeit-Schutz und eine Browser-Integration, um Sie vor bösartigen Webseiten zu schützen. Windows-Defender scannt außerdem Ihre Outlook-Mailbox auf verdächtige Anhänge.

    Lange Zeit war Microsoft Defender ein wahrer Hinterbänkler bei Vergleichstests von AV Test, dem Goldstandard in Sachen Virenschutzbewertung. Im Laufe des letzten Jahres, ist es Microsoft im Bereich der Standardvirenerkennung gelungen, die Lücke zu abonnementbasierten Antivirenprodukten zu schließen.

    Das Stichwort hier ist jedoch „Standard“. Der Hauptfokus von Defender liegt auf der Virenerkennung. Auch wenn viele Menschen dazu neigen, die Begriffe „Malware“ und „Virus“ synonym zu verwenden, handelt es sich dabei nicht um ein und dasselbe. Der Begriff Malware bezeichnet sämtliche bösartige Software. Bei Viren dagegen handelt es sich lediglich um einen Typ einer solchen Software. Ransomware ist beispielsweise ebenfalls eine Form von Malware, doch es handelt sich dabei nicht um einen Virus.

    Außer Malware gibt es noch andere Probleme, vor denen man sich online in Acht nehmen muss – wie z. B. Phishing-Scams und Betrugsversuche – die sich alle unter dem Oberbegriff Bedrohungen zusammenfassen lassen.

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    Gibt es irgendwelche Einschränkungen?

    Obwohl sich die Virenerkennungsrate von Windows Defender in den letzten Jahren stark verbessert hat, muss man bei der Software dennoch mit Einschränkungen rechnen. Zunächst einmal erkennt die Software nicht so viele verschiedene Formen von Malware wie Antivirus-Lösungen von Drittanbietern.

    Windows Defender beschränkt sich auf den Schutz vor Viren und bietet einen gewissen Schutz für Web-Browser und vor E-Mail-Bedrohungen. Diese integrierte Software erkennt weder andere Bedrohungen wie Ransomware noch sämtliche Browser-Exploits. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass es gut gegen bestimmte Arten von Malware ist, doch seine Benutzer bleiben für viele andere Arten anfällig. 

    Windows-Defender ist außerdem mit keinerlei zentralisiertem Protokoll- und Warnsystem ausgestattet. Es gibt keine Scan-Protokolle, anhand derer Sie herausfinden könnten, welche Bedrohungen erkannt wurden oder wann der letzte Scan stattgefunden hat. Daher können Sie den Zeitpunkt der letzten Überprüfung Ihres Computersystems nicht mit Gewissheit ermitteln. Unterm Strich heißt das, dass Benutzer nicht immer über neue Bedrohungen informiert oder vor ihnen geschützt sein müssen.

    Ein weiterer Nachteil ist, dass Sie stets Windows-Updates nutzen müssen, um neue Virendefinitionen manuell herunterzuladen – das sind Datenbank-Einträge zu neuen Viren, die Windows Defender für deren Erkennung benötigt. Alle führenden Antivirenprogramme aktualisieren sich automatisch im Hintergrund, üblicherweise mehrmals am Tag, und schützen Sie somit vor neuen Bedrohungen, sobald sie entstehen.

    Wie schlägt sich Avast Antivirus im Vergleich?

    Wie schneidet Windows Defender im Vergleich zu Avast Free Antivirus ab? Windows Defender beherrscht die Grundlagen ziemlich gut. Es führt verschiedene Arten von Scans aus, überprüft heruntergeladene Dateien und ist mit einer Firewall ausgestattet.

    Jüngste Tests haben gezeigt, dass Microsoft in Sachen Genauigkeit die Lücke zu anderen Antivirenprogrammen geschlossen hat, doch es weist immer noch einige Defizite auf. Windows Defender ist nicht so gut bei der Erkennung von Phishing-Angriffen und Ransomware, sein Browser-Schutz beschränkt sich auf Edge (das Microsoft wohl in Kürze zugunsten von Chrome aufgeben wird), und es kommt häufiger zu Fehlalarmen als bei der Konkurrenz.

    Im Vergleich dazu ist Avast Free Antivirus mit einer Vielzahl an Sicherheitsfunktionen ausgestattet, die zusammen für einen Rundumschutz seiner Benutzer sorgen. Zu diesen Funktionen gehören:

    • WLAN-Inspektor – prüft Ihr Heimnetzwerk auf gefährdete Geräte.

    • AutoSandbox – führt Dateien 15 Sekunden lang in einer sicheren Umgebung aus, um deren Sicherheit zu prüfen.

    • CyberCapture – leitet heruntergeladene Dateien zwecks Bedrohungserkennung an Avast weiter.

    • Verhaltensschutz – prüft Ihre Software auf Anzeichen einer Malware-Infektion.

    • Web-Schutz und E-Mail-Schutz – schützt Sie vor Bedrohungen in Ihrem Netzwerkdatenverkehr oder Posteingang.

    In kürzlich von AV-Comparatives durchgeführten Tests hat Windows Defender 99,5 % aller bekannten Malware und 96,3 % aller Zero-Day-Malware erkannt. Avast Antivirus hat in 100 % aller Zero-Day-Malware und aller bekannten Malware erkannt.

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    Laut AV-Comparatives verbraucht Avast außerdem weniger Ressourcen auf Ihrem Computer. Avast hat die Systemleistung deutlich weniger beeinträchtigt als Windows Defender. Keiner will ein Antivirenprogramm, das das System verlangsamt.

    Avast Free Antivirus ist die ultimative Lösung für die Erkennung von Malware und anderen Bedrohungen auf einem Windows-System.

    Reicht also Windows Defender wirklich aus?

    Windows Defender reicht aus, wenn Sie das Internet minimal verwenden und wenn Sie sich auf Windows-eigene Tools verlassen. (Gelegentlich kommt es zur Verbreitung von Malware über USB-Sticks, doch der Großteil aller Infektionen hat seinen Ursprung in Internetaktivitäten.)

    Windows Defender reicht ebenfalls als Backup-Lösung aus, wenn beispielsweise Ihr Antivirus-Abo ausläuft und Sie nicht in der Lage sind es zu verlängern. Das ist die Aufgabe von Windows Defender: Es dient als Backup-Lösung für eine eigens entwickelte Antivirus-Lösung.

    Bei intensiveren Surfaktivitäten, insbesondere solchen, bei denen Sie Ihre persönliche Daten weitergeben müssen, wie z. B. beim Online-Shopping und -Banking, sollten Sie auf einen Antivirus eines Drittanbieters setzen, da dieser Ihnen mehr Schutz bieten kann. Denken Sie daran, dass Viren nicht das einzige sind, wonach Sie Ausschau halten müssen – verschiedene Malware-Stränge, Phishing-Betrüge und andere Bedrohungen können Ihre Privatsphäre und Ihre Sicherheit gefährden.

    Kombinieren Sie Windows Defender mit dem ultimativen Drittanbieter-Antivirus

    Es ist gut zu wissen, dass Microsoft Ihnen den Rücken freihält, doch Windows Defender sollte immer nur als Zweitlösung eingesetzt werden. Es ist da, wenn Sie es brauchen, doch nur als eine Art temporäre Überbrückungsmaßnahme. Avast Free Antivirus verfügt über ein viel größeres und umfangreicheres Netzwerk zur Bedrohungserkennung, das Sie vor weitaus mehr Bedrohungsarten schützen kann als Windows Defender.

    Mit Avast Free Antivirus sind Sie gegen sämtliche Formen von Malware sowie gegen die meisten gängigen Infektionsvektoren – wie Schwachstellen in WLAN-Netzwerken, veraltete bzw. sich auffällig verhaltende Software, Phishing-Angriffe, usw. – geschützt. Schließen Sie sich den mehr als 435 Millionen Menschen weltweit an, die auf den weltweit beliebtesten Virenschutz setzen.

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