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Was ist Spam: Das unentbehrliche Handbuch zum Erkennen und Verhindern von Spam

Spam bezeichnet digitale Junk-E-Mails: Unerwünschte Nachrichten, die in großen Mengen über das Internet oder über ein elektronisches Nachrichtensystem versandt werden. Erfahren Sie, was Spam ist, wie es funktioniert, wie Sie Spam erkennen und wie Sie die Menge an Spam, die Sie erhalten, reduzieren können.

Spam-Hero

Was ist Spamming?

Jeder, der schon einmal im Internet war, ist irgendwann auf Spam gestoßen. Spam ist scheinbar untrennbar mit der Interneterfahrung verbunden; etwas, das wir mittlerweile als normal empfinden. Aber wie lässt sich Spam definieren? Was unterscheidet Spam-E-Mails von sonstigen E-Mails? Was bedeutet der Begriff „Spam“ im Zusammenhang mit dem Internet?

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Dieser Artikel enthält:

    Die Antwort lautet: „Spam ist stets unerwünscht“. Spam ist ärgerlich und wird normalerweise zu Werbezwecken an eine große Zahl von Benutzern gesandt. Sie haben einen Marketing-Newsletter abonniert und möchten ihn irgendwann nicht mehr. Das ist bedauerlich. Trotzdem handelt es sich hier nicht um Spam.

    Während „Spam“ unerwünschte Massennachrichten bezeichnet, wird unter Spamming der Versand dieser Nachrichten und unter Spammer die Person verstanden, die diese Nachrichten sendet. In den meisten Fällen ist Spamming geschäftlicher Art, und obwohl Spam-Nachrichten ärgerlich sind, müssen sie nicht zwangsläufig schädlich oder betrügerisch sein (auch wenn dies nicht ausgeschlossen ist).

    Woher stammt der Begriff „Spam“?

    Das Wort „Spam“ zur Bezeichnung unerwünschter Massennachrichten ist eine Bezugnahme auf einen Sketch von Monty Python. In diesem Sketch verkündet eine Gruppe von als Wikinger verkleideten Restaurantbesuchern lauthals, dass jedermann Spam essen und lieben muss. Dies ist mit der Art und Weise vergleichbar, in der ein Spammer Ihr Postfach mit unerwünschten Nachrichten überschwemmt.

    Spam ist ursprünglich eine Markenbezeichnung von Dosenfleisch, das in diesem Fall von den Wikingern genüsslich verzehrt wird. Mittlerweile ist der Begriff gleichbedeutend mit der schier endlosen Flut unerwünschter E-Mails.

    Welche Arten von Spam gibt es?

    Spam kann man braten, backen, mit Rührei vermischen, als Sandwichbelag verwenden oder sogar mit Reis und Seetang servieren. Bei der elektronischen Variante ist die Zahl der Möglichkeiten ähnlich groß. Hier ist eine Liste mit verschiedenen Arten von Spam:

    Email spamSpam-E-Mails: Dies ist die häufigste Art von Spam. Diese E-Mails verstopfen Ihr Postfach und lenken von wirklich wichtigen Nachrichten ab. Diese Spam-E-Mails können Sie alle bedenkenlos ignorieren.

    SEO spamSEO-Spam: Diese auch als „Spandexing“ bezeichnete Art von Spamming wird für den Missbrauch von Search Engine Optimization (SEO)-Methoden eingesetzt, um das Ranking der Website des Spammers zu verbessern. SEO-Spam lässt sich in zwei Hauptkategorien unterteilen:

      • Inhalts-Spam: Spammer füllen ihre Webseiten mit häufigen Stichwörtern, die in vielen Fällen nichts mit ihrer Website zu tun haben, um das Ranking in den Suchergebnissen mithilfe dieser Stichwörter zu verbessern. Andere wiederum überarbeiten bestehende Inhalte, um ihren Webseiten mehr Gehalt und Individualität zu verleihen.

      • Link-Spam: Wenn Sie einem Blog-Kommentar oder Forumsbeitrag begegnet sind, der randvoll mit irrelevanten Links gefüllt ist, handelt es sich um Link-Spam. Der Spammer missbraucht einen als „Backlinking“ bezeichneten SEO-Mechanismus, um den Verkehr auf seine Seite umzuleiten.

    Social networking spamSpam in sozialen Netzwerken: Das Internet wird immer sozialer. Ein Umstand, der von Spammern nur zu gerne genutzt wird, um Spam über gefälschte Konten auf beliebten sozialen Netzwerken zu verbreiten.

    Mobile spamSpam auf Mobilgeräten: Hierbei handelt es sich um die SMS-Variante von Spam. Neben mit Spam verseuchten Textnachrichten verwenden Spammer auch Push-Benachrichtigungen, um die Aufmerksamkeit auf ihre Angebote zu lenken.

    Messaging spamMessaging-Spam: Ähnlich wie E-Mail-Spam, jedoch schneller. Spammer verteilen Ihre Nachrichten über Instant Messaging-Plattformen wie WhatsApp, Skype und Snapchat.

    Wie erkenne ich Spam?

    Unabhängig davon, ob Spam über E-Mail, soziale Netzwerke oder einen sonstigen Kanal zu Ihnen gelangt: Spam lässt sich für gewöhnlich einem dieser „Genres“ zuordnen. Nun, da Sie einen Eindruck vom Wesen von Spam erhalten haben, dürfte es kein Problem mehr sein, Spam zu erkennen.

    Wenn jemand die Kontrolle über Ihr E-Mail-Konto erlangt, werden Sie möglicherweise mit unzähligen Spam-E-Mails überhäuft. Sie können unser praktisches Hack Check-Tool verwenden, um festzustellen, ob Ihre Passwörter geleakt wurden.

    Erfahren Sie, wie Sie Spam erkennen können, indem Sie nach den folgenden Arten von Nachrichten Ausschau halten, die alle mit Beispielen von meinem persönlichen E-Mail-Konto illustriert werden. Da mein E-Mail-Dienst automatisch einige Elemente in Spam-E-Mails blockiert, werden viele Bilder in den E-Mails nicht angezeigt.

    Achten Sie während der Lektüre dieses Abschnitts genau auf die tatsächlichen E-Mail-Adressen in diesen Beispielen. Viele der Adressen sind übermäßig lang und bestehen hauptsächlich aus einer zufälligen Reihenfolge von Buchstaben und Zahlen. Dies ist vom Spammer beabsichtigt und soll dazu beitragen, seine Identität zu verbergen.

    Diese Liste ist keineswegs erschöpfend, vermittelt aber trotzdem einen guten Eindruck zu den häufigsten Arten von Spam-E-Mails.

    • Gesundheit und medizinische Dienstleistungen: Wundermittel, Produkte für den Gewichtsverlust, fragwürdige Nahrungsergänzungsmittel, Therapien gegen Haarausfall, Anti-Aging-Lösungen, alternative Medikamente: All dies und mehr wird häufig von Spammern angeboten. Die meisten dieser Produkte halten nicht, was sie versprechen.

      Example of a spam email promoting an all-natural diabetes treatment

      Eine Spam-E-Mail, die ein Produkt gegen Diabetes bewirbt

    • Dating-Inhalte & für Erwachsene: Diese breit gefächerte Kategorie erstreckt sich von Online Dating-Diensten und Partnervermittlungsagenturen bis hin zu Websites, die Erwachseneninhalte und potenzsteigernde Mittel anbieten.

      Example of a spam email promoting an online dating service

      Eine typische Spam-E-Mail mit Werbung für einen Dating-Dienst

    • Computer, Internet und Technologie: Spammer nutzen den Umstand aus, dass viele Benutzer keine Computerexperten sind. Lassen Sie sich nicht von Software- oder Hardware-Angeboten, Internet- oder Mobilfunkdiensten oder allgemeiner Elektronikwerbung täuschen.

      Example of a spam email promoting a smart home security solution

      Diese Spam-E-Mail bewirbt eine Sicherheitslösung für Zuhause

    • Anmeldung für einen Dienst: Der Spammer versucht, Sie dazu zu verleiten, einen langfristigen Dienstleistungsvertrag abzuschließen. Schulungsprogramme und verschiedene Versicherungsarten sind hier besonders häufig. In diesem Fall möchten wir besonders auf die Dringlichkeit als Social Engineering-Tool hinweisen, womit der Leser zu einer übereilten Entscheidung gedrängt werden soll.

      Example of a spam email promoting a health insurance planDiese Spam-E-Mail stammt scheinbar von einer Krankenversicherung

    • Finanzdienstleistungen und Vergütungen: Diese Art von Spam-E-Mails verspricht Niedrigzinskredite, Hilfe bei Schulden oder sogar Geldgeschenke. Glauben Sie ihnen nicht!

      Example of a spam email offering a financial assistance checkHier sehen Sie eine Spam-E-Mail, die finanzielle Hilfe verspricht

    Auch hier sollen diese Beispiele nicht alle möglichen Methoden darstellen, die ein Spammer anwenden kann, sondern nur einige der am weitesten verbreiteten.

    Spamming vs. Phishing

    Der Unterschied zwischen Spamming und Phishing besteht in der Absicht des Spammers bzw. Phishing-Betrügers. Spammer sind zwar lästig, aber normalerweise wollen Sie Ihnen keinen Schaden zufügen. Sie haben etwas zu verkaufen und sie haben für sich entschieden, dass Spamming eine effektive Technik ist, um für ihr Produkt, ihr Angebot oder ihre Dienstleistung zu werben. (Natürlich können diese Produkte und Dienstleistungen minderwertig oder von betrügerischer Art sein.)

    Dagegen sind Phishing-Betrüger Cyberkriminelle, die mittels Irreführung oder Malware Ihre persönlichen Daten stehlen wollen. Ebenso wie Spam-E-Mails werden auch Phishing-E-Mails häufig in großen Mengen verschickt, allerdings mit ruchloseren Zielen, zu denen Betrug, Diebstahl und sogar Unternehmensspionage gehören können.

    Die unten dargestellte E-Mail ist ein berüchtigtes Beispiel für eine Art von Phishing-Betrug, bei der ein „nigerianischer Prinz“ um eine Vorauszahlung bittet, um Geld zu ergaunern.

    An example of an advance-fee phishing scam emailCaptain John White besitzt keine 11,5 Millionen US-Dollar. Es gibt ihn nicht einmal.

    Warum erhalte ich Spam-E-Mails?

    „Wie kann ein Spammer mich finden, wenn ich mich nicht für Spam angemeldet habe?“ Die traurige Wahrheit lautet, dass viele Unternehmen ihr Geld mit dem Verkauf Ihrer E-Mail-Adresse und anderer Kontaktinformationen an Dritte verdienen. Dieses Problem nahm ein derartiges Ausmaß an, dass die EU im Jahr 2018 die sogenannte Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) verabschiedete, die die Verwendung personenbezogener Daten durch Unternehmen regelt.

    Spammer verwenden Spam, weil es billig ist. Durch den Versand von Spam-E-Mails entstehen für den Spammer fast gar keine Kosten, unabhängig von der Anzahl der Empfänger. Wenn nur eine Handvoll Empfänger positiv auf die Kampagne reagiert, kann der Spammer mühelos einen Gewinn auf seine Investition erzielen.

    Da Spammer Spoofing nutzen, um ihre Identität vor den Empfängern und Internetdienstanbietern zu verbergen, können sie nur schwer für ihre Taten zu Rechenschaft gezogen werden. Die geringen Risiken machen Spam zu einer attraktiven Option für aggressive Werbe- und Marketingunternehmen.

    Wie kann man gegen Spam vorbeugen?

    Spam muss kein sichtbarer Bestandteil Ihres digitalen Lebens sein. Mit ein paar einfachen Tipps und Tricks können Sie lernen, wie Sie Spam-E-Mails stoppen und auch die Menge des allgemeinen Spam-Versands reduzieren können. Gleichzeitig erfahren Sie, wie Sie Spam-E-Mails blockieren und verhindern können, dass Sie in Ihrem Postfach angezeigt werden.

    • Verwenden Sie die Funktion Ihres E-Mail-Clients zum Melden von Spam. Der Großteil der gängigen E-Mail-Anbieter stellt eine praktische Schaltfläche zum Melden einer E-Mail als Spam bereit. So können Sie Ihren E-Mail-Client auch „trainieren“, sodass Spam-E-Mails besser erkannt werden. Auf diese Weise erkannte Spam-E-Mails werden direkt in den Spam-Ordner umgeleitet, ohne zuerst im Postfach zu landen. Falls der ausgewählte E-Mail-Client Spam- und Phishing-E-Mails nicht automatisch erkennt, sollten Sie zu einem anderen Client wechseln.

    • Gleichzeitig sollten Sie Ihren E-Mail-Client darauf hinweisen, bei welchen E-Mails es sich nicht um Spam handelt. Werfen Sie hin und wieder einen Blick in Ihren Spam-Ordner, und wenn Sie darin eine E-Mail finden, die dort nichts zu suchen hat, verschieben Sie sie in Ihr Postfach. So lernt Ihr Filter, welche E-Mails ignoriert werden können.

    • Melden Sie sich für Dinge mit einmaligen oder gefälschten E-Mail-Adressen an. Viele E-Commerce-Plattformen und Internetdienste setzen eine E-Mail-Adresse voraus. Falls es nicht absolut notwendig ist, sollten Sie nicht Ihre primäre E-Mail-Adresse für einmalige Registrierungen wie eBook-Startseiten oder Gaming-Apps verwenden. Sie wissen nie, wer Ihre E-Mail-Adresse an einen Spammer verkauft.

    • Reagieren Sie nicht auf Spam. Dieser gilt für alle Arten von Spam, nicht nur für E-Mails. Klicken Sie nicht auf Links, laden Sie keine Anhänge herunter und antworten Sie unter keinen Umständen auf die E-Mail. Andernfalls entsteht der Eindruck, dass Sie einfaches Ziel sind, sodass Sie noch mehr Spam erhalten.

    • Veröffentlichen Sie Ihre Kontaktinformationen nicht. Spammer können Kontakte online aufspüren. Halten Sie Ihre Online-Präsenz nach Möglichkeit privat. Dasselbe gilt auch für Ihre Telefonnummer und physische Adresse.

    • Falls Sie von einem Bekannten Spam erhalten haben, weisen Sie ihn darauf hin. Wenn Sie eine Spam-Nachricht von einem vertrauenswürdigen Kontakt erhalten haben, teilen Sie ihm mit, dass sein Konto gehackt und für Spamming verwendet wurde. So können die nötigen Gegenmaßnahmen eingeleitet werden, um die Kontrolle zurückzugewinnen.

    • Falls Sie eine Website verwalten, verwenden Sie aktuelle Software und Sicherheitsmaßnahmen. Halten Sie die Software Ihrer Website auf dem neuesten Stand, um sich vor Spammern zu schützen, die Schwachstellen ausnutzen wollen. Gleichzeitig sollten Sie die Captcha-Technologie auf Anmeldeseiten, Kommentaren und anderen interaktiven Bereichen einsetzen.

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    Angesichts der Milliarden von Spam-Nachrichten, die jeden Tag verschickt werden, geht früher oder später auch im sichersten Posteingang eine Spam-E-Mail ein. Stellen Sie sicher, dass Sie vor Spam-Links und Anhängen geschützt sind, die für Ihr Gerät schädlich sein könnten. Avast Free Antivirus erkennt und blockiert Malware mithilfe eines zweistufigen Verteidigungsmechanismus: Web-Schutz für internetbasierte Bedrohungen und Dateisystem-Schutz für alle auf Ihrem Computer befindlichen Daten.

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