Was ist ein Computervirus?
Ein Computervirus ist eine Form von Schadsoftware (Malware), die sich an eine Datei oder ein Programm heftet, sich selbst repliziert und versucht, sich auf weitere Systeme oder Geräte auszubreiten. Wird eine infizierte Datei oder ein infiziertes Programm geöffnet, kann der schädliche Viruscode "ausgeführt" werden und unerwünschte Aktionen durchführen – etwa Daten zerstören oder Informationen stehlen.
Die Begriffe werden oft synonym verwendet, doch es gibt einen Unterschied zwischen Virus und Malware: Alle Viren sind Malware, aber nicht jede Malware ist ein Virus. Viren sind vor allem durch ihre Verbreitungsweise definiert – sie können sich oft selbst replizieren, sogar ohne Zutun der Benutzer.
Sie infizieren Geräte heimlich, typischerweise nachdem ein Benutzer auf einen schädlichen Link klickt oder eine beschädigte Datei herunterlädt. Einmal auf einem Gerät, erstellen sie Kopien von sich selbst und suchen weitere Dateien oder Programme, die sie infizieren können – dabei springen sie sogar von einem Gerät auf andere. Computerviren verhalten sich damit genauso wie biologische Viren, die zwischen Menschen übertragen werden.
Computerviren sind eine Form von Malware, die sich an Dateien oder Programme heftet, sich selbst repliziert und auf andere Geräte ausbreitet.
Manche Computerviren sind einfach nur lästig, andere richten erheblichen Schaden an. Und es ist zwar richtig, dass Viren auf Macs und Mobilgeräten selten sind, dennoch bleiben sie ein Risiko, über das man Bescheid wissen sollte. Tatsächlich kann jedes Gerät mit Internetzugang von Viren oder anderen Arten von Malware betroffen sein – selbst smarte Geräte wie virtuelle Assistenten.
Hier nennen wir einige mögliche Schäden, die ein Virus anrichten kann:
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Er kann die Geräteleistung insgesamt beeinträchtigen.
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Er kann Dateien beschädigen oder löschen.
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Er kann Adware installieren, die endlose Popups verursacht.
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Er kann Programmabstürze oder Betriebssystemausfälle auslösen.
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Er kann Hardware wie Prozessoren oder Festplatten angreifen, stark belasten und schädigen.
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Er kann dazu führen, dass Apps, Dateien und andere Programme nicht mehr funktionieren.
Abgesehen von diesen Leistungsproblemen können Computerviren Sie auch anfällig für schlimmere Folgen machen. Manche Viren können persönliche Daten wie Benutzernamen, Passwörter und Kreditkartendaten stehlen – die Folge kann Betrug oder Identitätsdiebstahl sein. Andere Viren können alle Ihre Kontakte mit schädlichen E-Mails oder Nachrichten zuspammen und versuchen, sie dazu zu verleiten, den Virus ebenfalls herunterzuladen und die Verbreitung voranzutreiben.
Wie funktionieren Computerviren?
"Computervirus" ist ein Oberbegriff für viele verschiedene Arten von Schadprogrammen, die wiederum unterschiedliche Verbreitungsmechanismen nutzen und diverse Folgen haben können. Die meisten Computerviren haben jedoch eine Reihe gemeinsamer Merkmale, darunter die Fähigkeit, sich selbst zu replizieren, um andere Dateien oder Systeme zu infizieren, und die Ausführbarkeit, um nach Erfüllung einer Auslösebedingung Schaden anzurichten.
Ein Computervirus kann sofort damit beginnen, Ihren Computer zu infizieren, oder er kann warten, bis Sie ihn unabsichtlich auslösen.
Computerviren durchlaufen typischerweise vier Hauptphasen, die weitgehend biologischen Infektionszyklen ähneln: Ruhezustand, Ausbreitung, Auslösung und Ausführung. Nicht alle Viren folgen exakt diesem Ablauf, aber er eignet sich, die typischen Stadien von Infektion, Aktivierung und letztlich Schaden zu beschreiben.
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Ruhephase: Der Virus infiziert ein Computersystem und verschafft sich Zugang, wenn ein Benutzer eine infizierte Datei herunterlädt oder auf einen bösartigen Link klickt. Er versucht, sich verborgen zu halten, und verbleibt typischerweise eine Weile im Ruhezustand, bis der Benutzer eine Aktion ausführt.
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Ausbreitungsphase: Während er auf eine Benutzerinteraktion wartet, die die Infektion startet, repliziert sich der Virus selbst und versteckt Kopien von sich in Dateien, Programmen oder anderen Teilen Ihrer Festplatte. Diese Kopien replizieren sich ebenfalls und erstellen weitere Klone, die sich exponentiell weiter vermehren.
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Auslösephase: Eine bestimmte Aktion oder ein Ereignis aktiviert den Virus. Das kann über eine Benutzeraktion erfolgen, etwa wenn dieser auf ein Symbol klickt oder eine App öffnet, oder durch eine Logikbombe – versteckten Code, der nach festgelegten Bedingungen ausgelöst wird, etwa zu einem bestimmten Datum oder nach einer bestimmten Anzahl von Systemstarts.
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Ausführungsphase: Das Programm des Virus wird ausgeführt und setzt seine Payload frei: den Schadcode, der Ihr Gerät schädigt.
Wie verbreiten sich Computerviren?
Computerviren können sich auf fast jedem Weg verbreiten über den Dateien weitergegeben werden, solange der Virus von Antivirenprogrammen nicht erkannt werden kann. Typischerweise verbreiten sich Viren über schädliche Online-Downloads, infizierte E-Mail-Anhänge oder beschädigte Hardware wie externe USB-Sticks.
Hier beschreiben wir die gängigen Wege, wie sich Computerviren verbreiten und auf Ihren Computer gelangen können:
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E-Mails: E-Mails, wie sie etwa bei Phishing-Angriffen eingesetzt werden, können schädliche Anhänge, schädliche Links oder sogar eine Infektion direkt im HTML-Code des E-Mail-Texts enthalten.
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Downloads: Hacker können Viren in Apps, über Filesharing-Dienste verschickten Dokumenten, Plug-ins und an den meisten Orten verstecken, an denen Dateien zum Download verfügbar sind.
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Messaging-Dienste: Viren können über SMS- oder Messaging-Betrug verbreitet werden, der auf Plattformen wie Facebook Marketplace, WhatsApp oder Instagram organisiert wird – dabei fügen die Hacker schädliche Links oder Anhänge in ihre Nachrichten ein.
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Veraltete Software: Wenn Sie Ihre Apps oder Ihr Betriebssystem nicht aktualisieren, setzen Sie sich möglicherweise Sicherheitslücken aus, die Cyberkriminelle ausnutzen können, um Viren in Ihr Gerät zu "injizieren".
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Malvertising: Viren können in Online-Werbung versteckt sein, die über Werbenetzwerke verbreitet wird. Bei Malvertising-Taktiken verstecken die Täter schädlichen Code oft in Werbeanzeigen (oder auf den Websites, zu denen die Anzeigen bei Klick führen) – sogar in Anzeigen auf legitimen, vertrauenswürdigen Websites wie der New York Times oder der BBC.
Verschiedene Arten von Computerviren
Es gibt viele Arten von Computerviren, von Direct-Action-Viren und Makroviren bis zu Spacefillers und File Infectors. In jedem dieser Fälle verhalten sie sich unterschiedlich, und sie kann Schäden unterschiedlicher Art verursachen. Wenn Sie verstehen, wie diese Viren funktionieren, können Sie Anzeichen einer Infektion erkennen und Schritte unternehmen, um zu verhindern, dass Ihr Gerät geschädigt oder Ihre Daten geleakt werden.
File-Infector-Virus
File-Infector-Viren heften sich an ausführbare Dateien wie .exe- oder .com-Dateien. Sie werden aktiv, wenn die infizierte Datei geöffnet wird, und versuchen dann, sich auf andere Dateien oder Geräte im selben Netzwerk auszubreiten. Sie stellen eine erhebliche Sicherheitsbedrohung dar, weil sie kritische Software beschädigen, die Leistung verlangsamen, Backdoors für Angreifer öffnen und schnell zu einer weitreichenden Infektion führen können.
Manche File-Infector-Varianten überschreiben Dateien, andere fügen Code ein, ohne den ursprünglichen Inhalt zu beschädigen, was sie schwerer erkennbar macht. Ein häufiges Anzeichen von File-Infector-Viren ist eine unerklärliche Zunahme der Dateigröße.
Makrovirus
Makroviren verstecken sich typischerweise in Dokumentdateien wie .doc- oder .docx. Wenn Sie eine infizierte Datei herunterladen und zu öffnen versuchen, werden Sie aufgefordert, Makros zu aktivieren. Doch wenn Sie diese Aktion bestätigen, lösen Sie den Virus aus, der damit beginnt, Dateien zu beschädigen oder Daten zu stehlen.
Infizierte Makros wurden auch bei Ransomware eingesetzt, etwa beim Locky-Stamm, der Gesundheitseinrichtungen ins Visier nahm, ihre Dateien verschlüsselte und Lösegeld für deren Entschlüsselung forderte.
Web-Scripting-Virus
Web-Scripting-Viren verbreiten sich über Skripte mit Schadcode, die in Websites, E-Mails oder Online-Werbung eingebettet sind. Sie zielen typischerweise auf Webbrowser und Webanwendungen ab und nutzen Sicherheitslücken aus – oft über Cross-Site-Scripting-(XSS-)Methoden –, um bösartige Aktionen auszuführen, wenn ein Benutzer eine infizierte Seite besucht.
Web-Scripting-Viren werden in Web-Scriptsprachen wie JavaScript oder VBScript geschrieben und in HTML-Inhalte eingebettet. Sie können möglicherweise sensible Daten stehlen, Benutzer auf schädliche Websites umleiten oder zusätzliche Malware herunterladen. Und sie können sich schnell auf mit dem Internet verbundene Geräte ausbreiten, indem sie Sicherheitslücken in Browsern ausnutzen, um in private und in Unternehmenssysteme einzudringen.
Polymorpher Virus
Polymorphe Viren sind eine hartnäckige Art von Virus, die sich durch "Gestaltwandel" verstecken. Wenn sie sich selbst replizieren oder Kopien von sich selbst erstellen, unterscheidet die neuen Versionen geringfügig voneinander. Das bedeutet: Selbst wenn der ursprüngliche Virus von einem Sicherheitssystem erkannt wird, bleiben seine Varianten möglicherweise verborgen.
Ein Beispiel ist der VirLock-Virus, der sich 2016 schnell über Cloud-Speicher und gemeinsam genutzte Apps verbreitete. VirLock war nicht nur polymorph, sondern enthielt auch eine Ransomware-Komponente, die Dateien sperrte und Lösegeld für deren Freigabe forderte.
Residenter Virus
Ein residenter Virus ist eine Virusart, die sich in Ihrem RAM (Arbeitsspeicher) einnistet, was seine Chancen erhöht, auch dann erhalten zu bleiben, wenn Sie die ursprünglich infizierte Datei entfernen.
Ein bemerkenswertes Beispiel ist der Magistr-Virus, der erstmals 2001 auftauchte. Er verbreitete sich, indem er die Kontaktliste des Opfers mit Spam überflutete und versuchte, Kopien von sich selbst über infizierte Anhänge an andere Geräte zu senden. Er löschte außerdem Dateien und beschädigte Speicherkomponenten auf den Motherboards betroffener Systeme.
Overwrite-Virus
Ein Overwrite-Virus infiziert Dateien, indem er ihren Inhalt durch Schadcode ersetzt, während der ursprüngliche Dateiname unverändert bleibt. Sobald eine Datei überschrieben ist, sind die ursprünglichen Daten dauerhaft zerstört und können nicht wiederhergestellt werden.
Diese Viren verbreiten sich oft über E-Mail-Anhänge, infizierte Downloads oder Wechseldatenträger und zielen typischerweise auf ausführbare Dateien (.exe) ab. Ein Overwrite-Virus kann nicht nur Daten beschädigen, sondern auch Anwendungen lahmlegen, die Systemfunktionalität stören und sich schnell über ein Netzwerk ausbreiten, was zu erheblichen Datenverlusten und Betriebsausfällen führt.
Direkte Aktionsviren
Direkte Aktionsviren gehören zu den häufigsten Computerviren und sind am einfachsten zu erstellen. Sie funktionieren normalerweise, indem sie sich an eine .com- oder .exe-Datei heften, und können erhebliche Systemprobleme verursachen, wenn sie auf einem Computer installiert werden.
Der berühmte Vienna-Virus war ein Direct-Action-Virus, der nach .com-Dateien suchte, um sie zu infizieren und/oder zu zerstören. Dies war der erste Virus, der – 1987 – jemals von einem Antivirenprogramm besiegt wurde, obwohl die Lösung für Menschen unter kommunistischen Regimen nicht verfügbar war. 1988 schrieb der Avast-Mitgründer Pavel Baudis ein Programm gegen den Virus, nachdem er ihn auf einer Diskette entdeckt hatte, und stellte es den Benutzern zur Verfügung, die keinen Zugang zur ersten Lösung hatten.
Multipartite Viren
Multipartite Viren erhöhen ihre Schlagkraft, indem sie sowohl Ihre Dateien als auch den Boot-Bereich infizieren. Ihre Fähigkeit, verschiedene Systeme in einem Computer zu infizieren, macht sie besonders schwer zu entfernen und kann zu langfristigen Infektionen führen.
Ein Beispiel für einen multipartiten Virus ist der Invader-Virus, bekannt dafür, dass er Ihre Festplatte überschreibt, sobald Sie STRG + ALT + ENTF drücken, um ihn loszuwerden. Ein weiteres Beispiel ist der Flip-Virus, der Anfang der 1990er Jahre auftauchte und bestimmte Bildschirme zu einer bestimmten Tageszeit horizontal drehte.
Companion-Virus
Companion-Viren nutzen aus, wie Betriebssysteme Dateien ausführen. Sie erstellen eine Schaddatei mit demselben Namen wie eine legitime ausführbare Datei, aber mit einer anderen Erweiterung. Der Virus kann sich beispielsweise als notepad.com speichern, um ein legitimes Programm namens notepad.exe zu imitieren.
Wenn Sie versuchen, das echte Programm auszuführen, führt das System möglicherweise zuerst die Schaddatei aus, was dem Angreifer die Kontrolle gibt und zu Datenverlust, Systemlecks oder unbefugtem Zugriff führt.
Der AIDS-II-Companion-Virus erstellte für jede .exe-Datei auf einem infizierten Gerät eine .com-Datei und verursachte Anfang der 1990er Jahre Chaos. Diese Viren zielen typischerweise auf DOS-basierte Systeme (Computer mit Disk Operating Systems) ab, können aber auch für moderne Systeme angepasst werden.
Stealth-Virus
Stealth-Viren versuchen, sich vor Antivirusprogrammen zu verstecken, indem sie Datei- oder Festplattenlesevorgänge abfangen und eine sauber aussehende Kopie liefern (oder Zeitstempel wiederherstellen), sodass Scanner nichts Verdächtiges sehen. Sie sind oft gegen ausführbare Dateien oder Boot-Sektoren gerichtet und versuchen, sich unbemerkt zu verbreiten, während sie bösartige Aktionen wie Datenbeschädigung oder Verlangsamung der Systemleistung durchführen. Ihre Tarnung ermöglicht es ihnen, länger erhalten zu bleiben, und erhöht das Risiko von Datenverlust oder Systemschäden.
Spacefiller-(Cavity-)Virus
Spacefiller- oder Cavity-Viren infizieren ausführbare Dateien, indem sie ungenutzte oder leere Bereiche darin ausfüllen. Während manche Viren, etwa File Infectors, die Größe der infizierten Datei erhöhen, sind Spacefillers schwerer zu erkennen, da sie einfach Lücken im Code der Datei füllen. Solche Computerviren verstecken sich typischerweise in Programmdateien und führen verursachen Schäden, indem sie Daten beschädigen, sich auf andere Dateien ausbreiten oder die Systemsicherheit angreifen.
Boot-Sektor-Virus
Boot-Sektor-Viren schleichen sich beim Start (Booten) des Betriebssystems auf Computer, um sofort den Arbeitsspeicher zu infizieren. Sie verbreiteten sich traditionell über Hardware wie Disketten, USB-Sticks und CDs.
Der erste Computervirus, von dem bekannt ist, dass er allgemein verbreitete, war Elk Cloner, ein Boot-Sektor-Virus, der Apple-II-Systeme über Disketten infizierte. Er wurde 1982 als Scherz von einem Schüler namens Richard Skrenta erstellt und breitete sich auf andere Disketten aus, die in das Laufwerk eingelegt wurden. Der Virus ließ infizierte Computer seltsam reagieren und zeigte nach 50-maligem Ausführen des Programms ein Gedicht an.
Da Wechselmedien veralten, stirbt auch der Boot-Sektor-Virus langsam aus. Überreste früher Boot-Sektor-Viren tauchen jedoch gelegentlich auf – 2014 wurde eine Signatur des Stoned-Virus aus dem Jahr 1987 auf der Bitcoin-Blockchain gefunden. Der ursprüngliche Virus zeigte Bildschirmnachrichten zur Unterstützung der Marihuana-Legalisierung an, wobei der Blockchain-Vorfall keinen echten Schaden verursachte.
Computervirus-Bedrohungen 2025
Mit Computerviren verbinden Sie vielleicht eine vergangene Ära der Cybersicherheit, doch sie entwickeln sich ständig weiter und bleiben eine Bedrohung, vor der man sich schützen sollte. Moderne Viren haben sich an neue Technologien, Sicherheitsmaßnahmen und Chancen angepasst, was sie genauso gefährlich macht wie jene, die in früheren Jahrzehnten Chaos verursachten.
Hier sind einige der bemerkenswerten Computervirus-Bedrohungen, die 2025 gemeldet wurden:
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PromptLock: PromptLock ist lautIT Pro und anderen Medien eine KI-gestützte Ransomware, die ein lokal gehostetes LLM mit der Bezeichnung "gpt-oss:20b" verwendet, um bösartige Skripte für Datendiebstahl und -verschlüsselung über Windows, Linux und macOS zu generieren. Derzeit wird sie als Proof-of-Concept und nicht als aktive, voll entwickelte Waffe eingestuft.
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TeleGrab: Das Center for Internet Security (CIS) meldete den TeleGrab-Virus als Infostealer (Malware, die sensible Daten wie Passwörter, Dateien oder Zugangsdaten stiehlt), der die Desktop- und Webversionen der sicheren Messaging-App Telegram ins Visier nimmt. Der Virus sammelt Cache- und Schlüsseldateien, kapert Chat-Sitzungen und erfasst Kontakte und Chatverlauf, was erhebliche Datenschutz- und Sicherheitsrisiken verursacht.
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DarkGate: DarkGate wurde erstmals 2024 von EclecticIQ. Es handelt sich um eine Malware-as-a-Service-Plattform, die von Cybercrime-Gruppen im Darknet genutzt wird, um Finanzorganisationen in den USA und Europa anzugreifen. Sie bietet eine Reihe von Tools (Fernsteuerung, Keylogging, Rootkit-Tarnung, Malware-Einschleusung und sogar Crypto-Jacking), um den Zugriff auszuweiten und Daten zu extrahieren.
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SnakeKeylogger: SnakeKeylogger wird in einem aktuellen Gen Threat Report als prominenter Infostealer im Jahr 2025 genannt. Er stellt eine erhebliche Bedrohung für die persönliche und die Unternehmenssicherheit dar, indem mithilfe vonKeylogging sensible Informationen erfasst – was zeigt, wie wichtig robuste Cybersicherheitsmaßnahmen sind.
So wehren Sie Computerviren ab
Wie bei Malware jeglicher Art ist Prävention die beste Medizin gegen Viren. Mit guter Computerhygiene und Anti-Malware-Tools erreichen Sie viel, um sich vor ihrem Schadenspotenzial und vor den Methoden zu schützen, mit deren Hilfe Cyberkriminelle sie auf Ihr Gerät schmuggeln wollen. Zu den grundlegenden Schritten gehören die regelmäßige Aktualisierung Ihrer Software, die Verwendung starker Passwörter und Wachsamkeit gegenüber möglichen Betrugsversuchen.
Hier sind einige weitere Tipps, die Sie beachten sollten:
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Entwickeln Sie eine gesunde Skepsis: Achten Sie auf Sonderangebote, Links oder Anhänge, die Sie in E-Mails und anderen Nachrichten nicht erwartet haben. Diese könnten darauf hindeuten, dass Sie es ein Betrüger auf Sie abgesehen hat, der hofft, Ihr Gerät mit einem datenstehlenden Virus zu infizieren.
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Installieren Sie einen Browser mit starker Privatsphäre: Laden Sie einen sicheren Browser herunter, der Ihnen hilft, Ihre Online-Aktivitäten zu verbergen, unsichere Websites und Downloads zu blockieren, die möglicherweise Infektionen enthalten, und Ihre privaten Daten zu sichern.
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Vermeiden Sie Raubkopien: Raubkopierte Medien wie Musik oder Filme von Filesharing-Plattformen können Malware enthalten. Laden Sie Dateien nur aus offiziellen, legitimen Quellen herunter, um besser geschützt zu bleiben.
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Laden Sie nur legitime Apps herunter: Laden Sie Apps nur aus offiziellen Online-Shops wie dem Google Play Store und Apples App Store herunter. Selbst dann ist es ratsam, die Bewertungen zu prüfen und den Entwickler der jeweiligen App zu recherchieren, um sicherzustellen, dass die App legitim ist, bevor Sie sie installieren.
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Vermeiden Sie Werbung und Pop-ups: Malvertising-Angriffe schleusen Viren oder anderen bösartigen Code in Anzeigen ein. Seien Sie also vorsichtig, wenn Sie mit Online-Anzeigen interagieren. Wenn Sie an einem Produkt interessiert sind, das Sie sehen, besuchen Sie die offizielle Website des Unternehmens, anstatt auf einen Link in der Anzeige zu klicken.
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Halten Sie Software auf dem neuesten Stand: Wenn Sie Benachrichtigungen über Aktualisierungen Ihres Betriebssystems oder anderer Programme sehen, reagieren Sie umgehend. Diese Updates können Sicherheitspatches enthalten, die kritische Sicherheitslücken schließen.
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Verwenden Sie ein zuverlässiges VPN: Ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) kann Viren nicht direkt stoppen oder entfernen, aber es kann Sie vor damit verbundenen Online-Bedrohungen schützen, indem es die von Ihnen übertragenen Daten verschlüsselt, Ihre IP verbirgt und sogar schädliche Websites blockiert, die infizierte Downloads oder Phishing-Links hosten könnten.
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Verwenden Sie zuverlässige Cybersicherheitssoftware: Ganz gleich, wie versiert Sie online sind, Viren können immer mal durchrutschen. Schützen Sie Ihr Gerät und Ihre Daten mit einem kostenlosen Antivirus-Pprogramm, das Viren abfangen kann, bevor sie Ihr System infizieren.

Antivirus-Software kann Ihr Gerät in Echtzeit überwachen, um Viren und andere Malware zu erkennen, zu blockieren und zu entfernen. Installieren Sie Avast Free Antivirus, um vor den neuesten Computervirus-Bedrohungen geschützt zu bleiben. Automatisieren Sie Virenscans, holen Sie sich Echtzeitschutz vor ner Reihe von Online-Bedrohungen, und stärken Sie Ihre gesamte Systemsicherheit.
So erkennen Sie, ob Ihr Computer einen Virus hat
Wenn Ihr Gerät sich seltsam verhält, kann das ein Warnzeichen dafür sein, dass es von einem Virus infiziert wurde. Dies gilt insbesondere, wenn die Veränderung plötzlich auftritt. Häufige Anzeichen sind plötzliche Verlangsamungen oder Abstürze, fehlende, veränderte oder beschädigte Dateien sowie unerwartete Popups oder Programme, die Sie nicht installiert haben. Achten Sie auf diese Anzeichen, um einen Virus im Frühstadium zu erkennen:
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Häufige Abstürze und Einfrieren: Viren können Systemressourcen überlasten oder wichtige Dateien beschädigen; die Folge ist unberechenbares Verhalten des Computers.
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Langsamer Betrieb oder nicht reagierende Programme: Schadsoftware läuft oft im Hintergrund und verbraucht Rechenleistung und Speicher, ohne dass Sie es bemerken. Dies kann dazu führen, dass Ihr Mobiltelefon oder Computer langsamer wird oder nicht mehr reagiert.
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Beschädigte, fehlende oder doppelt vorhandene Dateien: Manche Viren löschen, beschädigen oder ändern Dateien, während sie sich verbreiten. Achten Sie auf Dateien, die sich verändern (oder deren Größe zunimmmt), ohne dass Sie die Änderungen vornehmen.
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Übermäßige Popups oder unerwünschte Werbung: Diese lästigen Popups können auf Adware oder schädliche Erweiterungen hinweisen, die Ihren Browser kapern, um Sie auf schädliche Websites umzuleiten.
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Von Ihren Konten gesendete verdächtige Nachrichten: Wenn ein Virus sich Zugang auf eine Messaging-Plattform verschafft, könnten Ihre Kontakte seltsame Nachrichten oder E-Mails melden, die Sie nicht gesendet haben und die oft bösartige Links oder Anhänge enthalten.
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Neue Programme oder Symbolleisten, die Sie nicht installiert haben: Neue Software, die plötzlich ohne ersichtlichen Grund auf Ihrem Computer erscheint, könnte als legitime Tools getarnte Malware sein.
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Deaktivierte Antiviren- oder Sicherheitssoftware: Viren versuchen oft, Sicherheitssoftware zu neutralisieren, um nicht erkannt zu werden. Prüfen Sie Ihre Antivirus-Software auf Einstellungsänderungen.
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Unerklärliche Änderungen an Ihren Geräte- oder Kontoeinstellungen: Wenn Ihr Computer mit einem Virus infiziert ist, bemerken Sie möglicherweise Änderungen an zentralen Systemeinstellungen; infolgedessen könnte Ihr Gerät sich ungewohnt verhalten.
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Überhitzung oder ungewöhnlich hohe Lüfteraktivität selbst bei wenig intensiver Nutzung: Da Viren im Hintergrund Systemressourcen verbrauchen, können sie Strom verbrauchen und Überhitzung verursachen.
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Übermäßige Netzwerkaktivität: Wenn Sie bemerken, dass Ihre Netzwerknutzung plötzlich ohne sonstige Erklärung in die Höhe schnellt, könnte ein Virus heimlich Ihre persönlichen Daten hochladen oder mit Remote-Servern kommunizieren.
So entfernen Sie einen Computervirus
Wenn Sie vermuten, dass sich ein Virus auf Ihrem Desktop-Computer, Mac, Android oder iPhone eingeschlichen hat, handeln Sie unverzüglich, um ihn zu entfernen und mögliche Schäden zu minimieren. Einen Computervirus zu entfernen kann eine scheinbar überwältigende Aufgabe sein, aber die meisten Infektionen lassen sich mit ein paar sorgfältigen Schritten beseitigen.
Sie können diesem einfachen Ablauf folgen:
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Trennen Sie die Internetverbindung, damit sich der Virus nicht auf weitere Gerät ausbreiten kann.
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Löschen Sie temporäre Dateien – dadurch entfernen Sie möglicherweise bereits den Virus selbst.
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Starten Sie Ihr Gerät im abgesicherten Modus neu, um zu verhindern, dass der Virus ausgeführt wird.
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Installieren bzw. aktualisieren Sie Ihre Antivirus-Software, um die neueste Bedrohungserkennung zu erhalten.
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Führen Sie einen vollständigen Systemscan durch, und befolgen Sie die Anweisungen Ihres Antivirus, um gefundene Bedrohungen zu entfernen.
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Starten Sie Ihren Computer im normalen Modus neu.
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Aktualisieren Sie Ihr Betriebssystem und Ihren Browser, um Sicherheitslücken zu schließen.
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Falls der Virus bestehen bleibt, suchen Sie professionelle Unterstützung.
Stärken Sie Ihren Schutz vor Computerviren
Jetzt wissen Sie, was Computerviren wirklich sind, wie sie funktionieren und welchen Schaden sie anrichten können. Damit sollte Ihnen auch klar sein, wie wichtig es ist, Viren daran zu hindern, Ihr Gerät zu infizieren. Die fortschrittlichen Bedrohungserkennungsfunktionen von Avast können Ihnen helfen, Bedrohungen zu blockieren und Viren und Malware automatisch zu erkennen. Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass sie Ihren Computer überhaupt erreichen.
Laden Sie das preisgekrönte Avast Free Antivirus herunter, um bereits auf Ihrem System befindliche Viren oder andere Malware effizienter aufzuspüren und zu entfernen und kontinuierlichen Schutz vor bösartigen Links und Downloads, unsicheren Websites und anderen Bedrohungen für Ihr Netzwerk zu gewinnen.